zu Thamnophis

Thamnophis sirtalis sirtalis II

Gewöhnliche Strumpfbandnatter


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Sehr lustig war es, wie sich eine der Schlangen verhielt. Sie schlängelte sich auf den Ast, der unmittelbar neben, bzw. über dem Teller lag. Dort wartete sie eine ganze Zeit. Ab und zu züngelte sie, ansonsten lag sie wohl eine halbe Stunde reglos an diesem Platz. Plötzlich schoss sie mit dem Vorderkörper hinab auf das Futter, schnappte zu und besiegte ein Stück Stint. Eiligst verschwand die mit dem Futter im Maul unter eine Papphöhle und fraß es auf. - Das war ein köstlicher Anblick.

In dem Gewusel der winzigen Zehn ist es schwer auszumachen, ob nun alle ein Stück Fisch erbeuten konnten, aber ich glaube schon, daß jedes Tier den Mut hatte, sich an den Teller zu trauen. 

zuschnappen 2
Als ich nach zwei Stunden den Raum verließ, waren zumindest noch einige Happen übrig. Eine Stunde später war der Teller völlig  leergeputzt, nicht einmal Wassertropfen waren noch vorhanden. Die kleinen Schlangen lagen alle entweder auf den Zweigen oder in ihren Verstecken und schienen sich von der Aufregung zu erholen. - Ehrlich gesagt war es nicht nur für die keinen Tierchen aufregend gewesen. Auch für mich waren diese Stunden sehr spannend. Es ist nicht immer so, daß die jungen Schlangen sofort ans Futter gehen. Und nach diesem erfreulichen Anblick konnte ich nun nur hoffen, daß die Babys ihre erste Mahlzeit auch gut verdauen würden.
fast alle sind satt Zu jedem Kindersegen gehört natürlich auch eine Mutter. Der Mutter dieser Kleinen ging es gleich nach der Geburt wieder prima. Auch sie erhielt am dritten Tag wieder Futter und nahm es bereitwillig an. 
In den kommenden Wochen wird sie alle 2-3 Tage Futter bekommen, damit sie sich gut von der Trächtigkeit erholen kann. Außerdem muß sie auch die nötigen Fettreserven aufbauen, um die in einigen Wochen anstehende Winterruhe unbeschadet zu überstehen. Natürlich erhält sie zum Futter auch ausreichend Vitamine und Mineralstoffe.

Inzwischen sind die kleinen sirtalis 9 Tage alt und sie haben ihre dritte Fütterung hinter sich. Alle sehen gut aus, sie fressen und verdauen. Wie lebhaft es mitunter in dem Terrarium zugeht, kann man sich vielleicht vorstellen.

Bei der letzten Fütterung kam es einige Male vor, das zwei Nattern das gleiche Futterstück packten. Sie ließen aber los, sobald ich mich ihnen mit der Hand näherte. Ich werde sie daher bei zukünftigen Fütterungen zu jeweils fünf Tieren trennen, um schneller eingreifen zu können und damit Unfälle zu vermeiden. 

Männchen am 22.09. Die kleinen sirtalis entwickelten sich prima, so daß bereits die ersten drei abgegeben werden konnten. Einige Tage später wechselten nochmals vier der Jungtiere ihren Besitzer. Die verbliebenen drei Thamnophen mußten jetzt nicht mehr während der Fütterung getrennt werden. Nach zwei Wochen verließ mich nochmals eines der Babies, so daß ich noch zwei Kleine behielt. Weibchen am 22.09.
Allem Anschein handelt es sich um ein Männchen (Foto links) und ein Weibchen (Foto rechts).  Diese Nattern fanden im Alter von 3 Monaten ein neues Heim. 

 

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© R. Kohlmeyer 2000 - 2004

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