zu Thamnophis

Thamnophis sirtalis sirtalis, melanistisch II

Gewöhnliche Strumpfbandnatter, schwarz


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melanistische Männchen

Lange habe ich nach einem passenden Männchen für meine beiden schwarzen Damen gesucht: erfolglos! Dann bot sich die Möglichkeit, junge Männchen zu erwerben. Diese Nattern wurden im Juni 2001 in den Niederlanden geboren. Sie sollen zwei Jahre Zeit zur Entwicklung bekommen und dann zur Zucht eingesetzt werden. 

Meine Freude war groß und als ich die kleinen Kerlchen sah, fiel die Entscheidung sehr schwer. Zwei sollten es sein, aber es wurden drei. Falls sich eines als Weibchen herausstellen würde, wäre das kein Problem, denke ich. Auch stünde ich nicht wieder mit leeren Händen (Terrarien) da, sollte doch eines der Tiere sterben, was leider bei den Männchen dieser Art häufig vorkommt. - Allerdings waren die Tiere sehr kräftig und agil, daß ich sehr hoffe, alle groß zu bekommen.

 

Die drei Kleinen bezogen ein kleines Aufzucht-Terrarium, ausgestattet mit Küchenkrepp, Versteck, Ästen und Korkstückchen. Ein keines Wasserschälchen ist selbstverständlich auch vorhanden. 
Am ersten Tag war ich etwas verwundert, daß die kleinen Kerlchen sofort an die Scheibe kamen, als ich mich vor das Terrarium stellte. Vorsichtig bewegte ich meine Hand zur Frontscheibe, keine Reaktion ... keine Flucht, kein Zurückweichen! Ich öffnete die Scheibe, um den Wassernapf zum Wasserwechsel zu entnehmen und schwupp, waren zwei der kleinen Nattern auf meiner Hand. Sie zeigten überhaupt keine Scheu. Langsam setzte ich sie zurück ins Becken, was nicht so einfach war, denn immer wieder kamen sie zurück. 

erste Fütterung In der Futtergabe unterscheiden sich die Jungtiere ein wenig von anderen Arten. So erhalten junge melanistische Th. s.sirtalis alle 5-6 Tage Futter, nicht wie andere sirtalis alle 3-4 Tage. 
Das ist sehr wichtig, da sich die melanistischen Tiere leicht überfressen können, was meistens zum Tode führt.

was gibt es denn?

Am dritten Tag entschloss ich mich, meine drei Schätze zu füttern.
Stint wurde in kleine, schmale Streifen geschnitten und in einen Futternapf gegeben. Es dauerte nicht lange, da waren die drei Feinschmecker am Napf.
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Neugierig wurde geschaut und schnell zugepackt. Was hier allerdings so friedlich aussieht, war es nicht. Einer der kleinen Schlingel wollte lieber den Brüdern etwas abjagen, als selbst zu fangen. Es genügte noch, wenn ich meine Hand in das Terrarium streckte. Aus Erfahrung weiß ich aber, daß dieser kleine Kerl immer frecher werden wird. Also wird in Zukunft zur Fütterung getrennt werden, wie erwähnt, ich will kein Risiko eingehen. melanM8_0910.jpg (29727 Byte) melanM9_0910.jpg (26942 Byte)

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Nun sind alle Nattern satt und es wird wieder geklettert.

 

30.07.01

 

Literatur zum Thema: 'Strumpfbandnattern' von Martin Hallmen und Jürgen Chlebowy
'Die Strumpfbandnattern' von  Frank Mutschmann
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© R. Kohlmeyer 2001 - 2004

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