Gewöhnliche Strumpfbandnatter, schwarz
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Die Angaben zu Terrarium und Zucht sind mit der normal gefärbten Art identisch. In der Futtergabe der Jungtiere unterscheiden sie sich allerdings ein wenig. So erhalten junge melanistische Th. s.sirtalis alle 5-6 Tage Futter. Das ist wichtig, da sich diese Tiere leicht überfressen können, was zum Tode führen kann.
| Eine Winterruhe machte die junge Schlange im ersten Jahr noch nicht. Die Gefahr, daß sie das nicht überleben könnte war einfach zu groß. Sie bezog im späten Frühjahr 2001 ein etwas größeres Terrarium, daß mit einer dünnen Schicht Buchenspänen ausgestattet war. Die Verstecke bildeten weiterhin ein Korkstück und einige Papprollen. |
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Zu meiner großes Freude konnte ich
im Sommer zwei Zuchtweibchen übernehmen. Die Tiere sind ein wahrer Traum! Jetzt
muß es mir noch gelingen, ein oder zwei passende Männchen zu bekommen, dann
wäre die Gruppe perfekt. Meine beiden Damen hatten kurz vor der Übernahme Junge geworfen und mußten entsprechend aufgebaut werden. Trächtigkeit und Geburt schwächt die Mütter erheblich. |
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| Auf Züchterrat erhielten sie nun alle 3 Tage gutes Futter. Bisher
hatte ich es nie gewagt, aber ich erhielt den Rat, den beiden Nattern auch
größere Mäuse als Babys zu füttern. Das versuchte ich natürlich ... und mit
gemischten Gefühlen. Irgendwie fehlte mir die Vorstellungskraft, daß die
Strumpfbandnattern auch behaarte Mäuse fressen können. Ich wagte es, und siehe
da, es klappte! Die Mäuse verschwanden zügig im Magen der Nattern. Ich muß
gestehen, ich war beeindruckt. Da meine Stint-Vorräte aufgebraucht waren und es
zu der Zeit gerade keine im Handel gab (warum trifft es immer mich?), besuchte
ich einmal wieder unseren Fischwirtschaftsbetrieb hier in der Nähe. Einer der
Fischereimeister ging (extra für mich und meine Schlangen) zum See. Er kam
zurück mit den Worten: "Ich habe mal ein wenig gekeschert, sind 28
Stück. Richtig so?" Und wie richtig das war! Gut verpackt und mit Sauerstoff
versorgt, brachten wir die Fische nach Hause. Meine Neugier auf die Reaktion der
Nattern war groß und ich
suchte zunächst die zwei kleinsten Fische aus, um sie den Thamnophis zu bringen. Die Fische ins Wasserbecken gesetzt, wartete ich, was passierte. Nun, es dauerte nicht lange und die erste schwarze Dame erschien. Sie züngelte kurz und wußte sofort, daß da etwas Leckeres zu holen war. Geschickt schnappte sie sich einen der Fische. Nun kam auch die zweite Schlange heran. Sie wollte der anderen die Beute abjagen, da griff ich schnell ein. Ich nahm die Schlange aus dem Terrarium und setzte sie in eine Box, einen der Fische dazu. Auch sie schnappte sich den Fisch sofort. - Beide Schlangen fraßen jeweils drei der gar nicht so kleinen Fische und hätten vielleicht noch mehr genommen, aber ich wollte es nicht übertreiben. Immerhin hatten sie nun ganz frisches Futter bekommen - direkt aus dem See in den Bauch, was kann man besseres tun? - Die restlichen Fische legte ich unverzüglich auf Eis. So hatte ich einen kleinen Vorrat an bester Kost für meine Lieblinge. |
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Hier schaut eines
der Tiere aus dem Versteck (Foto
links) und harrt der Dinge, die da
passieren - oder auch nicht passieren. Auf dem rechten Foto sieht man meine zwei Damen, wie sie täglich zu sehen sind. Immer müssen sie neugierig schauen, was ich tue. Es ist einfach herrlich mit diesen beiden Strumpfbandnattern. Daher widme ich diesen Tieren eine eigene kleine Geschichte. Während der Häutung verfärben sich die Augenschilde (Foto links) aller Schlangen. Sie werden milchig-trübe. In dieser Phase sieht eine Schlange nur sehr schemenhaft, zeitweise sieht sie nichts. Verständlicherweise ziehen sich die Tiere zum Schutz dann gern zurück. Man sollte sie dann nicht stören. Es muß auch immer damit gerechnet werden, daß eine Schlange während der Häutung nach ihrem Pfleger schnappt und zubeißt. Sie ist aber nicht aggressiv, sondern sie versucht sich zu schützen, da sie ja nicht sehen kann. |
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| Auf diesen Fotos
(oben und links)
sind beide Schlangen in
der Häutung. Die eine ist gerade am Anfang - die andere ist kurz davor, das
Natternhemd abzustreifen. |
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| Literatur zum Thema: | 'Strumpfbandnattern' von Martin Hallmen und Jürgen Chlebowy |
| 'Die Strumpfbandnattern' von Frank Mutschmann |