Prärie-Strumpfbandnatter
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Futter: Lebendfisch und Stinte, Babymäuse, Jungtiere fressen gern Regenwürmer. Zucht: wie alle Thamnophis-Arten ist auch Th. radix lebendgebärend. Nähere Daten folgen, wenn ich einmal das Glück haben werde, Nachzuchten zu erhalten. Erfahrungen: Neben drei semiadulten radix halte ich drei Jungtiere dieser Art. Die älteren Tiere schienen zunächst Männchen zu sein. Nach dem Sommer haben sie sich aber sehr entwickelt und es ist möglich, daß es sich um 1.2 handelt. Ich habe das aber noch nicht genau geprüft. Die Jungetiere entdeckte ich zufällig auf einer Börse. Es waren Nachzuchten aus 2000, die dort vom Züchter angeboten wurden. Es handelte sich um verschiedene Würfe, so daß ich mir ein Männchen aus Mai und zwei Weibchen aus Juni 2000 kaufte. Die Tiere sind sehr schön gezeichnet. Eine der Nattern hat einen kräftigen orangefarbenen Rückenstreifen, eine weitere hat ebenfalls eine orange Zeichnung, diese ist aber nicht so stark ausgeprägt. |
Nach alldem, was ich mit meinen neu
erworbenen Th. s. parietalis an Problemen
erlebt hatte, war ich über diese drei Th. radix jeden Tag aufs Neue
erfreut. Die Tiere lebten sich schnell
ein. Sie kannten bald jeden Winkel ihres Terrariums, was sie mich auch immer
wieder spüren
lassen. Sobald ich ans Terrarium trete, sausen alle drei in ihre Verstecke.
Die erste kommt aber bald wieder hervor - die Neugier siegt. Die zwei anderen
sind etwas scheuer und warten eine ganze Zeit, bis sie ihre Näschen aus der
Korkhöhle oder aus dem Substrat stecken.
Bei den Fütterungen gibt es nach wir vor keinerlei Probleme. Die drei Th.
radix fressen problemlos ihre Stinte und verbeißen sich nicht, auch wenn mitunter
zwei Schlangen nach dem gleichen Fisch schnappen. Dennoch passe ich immer genau
auf, wenn ich meine Strumpfbandnattern füttere. Ich möchte keine böse
Überraschung erleben und ein Tier durch Verbeißen verlieren.
In dem Terrarium war ein UV-B-Röhre installiert, was bei den Thamnophen zu einer deutlichen Verstärkung der Farben führt. Erst war ich skeptisch, aber nach Rücksprache mit Züchtern wurde meine Beobachtung bestätigt. Ich kann wirklich jedem empfehlen, die Schlangen unter UV-B zu halten, es lohnt sich.
Jetzt, Mitte September, ist es draußen ziemlich abgekühlt. Die Strumpfbandnattern zeigen nicht mehr den gewohnten Appetit und ich vermute, daß sie sich auf die Winterruhe vorbereiten. Ob dies der Fall ist, werde ich weiterhin berichten.
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| Literatur zum Thema: | 'Strumpfbandnattern' von Martin Hallmen und Jürgen Chlebowy |
| 'Die Strumpfbandnattern' von Frank Mutschmann |