Karierte Strumpfbandnatter
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Thamnophis marcianus stammt aus dem Gebiet SO-Kalifornien, Arizona, N-Mexiko und Texas. Sie bewohnt trockene Gebiete, aber sie sucht immer die Nähe von Wasserstellen. Die Natter erreicht Größen bis zu 100cm. Die Färbung gab ihr den Namen: auf hellem Grund (gelblich) trägt sie auf jeder Seite zwei Bänder aus quadratischen Flecken, die versetzt angeordnet sind. Th. marcianus marcianus trägt einen auffälligen Rückenstreifen, der hinter dem dunklen Kopf beginnt. Dort ist dieser Streifen gelb. Zum Körperende hin geht er in weiß über.
Futter: Diese Art ist gut an Mäusebabys und Stinte zu gewöhnen. Sie geht problemlos auch an tote Futtertiere.
Zucht: wie alle Thamnophis-Arten ist auch Th. marcianus lebendgebärend. Sie bringt zwischen 5 und 30 Jungtiere zur Welt. Die kleinen Schlangen verbleiben nicht bei der Mutter, können aber gemeinsam aufgezogen werden. Bewährt hat sich eine Unterbringung in nicht zu großen Terrarien, die mit Küchenkrepp und Papprollen ausgestattet sind. Ein Wassernapf darf auch hier nicht fehlen!
| Erfahrungen:
Durch
meine Aktivität im Forum der www.thamnophis.com
lernte ich u.a. den Züchter meiner ersten Th. marcianus kennen. Wie sollte es anders sein, als das mein Herz
wieder schlug, als er von NZ 2000 erzählte, die er noch besaß? So bekam
ich von ihm zwei Tiere. Obwohl beide Tiere gleichen Alters sind, ist der Größenunterschied beachtlich. So hielt ich die Schlangen während der Eingewöhnung getrennt, um evtl. 'Fehlbissen' des größeren Weibchens vorzubeugen. Auf Udos Anraten wurde das Männchen etwas wärmer gehalten. Die leicht höhere Temperatur unterstützt in der Regel die Verdauung und somit das gesamte Wohlbefinden kleinerer und schwächerer Tiere. |
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Das
Weibchen, |
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Das Männchen in seiner Transportbox |
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| Auf dem Bild rechts
(leider etwas unscharf) sieht man deutlich, daß das Natternweibchen keinerlei Scheu oder Ängste zeigt.
Aufmerksam, aber ruhig und ohne jede Hektik untersucht sie ihre Umgebung.
Als ich die Schlange nach diesen Aufnahmen in ihr Becken zurücksetzte,
war die Atmung ruhig und das Herz schlug normal. Sie hatte also keinen
Stress durch ihren kleinen Ausflug erlitten. In den nächsten Tagen zeigte sich das Weibchen in typischer Thamnophis-Manier. Sie erhob immer sofort ihren Kopf, sobald ich im Terrarienraum war. Aufmerksam schaute sie zu, was ich dort so machte. - Das keine Männchen stand etwas im Hintergrund, damit es mehr Ruhe hatte. Es verbrachte die Tage eher mit dösen. Nachts konnte ich ihn nicht beobachten, da ich ihn nicht stören wollte. |
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| Die Fütterung des Weibchens war kein Problem. Sie nahm die ihr angebotenen Stinte bereitwillig an. Das Männchen wollte von Stint nichts wissen. Auch eine Babymaus wollte er nicht. So besorgte ich kleine, lebende Fische. Ich setzte ihm zwei Fische in seinen Wassernapf und ließ ihn in Ruhe. Zunächst zeigte er kein Interesse. Am nächsten morgen waren beide Fische gefressen. Leider hatte er einen der Fische bis nachmittags wieder erbrochen und am Abend mußte ich den Tod des kleinen Männchens feststellen. - Es stellte sich dann heraus, daß das Männchen nicht aus besagter Zucht stammte. Der Züchter hatte es von einer Bekannten aus der Schweiz erworben. Das erklärte dann auch den plötzlichen Tod, denn außer transportiert zu werden, hatte dieser kleine Kerl sicher noch nicht viel vom Leben gehabt. Es tat mir sehr leid, ihn erworben zu haben, aber leider wußte ich vorher nichts von alledem. | |
Es sind einige Wochen vergangen und
die Marcianus ist wieder gewachsen. Der Platz unter der Wasserschale scheint
ihr jetzt zu eng zu sein, sie liegt nun überwiegend in ihrer Versteck-Dose.
Das ist eine kleine Plastikschale aus dem Supermarkt, in die wir ein
Einschlupfloch geschnitten haben. Jetzt steht sie umgedreht im Terrarium und
dient als Versteck.
Allgemein ist die Th. m.marcianus sehr ruhig. Stört man sie aber
wenn sie ihre Ruhe will, reagiert sie mit blitzartiger Flucht. Da heißt es
dann besonders aufpassen, damit sie nicht entwischt. Greift man sie dann,
ist sie aber auch schnell wieder beruhigt und schaut neugierig, was
passiert. Sie ist weiterhin eher nachts aktiv. Dann kann man sie sogar beim
Klettern beobachten, was sie tagsüber nie tut.
Da sich mein Bestand an Th. marcianus rasch erweiterte, habe ich die folgenden Seiten aufgeteilt. Berichte zu den adulten Nattern und den Jungtieren stehen auf getrennten Seiten, ebenso die Albinos und in Zukunft auch die Nachzuchten. Bisher gibt es folgende Seiten:
| Das adulte Paar, normal gefärbt | |
| Die Jungtiere, normal gefärbt und heteroz. für anerythristic | |
| Die Albinos und heteroz. für albino | |
| Nachzucht |
| Literatur zum Thema: | 'Strumpfbandnattern' von Martin Hallmen und Jürgen Chlebowy |
| 'Die Strumpfbandnattern' von Frank Mutschmann |