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Thamnophis marcianus marcianus

Meine Jungtiere


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Marcianus M im Bad
© Strumpfbandnatter.de
Und hier ist er, der Kleine, auf den ich mich so lange gefreut habe! Es ist ein wunderschönes Männchen, geboren im Jahr 2000. Er trägt eine klare Zeichnung und passt ausgezeichnet zu den beiden jungen Weibchen, die ich ja schon etwas länger besitze. 
Selbst auf dem Foto (links) ist seine Zeichnung gut zu sehen, obwohl er zu dem Zeitpunkt in der Häutung und kurz vor dem Abstreifen des alten Natternhemdes war. Er ist eine umgängliche, ausgeglichene Schlange, die sich durch nichts und niemanden stören läßt. Selbst beim letzten Bad vor der Häutung bleibt er vertrauensvoll an seinem Platz, obwohl ich sehr dicht mit der Kamera vor ihm stehe.
Das junge Männchen bewohnt zunächst ein Quarantänebecken, ausgestattet mit Küchenkrepp, Kletterästen, Verstecken und Wasserschale. Dann bezieht er, gemeinsam mit dem kleineren Weibchen, ein Becken mit gleicher Ausstattung. Die beiden Tiere liegen viel zusammen und sind häufig gemeinsam unterwegs. Sind Thamnophen doch lieber in Gesellschaft?
Ich wollte es wagen, und die zwei jüngeren Nattern zu dem etwas größeren Weibchen in ein gemeinsames Terrarium setzen. Dort sollten sie dann in aller Ruhe aufwachsen... aber bei genauer Betrachtung erschien mir der Größenunterschied doch zu gewaltig und ich ließ von meinem Plan ab.
Das ältere Weibchen (Foto rechts) ist noch immer recht 'launisch'. Es ist scheu und hektisch, sobald das Terrarium geöffnet wird. Selbst beim Fressen darf man sich besser nicht vor dem Terrarium bewegen. Es kommt sogar soweit, daß sie frisches Futter wieder auswürft, nähert man sich dem Terrarium.
Es ist schade, daß sie einfach kein Vertrauen gewinnt, denn von der Zeichnung her ist sie wirklich sehr schön. Ich hoffe aber weiterhin, daß sie sich eines Tages fängt und ihre Scheu ablegt.
Später zieht sie zu den Albinos, da sie ja in dem gleichen Alter ist und auch die Größe überein stimmt. Hier verkriecht sie sich in eines der Verstecke und ist tagsüber zunächst nicht mehr zu sehen. Bald aber hat sie sich den anderen Artgenossen angepasst und verhält sich völlig normal. Hoffentlich hat sie damit nun alle Probleme abgelegt.

marcianus W, scheu


Nachzuchten

Am 03. Dezember gehe ich in das Terrarienzimmer, um wie üblich die Wassernäpfe zu kontrollieren. Als ich zum Terrarium der adulten Th. marcianus komme, denke ich, ich träume! Auf dem Farn und auf dem Ast wimmelt es von kleinen leuchtenden Nattern! War das Weibchen also doch trächtig gewesen ... ich war fasziniert! Kurz überlegt, was nun wichtiger war, die Fotokamera holen oder die Babyschlangen bergen - mir war es in dem Moment wichtiger, die kleinen Nattern zu bergen. Immerhin wußte ich nicht, wie die Elterntiere auf Dauer reagieren würden. 

marcNZ02_0412.jpg (26665 Byte)

Eine Weile dauerte es noch, bis ich klar denken konnte, zu sehr war ich überrascht. Dann stand fest, daß die semiadulten Th. parietalis nun in ihr Winterquartier umziehen mußten. Deren Becken sollte die Kinderstube werden. Die passende Box war schnell hergerichtet und die drei Schlagen umgesetzt. Deren bisheriges Becken reinigte ich gründlich und richtete es für die Babys her. Küchenkrepp rein, leere Klorollen zerschnitten und einige Zweige aufgestellt. Dann noch ein Teller mit frischem Wasser und fertig war das Kinderterrarium.

Zunächst konnte ich 11 kleine Schlangen einfangen, die gleich in ihr neues Heim gesetzt wurden. Eine weitere Schlange war dann noch auf dem Farn und ließ sich dort ohne Gegenwehr 'abnehmen'. Nummer 13 sauste schnell weg, als ich kam. Da ich möglichst nicht das ganze Eltern-Terrarium ausräumen wollte, ließ ich sie zunächst in Ruhe. Sie würde sich schon auf den Farn legen ... tat sie auch! Nach etwa einer Stunde war sie entspannt dort anzutreffen. Neben ihr noch ein weiteres Tier. 

marcNZ03_0412.jpg (41811 Byte) 14 kleine Thamnophen saßen nun im Baby-Terrarium (Fotos oben und links).
Vorsichtig schaute ich bei den Eltern nach, ob noch weitere Jungtiere zu sichten wären. Es war keines mehr zu entdecken. Außerdem war auch kein totes Jungtier oder Wachs-Ei vorhanden. Die Mutter hatte also alle Kinder lebend zur Welt gebracht. Hier und da waren die kleinen Häute aufgerollt zu finden. die jungen Nattern hatten sich bereits gehäutet und dabei ganz offensichtlich keinerlei Probleme gehabt.
Ehrlich gesagt, war ich verdammt stolz auf mein dickes Weibchen, das nun gar nicht mehr dick war! Nachdem ich meiner Familie die Geschichte wohl dreimal erzählt hatte (die Armen!), fiel es mir schwer, die Stunden bis zum Abend auszuhalten, bis ich das ganze Erlebnis meinen Freunden im Chat erzählen konnte...
Am nächsten Morgen schaute ich gleich nach den Kleinen - alles in Ordnung soweit, aber es lag doch noch ein Kleines auf den Kunstpflanzen. Auch diese kleine Schlange wurde umgesetzt. Am Nachmittag saß dann nochmals ein Jungtier abholbereit auf dem Farn. Nun waren 16 kleine Schlangen in der Kinderstube. Mehr wurden es dann nicht ... ist ja auch wirklich ein reichlicher Kindersegen (es ist der 2. Wurf in 2001 für dieses Weibchen).
Die kleinen Thamnophen umschlangen sich förmlich gegenseitig und bildeten auf dem kleinen Zweig ein regelrechtes Knäuel. Eine hatte sich etwas zurückgezogen, die anderen hielten sich unten, unter den Papprollen auf. Ab und zu krochen sie auch durch die Wasserschale.
marcNZ04_0412.jpg (39394 Byte)
Wie es den Eltern geht, kann man auf der Marcianus-Seite lesen. - Das nächste große Ereignis für die Babys sollte die erste Fütterung sein. Die Aufzucht lief ohne Probleme ab. Die Kleinen fanden alle einen neuen Halter.

 

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© R. Kohlmeyer 2000 - 2004

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