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Steppenwarane sind in Afrika
beheimatet, genauer von Senegal über Eritrea bis nach Zaire. Das
Verbreitungsgebiet wird im Norden durch die Sahara und im Süden durch die
Regenwaldgebiete begrenzt. Sie leben in kargen Regionen in Erdhöhlen, in
baumreichen Gebieten hingegen sind sie auf Bäumen und in Baumhöhlen zu finden.
Da diese Warane in der Natur recht scheu sind, findet man sie selten bis nie in
der Nähe menschlicher Siedlungen.
Die Größe wird mit bis zu 130cm Gesamtlänge angegeben, bei einem Gewicht von
ca. 1,5 kg. Ausgewachsene Weibchen sind kleiner, aber kräftiger als die
Männchen. - Im Terrarium neigen die Steppenwarane leicht zum Verfetten. Man
muß daher bei den Fütterungen immer Maß halten. Die Nahrung besteht in der
Hauptsache aus Insekten, bevorzugt aus Wanderheuschrecken, Käfern und deren
Larven, Schmetterlingen, Bienen und Wespen. Skorpione, Schnecken und Agameneier
stehen ebenfalls auf dem heimatlichen Speiseplan. Bei Steppenwaranen, die in
Küstennähe leben, fand man auch Krabben in den Mägen untersuchter Tiere.
Fütterung:
Jungtiere wachsen schnell und benötigen daher entsprechend häufig
Futter. Zunächst bekam der junge Waran täglich einige große Grillen.
In unbeobachteten Momenten holte er sich die Insekten blitzschnell und
verschwand anschließend wieder in seinem Holzunterschlupf. Auch mittelgroße
Mäuse verputzte er in großer Geschwindigkeit. Es gab also in diesem Punkt
keinerlei Probleme.
Das täglich frisches Trinkwasser angeboten wird, ist
selbstverständlich.
Erfahrungen: während der ersten Wochen ist Wawa, der Steppenwaran, noch recht scheu. Er beobachtet die Umgebung vorsichtig aus seinem Versteck heraus. Erst allmählich gewinnt er Vertrauen, daß ihm nichts passiert. Er lernt sehr schnell, daß durch die Glastüren Futter kommt. Sobald man den Schlüssel in das Schloss steckt, ist er zur Stelle. Es ist immer etwas Eile geboten, die Hände wieder in Sicherheit zu bringen, denn zunächst haben wir kein Interesse an einem Biss ... Bald nimmt Wawa auch große Mäuse. Er frißt gut, aber er wirkt immer hungrig. Wir müssen uns daher bemühen, ihn nicht zu überfüttern.
Da wir unsere Reptilien auch nachzüchten
möchten, begann die gezielte Suche nach einem Weibchen. Der Waran war nun etwa 60cm lang
und es wurde Zeit, an eine Partnerin zu denken, um eine Vergesellschaftung in
der Jugend noch zu erreichen. Die Suche war nicht einfach, da es kaum Weibchen
zu geben scheint. Wir wurden nach einigen Wochen fündig. Das Weibchen war
zwar etwas größer als unser Männchen, wir wagten den Kauf aber dennoch.
Da das
Weibchen frisch entwurmt war, bezogen die beiden Steppenwarane ein gemeinsames
Terrarium, ausgestattet mit einem Sand-/ Lehmgemisch, mit Steinhöhle und
-aufbauten, einem sehr großen Ast (fast Baum) und einem weiteren Versteck aus
Kork. Bei der Gestaltung wurde mir schnell klar, daß es nicht einfach ist,
ein Terrarium für so große Tiere einzurichten ...
Dann kam der große Moment. Wir waren gespannt, was passieren würde - es
passierte zunächst nichts besonderes. Die Warane sahen sich an, sahen das
Terrarium an und machten keinerlei Anstalten zu irgendwelchen
Feindseligkeiten. Der erste Schritt war gewonnen! Die erste Nacht stand bevor
und in regelmäßigen Abständen schauten wir nach, ob weiterhin Frieden im
Terrarium herrschte.
Zu ändern war nun eh nichts mehr. Wir passten einige Stunden auf, falls in dieser Nacht doch noch etwas Negatives passierte. Aber soweit kam es nicht. Die Echsen lagen während der kommenden Stunden friedlich aufeinander. Erst am nächsten Vormittag trennten sie sich.
Während der nächsten Tage freuten wir uns, daß
sich das Pärchen anscheinend prächtig verstand. Sie waren gemeinsam aktiv und
hatten ihre gemeinsamen Ruhezeiten. Während des Tages hielten sie sich häufig
dösend im Freien auf, in den Nächten zogen sie sich in die Steinhöhle
zurück. Das Weibchen war vom Verhalten her wesentlich ruhiger als das
Männchen. Sie fauchte zwar immer, wenn man an das Terrarium trat, aber damit
war auch alles an Aggression verspielt. Sie ließ sich auch anfassen und aus dem
Terrarium nehmen.
Eine positive Entwicklung kam schnell dazu: das Männchen, bisher ein wilder
Geselle beim fressen, schaute sich vom Weibchen ab, daß es auch anders geht.
Sie nahm willig die Heuschrecken von der Pinzette, was sich das Männchen aus
Distanz anschaute. Dann traute auch er sich und nahm die Insekten sehr behutsam
von der Pinzette. - Alles lief harmonisch.
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