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Der Leopardleguan stammt aus Nordamerika, genauer
aus dem Death-Valley (Baja-California) bis SO-Oregon und im Norden von Mexiko.
Er bewohnt sandig-steinige Gebiete in trockenen bis halbtrockenen Gebieten. Er
erreicht ein Gesamtlänge von bis zu 35cm, davon entfallen 2/3 auf den Schwanz.
Die Männchen bleiben kleiner und sind auch schmächtiger als die Weibchen. Die
Männchen haben außerdem zwei größere Postanalschuppen, so daß eine äußere
Geschlechtsunterscheidung möglich ist.
Die Grundfarbe ist grau, braun oder beige mit einem Leopardenmuster auf der
Oberseite. Die Unterseite ist hell. Der Farbwechsel von hell zu dunkel ist stark
ausgeprägt und wird zur Temperaturregelung eingesetzt.
Gambelia wislizenii ist sehr räuberisch und lebt als Einzelgänger.
Nahrung: Insekten, Echsen, junge Nager, pflanzliche Nahrung
Fortpflanzung: nach einer Winterruhe bei 10-15°C findet die Paarung
statt. Trächtige Weibchen bilden an den Körperseiten orange Flecken aus, die
sich nach der Eiablage wieder auflösen. Es werden 5-10 Eier abgelegt.
Haltung im Terrarium: meine Tiere (1.1, geb. 1998) bewohnen ein umgestaltetes Aquarium von 140x50x60cm (besser wäre eine Größe über 180cm Länge). Unter dem Becken befindet sich auf 1/3 der Fläche ein Kabelheizer, der per Thermostat geregelt wird. Die Temperaturen im Terrarium sollen um 30°C liegen, unter dem Strahler auch bis zu 45°C. - Der Boden und ein Teil der Rückwand wurde mit Steinplatten beklebt. Etwa 1/3 des Beckens wurde abgetrennt und mit Sand und Steinen (10cm) gefüllt. (Diese Befüllung werde ich demnächst austauschen in ein Sand-Lehm-Gemisch) Die andere Fläche wurde mit kleinen runden Kieseln (Aquarienkies) betreut. Unterschlupf ist zwingend nötig! Daher baute ich mehrere Höhlen aus Styropor-Platten, die mit Gips überzogen wurden und anschließend eine ungiftige Lackschicht erhielten. Jedes der Tiere hat sich schnell 'seine' Höhle ausgesucht. In dieser Höhle wird geschlafen. Eine weitere Höhle teilen sie sich tagsüber. Dort liegen sie auch gemeinsam beieinander oder flüchten bei Störungen dort hinein.
Die Gambelias benötigten sehr lange Zeit, um sich einzuleben. Erst nach etwa 8 Monaten verloren sie ihre Scheu vor der Menschenhand - das heißt, die Hand zur Pflege (füttern, Wasser auffrischen, reinigen). Inzwischen sitzen sie gern auf ihren Steinen und beobachten die Bewegungen außerhalb des Terrariums. Sie sind sehr ruhige Terrarienbewohner, obwohl sie tagsüber fast immer sichtbar sind. Viel Zeit verbringen sie gemeinsam auf dem Stein unter dem Spot oder auf der Suche nach Futter.
| Gambelias wird nachgesagt, schwer ans Futter zu gehen. Das kann ich bestätigen! Durch einen dummen aber glücklichen Zufall konnte ich meine Tiere allerdings schnell anfüttern. Das geschah so: Das Terrarium war fertig, die Tiere etwa eine Woche im Haus. An die Insekten gingen sie kaum. | |
| Nun, ich wollte das Wasser wechseln und stellte den Topf mit dem Frischwasser auf das geöffnete Becken (Aquarien haben oben ja Querstreben). Prompt stieß ich mit dem Arm gegen diesen Topf, das Ergebnis ist klar - alles Wasser ins Becken! Das war zuviel Feuchte für die Leguane. Da Sommer war, mit den entsprechenden Außentemperaturen, ließ ich die Abdeckung oben offen. Das freute nun wieder viele Fliegen (wir leben auf dem Land: Kühe in der Nähe), die von Licht, Wärme und Feuchtigkeit angelockt wurden. Die Anwesenheit der Fliegen erfreute nun ganz besonders die beiden Leguane, die sehr geschickt und erfolgreich Jagd auf die schwarzen Summer machten. | ![]() |
Die angebotenen Futterinsekten wurden zunächst weiterhin verschmäht, Fliegen allerdings leidenschaftlich gejagt und gefressen. Es dauerte einige Tage, bis das verschüttete Wasser verdunstet war, so wurde täglich für mehrere Stunden die Abdeckung geöffnet. Immer wieder verirrten sich einige Fliegen ins Terrarium. So kamen unsere Gambelias auf den Geschmack und fraßen nach einiger Zeit auch Heimchen.
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Interessant ist allerdings die Technik des
Jagens. Anders als etwa Agamen, pirschen sich die Gambelias an ihr Opfer heran,
ähnlich einer Katze. Mitunter verharren sie längere Zeit völlig bewegungslos
kurz vor dem Futtertier, um dann plötzlich blitzschnell zuzuschnappen. Auch auf
größere Entfernung werden Futtertiere sicher ausgemacht, was auf eine gute
Sehfähigkeit hinweist. Futter: wie gesagt, am liebsten Fliegen und Heimchen, Grillen nicht so gern, werden aber genommen. Pflanzliches, außer Löwenzahn, fressen meine bisher nicht, Babymäuse habe ich noch nicht angeboten. |
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Gambelias von Sascha Banwarth |
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| Zur Vitamin-/Mineralstoffversorgung bestäube ich die Futtertiere 1-2 mal die Woche mit einem entsprechenden Präparat. | |
Zucht: bisher keine Erfahrung - ist aber möglich.
Ein weiterer Erfahrungsbericht (bitte Link folgen)
Literaturempfehlung: keine, da diese Art kaum beschrieben wird