Das
Herkunftsgebiet der Erdleguane ist Chile. Die größeren Arten (Liolaemus
nigromaculatus) bilden weitere 7 Unterarten (L.n. kuhlmanni, L.n.
nigromaculates, L.n. atacamensis, L.n. ater, L.n. bisignatus, L.n. copiapensis,
L.n. sieversi und L.n. zapallarensis). Sie erreichen eine Größe von
18-21 cm. Männchen sind an den verdickten Schwanzwurzeln zu erkennen.
Die
kleinere Art (Liolaemus tenius) bildet zwei bisher bekannte Unterarten (L.t.
tenius und L.t. punctatissimus). Diese Arten erreichen eine Gesamtlänge von
17 cm.
Liolaemus
nigromaculatus ist massiger und kräftiger als L.
tenius. Die Leguane sind großschuppig,
die Rückenschuppen laufen stachelig aus. Die Tiere sind in der Grundfärbung
dunkelbraun mit gelben und weißen Flecken, die im Hals- und Rückenbereich in
Streifen übergehen können. An den Achseln der Vorderbeine befinden sich
schwarze Flecken.
Diese Arten der Erdleguane sind bodenbewohnend. Sie bewohnen Buschsteppen und halten sich gern auf Steinen auf. Bei Gefahr
flüchten die Tiere unter Steine und in Erdlöcher.
Terrarium:
für eine Gruppe von einem Männchen und zwei Weibchen sollte das Terrarium
die Maße von 100x60x60 cm (LxBxH) nicht unterschreiten werden.
Als Substrat verwendet man ein Sand-/Lehmgemisch oder Flusskies. Steinaufbauten,
bestehend aus Steinplatten, sollen genügend Unterschlupfmöglichkeiten und
Verstecke bieten.
Wurzelstücke oder Korkrinde werden zusätzlich ebenfalls gern angenommen. An Pflanzen kommen
harte Gräser in Frage, da chilenische Pflanzen hier kaum zu erwerben sind.
Die
Temperaturen sollten bei 30°C liegen, unter einem Strahler bis zu 40°C.
Geheizt wird per Bodenheizung und Spotstrahlern. Mehrere Thermometer im
Terrarium erleichtern die Kontrolle. Zur Beleuchtung werden Leuchtstoffröhren
und Quecksilber-Dampflampen verwendet.
Tägliches
Sprühen ist notwendig.
Futter:
Heuschrecken,
Grillen, Heimchen, Motten, Raupen, Wiesenplankton und Würmer. Ein Wassernapf
ist nötig.
Zucht:
Erdleguane
sind eierlegend, genaue Zuchtdaten sind nicht bekannt
Liolaemus
tenius hat
einen kurzen Kopf und einen leicht abgeflachten Körper. Die Schuppen sind klein
und leicht gekielt. Die Körperfarbe ist braun bis schwarz mit vielen gelben, grünen
und blauen Flecken. Der gesamte Körper wirkt dadurch im vorderen Bereich grün,
ab Körpermitte dann blau. Kehle, Kopfseiten und Beine sind leuchtend gelb. Die
Männchen sind intensiver in der Farbe.
Die
Leguane leben überwiegend im unteren Bereich von dicken Bäumen, Zäunen und
Mauern. Sie halten sich nie in Wäldern oder in den Wüstensteppen auf, da sie die
leicht feuchten Gebiete bevorzugen. Man findet diese Leguane aber auch in Wohngebieten,
aber dort immer in feuchteren Bereichen.
Terrarium:
4-6 Tiere
kann man nach Literaturangaben in Terrarien mit einer Mindestgröße von 60x40x80 cm
(LxBxH) halten. Ich persönlich denke, ein größeres Terrarium wäre
günstiger, da die Tiere als sehr lebhaft bekannt sind. Als
Substrat eignet sich Terrarienerde.
Die Rückwände werden mit Korkplatten zum
Klettern versehen. Neben Pflanzen (Epiphyten, Farne und Fuchsien) und Ästen als
Einrichtung soll genügend Freiraum verbleiben.
Die
Temperatur beträgt im Höchstwert 35-40°C und wird per Spotstrahler erreicht.
Weitere Heizungen sind nicht nötig.
Zur
Beleuchtung verwendet man Leuchtstoffröhren und Tageslicht. UV-Strahler
sollten angeboten werden.
Tägliches Sprühen ist nötig.
Futter:
Insekten,
Wiesenplankton, Spinnen und kleine Schaben. Eine Wasserschale und Vitaminzugaben
sind wichtig.
Zucht:
der Paarung
geht eine achtwöchige Winterruhe bei 10-15°C voraus. Nach erfolgreicher
Paarung legt das Weibchen bis zu vier Eier an einem feuchten Platz ab.
(Inkubationswerte habe ich nicht).