(Fotos folgen)
Der Schuppenfingergecko stammt aus
Ceylon, Malaysia, Ozeanien und Indonesien. Er kommt aber auch in NO-Australien,
Mittel- und Süd-Amerika vor. - Er lebt gern auf Palmen und Mangroven, aber auch
auf anderen Bäumen. Die 8-9 cm groß werdenden Geckos (ca. die Hälfte
entfällt auf den Schwanz) trauen sich bis an die menschlichen Siedlungen heran.
Hier gehen sie abends dann häufig an den beleuchteten Fenstern auf
Insektenjagd.
Die Grundfarbe ist gelblich-braun mit dunklen Flecken. Die Bauchseite ist weiß
oder cremefarben. Der Schwanz ist abgeflacht und der Körper schlank. Aus dem
Rücken und auf dem Schwanz hat dieser Gecko granuläre Schuppen, der Schwanz
ist zusätzlich beidseitig mit stachelartigen Schuppen besetzt. Der Gecko ist
fähig, seine Farben zu wechseln, so daß er bei Wärme heller ist. Er kann sich
außerdem seinem Untergrund farblich anpassen. Die Jungtiere sind allgemein
etwas dunkler gefärbt als die Eltern. - Die Zehen haben rotbraune Haftlamellen
mit denen diese Geckos perfekt auf glatten Untergründen klettern können.
Terrarium: eine Größe von 80x50x50 cm
(LxBxH) für mehrere Tiere ist ausreichend. Es wird als halbtrockenes Tropenterrarium
eingerichtet. Das bedeutet, es wird ein Substrat aus Erde-/Sandgemisch
verwendet. Die Rück- und Seitenwände erhalten Korkplatten oder Rindenstücke,
einige Kletteräste und aufgeschichtete Rindenstücke als Unterschlupf. An
Pflanzen eignen sich u.a. Tillandsien, kleinbleibende Ficus-Arten
und kleine Vriesta-Arten.
Die Schuppenfingergeckos benötigen eine Temperatur von 28°C, nachts mögl.
keine oder nur geringe Absenkung. Dies erreicht man z.B. durch eine 40W
Glühlampe oder durch eine 18W Leuchtstoffröhre. Ein Heizkabel kann für die
Nächte zugeschaltet werden. - Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60-70% liegen,
nachts um 100%. Tägl. Sprühen ist notwendig. Evtl. vorhandene Eier nehmen
durch das Sprühwasser keinen Schaden.
Futter: kleine und mittlere Insekten,
Drosophila, Dörrobst- und kleine Wachsmotten, Fliegen, Asseln, Spinnen. Die
Insekten werden von Zeit zu zeit mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert.
- Diese Geckos lecken gern an süßem Obst, Honig oder Nektar. Man kann ihnen
auch ein wenig Marmelade anbieten.
Die Geckos trinken, in dem sie das tägl. Sprühwasser auflecken.
Zucht: Die Schuppenfingergeckos sind parthenogenetische
Echsen. Das bedeutet, daß die mit 8-10 Monaten geschlechtsreifen Weibchen
im Abstand von 2-9 Wochen jeweils 1-2 Eier ablegen. Genauer gesagt heften sie
die 5-8mm großen Eier in Ritzen oder an Rinde oder Äste. Es werden keine
Männchen benötigt. In der Natur sind die Männchen sehr selten, so daß die
Natur vermutlich diese Lösung erschuf. Die weiblichen Tiere bringen nur weibliche
Nachkommen hervor. Die Nachkommen sind wieder in der Lage, nur weibliche Nachkommen
zu bringen. Ob diese Art der Fortpflanzung irgendwann die Gene beeinflusst,
konnte noch nicht sicher erforscht werden.
Nach 60-90 Tagen schlüpfen die kleinen Geckos. Sie sind dann etwa 35mm groß
und sollten in separate Terrarien gesetzt werden. So ist eine bessere Kontrolle der
Futteraufnahme (Kleinstinsekten) möglich. In der Praxis erweist es sich aber
nicht immer als einfach, die kleinen, schnellen Geckos zu fangen. Um ihnen
Stress zu ersparen, haben wir sie im Terrarium belassen. Die Alttiere haben
ihnen nicht nachgestellt.