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Die Geckos können Laute von sich geben, was sie aber nur zum Verteidigen ihres Reviers tun. Männchen untereinander sind sehr aggressiv, vertragen sich aber problemlos mit ihren Weibchen. - Die nachtaktiven Echsen erreichen bei einer Körperlänge von ca. 15cm (Männchen) und 12cm (Weibchen) die Geschlechtsreife. Sie werden bis zu 10 Jahre alt.
Heute gibt es zu hohen Preisen sehr viele Farbzuchten der Leopardgeckos (wir sahen u.a. einen angeblich Cremefarbenen, der nicht anders aussah als die normalen Tiere, aber das Preisschild gab 750,- DM an) Wie mit allen Farbzuchten ist es auch beim Leopardgecko eine Frage des Geschmacks. Auch die als 'Golden' bezeichneten Geckos sehen nicht immer schön aus, oft ist deren Haut eher glasig ... Mir persönlich gefallen die Tiere in ihrer ursprünglichen Zeichnung immernoch am besten.
Das Terrarium wird als Trockenterrarium mit Steinaufbau (Höhlen) eingerichtet. Man hält ein Männchen mit 1-3 Weibchen zusammen. Da die Männchen auch zu anderen Arten recht aggressiv sein können, sollte man die Leoparsgeckos nie vergesellschaften. Für eine Gruppe von drei Tieren reicht ein Terrarium von 80cm Länge aus. Als Bodengrund wird Kies mit einer Körnung von 3-7mm empfohlen, aber Spielkastensand hat sich ebenfalls gut bewährt. Kletteräste sind nicht erforderlich, da die Geckos nicht sonderlich gern klettern. Sie besteigen aber gern die Steinaufbauten, die gegen Einsturz besonders gesichert sein müssen (die Tiere haben erstaunlich viel Kraft!).
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Zur Beleuchtung verwendet man Leuchtstoffröhren oder das Tageslicht. Zur
Beheizung kann man ein Bodenheizkabel oder eine Heizmatte verwenden, wenn
nötig. Die Temperaturen sollten tagsüber um 30° C liegen, nachts bei 24°C. -
Die Luftfeuchtigkeit wird durch tägl. Sprühen optimiert. Während der
Eiablagezeiten kann man eine Ecke des Bodens leicht feucht halten.
Ein Wassernapf mit tägl. frischem Wasser ist erforderlich, allerdings lecken die Geckos auch gern Sprühwasser auf. Leopardgeckos trinken aber ebenso aus einem Napf (Foto rechts) |
Futter: Insekten wie: Grillen,
Heimchen, Heuschrecken, Wiesenplankton. - Die Leopardgeckos lauern der Beute auf
und schlagen bzw. vibrieren dabei mit der Schwanzspitze, wie eine Katze. Dann
springen sie recht zielsicher auf die Beute zu um diese mit dem Maul zu packen.
Die ausgewachsenen Geckos können auch relativ große Insekten (.z. B.
Wanderheuschrecken) mühelos überwältigen.
| Zucht: Nach einer
dreimonatigen Winterruhe (von November bis Februar) bei 15-18°C beginnt die
Paarungszeit. Das Weibchen legt immer 1-2 Eier ab. die Eier sind im Verhältnis
zum Muttertier sehr groß. Sie werden im Substrat vergraben. Die Inkubation
erfolgt bei 29°C. Die Aufzucht der Jungen, die beim Schlupf bereits um 7cm groß sind, erfolgt in einem Terrarium mit Strahler und UV-Licht. Genauere Daten zur Zucht folgen, sobald eine Inkubation erfolgreich abgeschlossen werden kann. bisher gingen alle Gelege verloren, da sie entweder zu spät entdeckt wurden oder verpilzten. |
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Dieses Weibchen ist
nach der Winterruhe erst wieder |
Eigene Erfahrungen: Leopardgeckos
sind recht interessante Terrarientiere, die sich gut pflegen lassen. Man kann
sie besonders in der Abendstunden recht gut beobachten. Da sie nachtaktiv sind,
ist dann zwar das Licht im Terrarium erloschen, aber wenn man im Zimmer eine
Lampe brennen läßt, stört das die Tiere nicht. - Nachdem sie etwas
schlaftrunken ihre Verstecke verlassen, suchen sie ihre Abkotplatz auf.
Leoparsgeckos nutzen immer den gleichen Platz zum Abkoten. -Das restliche
Terrarium bleibt absolut sauber. Diese Eigenschaft erleichtert die Pflege
natürlich auch. Man muß nicht den ganzen Boden absuchen, um alle Kotreste zu
entfernen.- Meistens suchen sie danach einen leicht erhöhten Platz auf, der
aber noch ausreichend Schutz bietet. In meinem Terrarium habe ich eine große
Wurzel liegen, die die Geckos gern für den Aufenthalt nutzen. Jetzt ist ein
guter Zeitpunkt, ihnen Futter anzubieten. Dabei sollte man keine zu kleinen
Futtertiere anbieten. Bei meinen Tieren mußte ich feststellen, daß Heimchen
den Grillen vorgezogen werden. Ein Leckerbissen scheinen Heuschrecken jeder
Größe zu sein.
Sind die Futterinsekten alle gefressen, sprühe ich meistens mit warmem Wasser
einen Teil des Terrariums leicht aus. Die Geckos kommen dann meist gleich heraus
und lecken das frische Wasser von Steinen oder von der Wurzel. Sie haben aber
auch kein Problem damit, Wasser aus einem Napf zu trinken.
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© R.Kohlmeyer 1999 - 2001 |