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Die Faltengeckos stammen aus Südostasien, wo sie in den Regenwäldern zu hause sind. Man kennt bisher zwei Arten: Ptychozoon lionotum und P. kuhlii. Beide Arten unterscheiden sich nur unwesentlich im Aussehen (P.kuhlii trägt auf dem Rücken kleine 'Knötchen').
| Das Terrarium,
das nach der Eingewöhnung bezogen wird, ist 60 x 60 cm in der
Grundfläche und 120cm hoch. Ausgestaltet wird es mit großes
Korkstücken, die baumähnlich aufgestellt werden. Das auf dem Foto
rechts zu sehende Korkstück wurde mit Silikon an der Wand befestigt.
Oben wurde in die verbleibende Öffnung eine kleine Schale gesetzt, in
der Efeu wächst. Von unten wurde der Kork mit einer dünnen, passend
geschnittenen Korkplatte verschlossen. Um den Futterinsekten keine
Verstecke zu bieten, wurden die Seiten des Korks mit Kokosmatten
abgedichtet. - Das große Korkstück links stellte ich lose in
das Terrarium. Es wurde unten zwar gesichert, aber es konnte auch
jederzeit bei Bedarf entfernt werden. Von außen wollte ich Terrarien-Dekorfolie anbringen, damit das Becken 'abgeschlossen' ist und die Tiere Schutz haben. Das wurde nichts, da diese Folien nur in Höhen bis 50cm hergestellt werden. Fragt sich, was sich die Herstelle dabei denken, denn Terrarien in 50cm Höhe gibt es kaum ... naja, so werde ich mir selber etwas basteln (Rückseite von Tapeten färben). |
Faltengeckos benötigen Temperaturen von 30-32°C
am Tag, bei nächtlicher Absenkung auf 25-26°C. Dies wird mit einem 150W
Strahler erreicht. Der Strahler wurde in das Terrarium gebaut und mit einem
Schirm, bestehend aus einem großen Blumentopf und Drahtgitter, versehen. - Der
Strahler schaffte die Temperatur ohne Probleme. Im Bodenbereich lag sie um
28°C, also optimal. (Für Notfälle (strenge Winter) installierte ich
zusätzlich ein Heizkabel hinter dem eingeklebten Kork und am Boden, das aber
nicht angeschlossen wurde.)
Als Substrat dient eine dünne Schicht Blähton und darauf etwa 10 cm Repti-Bark.
Ein Wassernapf für frisches Trinkwasser steht immer bereit.
Das Klima soll eher tropisch sein, daher kamen zu dem Efeu noch zwei große
Pflanzen in das Becken. Pflanzen unterstützen das Klima positiv. Täglich wird
abends mit warmem Wasser gesprüht.
| Bei meinen Geckos handelt es
sich um Ptychozoon kuhlii. Ich halte ein Männchen mit zwei
Weibchen. Die Geschlechter erkennt man an den ausgeprägten
Präanalporen der Männchen. Zusätzlich haben die Männchen beiderseits
der Kloake je einen Hautlappen, die eine Identifizierung ebenfalls
erleichtern. Faltengeckos sind nachtaktiv. Auch die Futterzeiten liegen daher in der Nacht oder am späten Abend. |
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Kurz vor der
Häutung |
Perfekt getarnt ... |
Nahrung: Insekten, Spinnen und Larven; Vitamin- und
Mineralien-Zugaben
Zucht: dazu kann ich noch nichts sagen. Nach der Literatur sollen sie das ganze Jahr über paarungsbereit sein. Es werden immer zwei Eier abgelegt, die an Bäumen oder Ästen angeheftet werden. Wenn möglich sollen die Eier in einen Inkubator überführt werden. Die Aufzucht der Jungen erfolgt unter ähnlichen Haltungsbedingungen wie die der Elterntiere, allerdings sollen die Temperaturen etwas geringer gehalten werden. - Genaueres aber, wenn meine Geckos eines Tages soweit sein werden.
Erfahrungen: meine drei Tiere (DNZ) beziehen zunächst ein kleines Becken, damit sie sich in Ruhe umstellen können und unter Beobachtung sind. Am besten wäre ein reines Quarantäneterrarium gewesen, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt keines frei. (Quarantänebecken enthalten als Substrat Küchenkrepp oder Zeitungspapier und werden nur mit leicht zu reinigenden Gegenständen versehen, also Unterschlupf aus Papprollen oder Kunststoff etc.). Meine Geckos bezogen also ein kleines, mit Kork ausgekleidetes Becken. Neben einem dicken, gut gereinigten Korkast enthielt dieses Becken lediglich noch einen größeren Stein und einen Wassernapf. - Kotproben wurden untersucht und entfielen negativ.
So wurde das oben
beschriebene Terrarium eingerichtet und nach etwa zwei Wochen von den drei
Geckos bezogen. Wie zu erwarten war, sind die Geckos tagsüber in dem relativ
großen Terrarium kaum zu entdecken. Mitunter sitzt einmal eines der Tiere an
den Glaswänden oder hinter der frei stehenden Korkrinde, aber meist sind sie
nicht auszumachen. - Anders ist es abends und nachts ... wenn gefüttert wird
(z. Zt. gibt es mittelgroße Heimchen), schnellen die Faltengeckos aus ihren
Verstecken hervor und erbeuten zielsicher die Futtertiere. Dann scheuen sie sich
nicht und lauern auf den Pflanzen oder am Boden, um das Futter zu packen.
Nach der Fütterung wird dann mit warmem Wasser gesprüht. Die Geckos lecken das
Sprühwasser gern auf. Ein Trinkgefäß steht immer bereit, aber bisher habe ich
sie nicht daraus trinken sehen.
Zum Gleiten kann ich noch nicht viel sagen. Es heißt zwar, sie würden es im Terrarium nicht tun, aber ich meine, sie tun es doch. Zumindest springen sie von einer Wand zu r anderen und es scheint, als würden sie die Hauslappen dabei öffnen. Allerdings geht das Ganze so schnell, daß ich es bisher nicht mit Bestimmtheit sagen kann.