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J

Jacobsonsches Organ: paariges Geruchssinnesorgan im Mundhöhlendach
Juvenes: Jungtiere
juvenil:
jugendlich, noch nicht geschlechtsreif

 

K

Kachexie: starke Abmagerung
kallöse Drüsen:
in Gruppen angeordnete Drüsen auf der Bauchseite und/oder vor der Kloakenöffnung
Kannibalismus: spezielle Form der Ernährung durch Auffressen von Artgenossen
Katalepsie:
Bewegungslosigkeit; vorübergehende Starre
Kategorie:
systematische Rangstufe eines Taxon; taxonomische Kategorie
kaudal:
zum Schwanz hin, nach hinten
Keratopharie:
fressen der eigenen oder einer fremden, abgestoßenen Haut
kg KM: Kilogramm Körpergewicht
Kinetik: Beweglichkeit
Klassifikation: Einordnung in die Systematik
Kloake: Endabschnitt des Darmkanals, in den die Ausführungsgänge der Genital- und Exkretionsorgane einmünden
Kommentkampf: ritueller Kampf ohne Beschädigung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Tieren
konfluierend: zusammenfließend
Konglomerat: Gemisch verschiedener Stoffe
konspezifisch: der selben Art angehörend
Konstriktion: Umschlingen der Beute mit dem Ziel zu töten
konvulsiv: wellenartige, kontrahierend-zuckende Bewegungen
Kopf-Rumpf-Länge: Maß für die Körperlänge von der Schnauzenspitze bis zum After
Kopulation: Kopula; Begattung; Paarung
KRL: Kopf-Rumpf-Länge (Schnauzenspitze bis Kloakenspalt)
kryptisch: anpassen an die Umgebung durch Färbung oder Gestalt

Pfeil

 

L

Labialgrube: Vertiefungen in den Ober- und Unterlippenschildern verschiedener Riesenschlangen, die als Temperatursinnesorgane dienen
lateral: seitlich; an der Seite
Legenot: durch Krankheit oder äußere Umstände bedingte Unfähigkeit reife Eier abzusetzen
Letaltemperatur: Temperatur, die für den Organismus tödlich ist
Letisimulation: s. Akinese
Leukozyten: Weiße Blutkörperchen
Lipoide: fettähnliche organische Substanzen
Lokomotion: Fortbewegung; Bewegung
Loreale: Zügelschild; eine oder mehrere kleine Schuppen zwischen Nasale und Praeoculare
Lorealgrube: auffällige Vertiefungen zwischen Nase und Auge bei den Grubenottern, das als Temperatursinnesorgan dient und Temperaturunterschiede bis zu 0,003°C wahrnimmt

Pfeil


M

Macchie: mediterraner Buschwald aus vorwiegend immergrünen im allgemeinen bis zwei Meter hohen Sträuchern in feuchteren Gebieten z.B. der Wolkenstufe der Küstengebirge; mit zunehmender Trockenheit Übergangsformen zur Garique bildend; oft sekundär durch Waldverwüstung entstanden
Marginalia: Schilder am Rand des Carapax
Maturität: Geschlechtsreife
Maxillare: Oberkieferschild
medial: zur Mitte hin gelegen
median: in der Mitte verlaufend
mediodorsal: in der Mitte des Rückens
Melanismus: Schwarzfärbung; Einlagerung von schwarzen Pigmenten (Melanin)
Mentale: Kinnschild
Metamorphose: Gestaltwandel; Periode der Umwandlung einer Larve zum adulten Stadium
Metaplasie: Umwandlung in minderwertiges Gewebe
Migration: Wanderung; jahreszeitliche oder durch Fortpflanzung bedingte Wanderung
Mimese: Schutzanpassung; Tarntracht
Mimikry: s. Mimese
monophyletisch: von einer Stammform abstammend
monotypisch: nur eine; z.B. monotypische Gattung bedeutet, daß diese nur eine Art hat
monozyklisch: nur eine Fortpflanzung im Jahr
Morphen: unterschiedl. gefärbte Exemplare innerhalb eines Taxon
Mortalität: artspezif. Sterblichkeitsrate
Mortalitätsrate: Sterblichkeitsrate
Muskelrelaxans: Medikament, das zur Muskelenspannung führt
Mykose:
Pilzerkrankung

Pfeil

N

Nackenbiss: Paarungsbiss, wobei das Männchen sich hinter dem Kopf in der Nackenregion des Weibchens verbeißt
nasal: zur Nase gehörig
Nasale: Nasenschild
Nekrose: Gewebezerstörung; abgestorbene Gewebezellen
Neoplasie:
Tumor, Geschwulst, Neubildung
neotropis:
'Neue Welt' erstreckt sich von Mexiko bis Argentinen einschließlich der Antillen
Nervus trigeminus:
5. Hirnnerv der Vertebraten (Wirbeltiere)
neurotoxisch:
auf das Nervensystem wirkende Gifte
niedere Amnioten:
die Reptilien innerh. der obersten Wirbltierklasse; s.auch Amnioten
NN:
Normalnull
nocturn:
nächtlich
Nomenklatur:
Lehre von der Namengebung, Teil der Systematik
nomen substitutum:
Ersatzname
Nominatform: die Unterart, die namentlich mit dem Artnamen identisch ist
nuchal: zum Nacken gehörig

Pfeil


O

Oberlippenschilder: Supralabilia
obligatorisch: unbedingt
Oculare: bei einigen urtümlichen Schlangen das Auge bedeckende Schuppe
Ödem: Wasser- oder Sekretansammlung in der Haut oder in Schleimhäuten
Ökologie: Lehre von den Beziehungen der Organismen untereinander und mit ihrer Umwelt
Ökotypen: Rassen einer Art, die unterschiedl. Standorten angepaßt sind
olfaktorisch: geruchlich, mit Hilfe des Geruchssinns
Omnivoren: Allesfresser
Ontogenese: Entwicklung eines Lebewesens
Oophagie: Eierfressen
Ophiophagie: sich von Schlangen ernähren
opistoglyth: gefurchte Giftzähne, die hinten im Oberkiefer sitzen (Trugnattern)
opportunistische Infektion: Infektion, die nur nach einer Vorschädigung oder einer Schwächung des Immunsystems auftritt
oral: den Mund betreffend
Orbitalbereich: zur Augenregion gehörend
Osteodermen: Hautknochen; Verknöcherung der Haut bei vielen Amphibien und Reptilien z.B. Panzerbildung bei Schildkröten und Krokodilen
Östrogene: Sexualhormone
Oued: Wadi; ausgetrocknetes Flussbett, das nur nach heftigen Regenfällen kurzzeitig Wasser führt
Ovarium: Eierstock
Ovidukt: Eileiter
ovipar: eierlegend; die Ablage  der Eier erfolgt in einem frühen Stadium der Embryonalentwicklung und die weitere Entwicklung der Eier erfolgt außerhalb des Muttertieres
Ovogenese: Entstehung der Eizellen
ovopar: eierlegend
ovovivipar:
die Eier bis zur Schlupfreife im Mutterleib bewahrend; die Jungtiere schlüpfen zum Zeitpunkt der Geburt aus den Eiern
Ovoviviparie: spezifische Form der Viviparie; die Eier werden in einem fortgeschrittenen Stadium abgesetzt, oftmals erfolgt der Schlupf noch während der Eiablage oder unmittelbar danach
Ovulation: Eisprung; ausstoßen eines reifen, befruchtungsfähigen Eies
Oxytocin: Hormon, welches die Eiablage, bzw. die Geburt einleitet
Ozellen: Augenflecke; Form der Körpermusterung

Pfeil

P

Pangäa: vermuteter, riesiger Urkontinent, der bis zum Mesozoikum bestanden haben soll; durch Auseinanderbrechen in zwei Teile entstanden einerseits Amerika und Eurasien, andererseits Südamerika, Afrika, Antarktika, Australien und Indien
Pankreas: Bauchspeicheldrüse
paramedian: seitlich von der Mittellinie
Parameter: veränderliche Messgröße
Parästhesie: anomale Körperempfindungen (z.B. Kribbeln, Taubsein der Haut, Einschlafen der Glieder) bei teilweiser Schädigung sensibler Nervenbahnen
Parietalia: Scheitelschilder; große, meist paarige Schilder auf der Kopfoberseite hinter dem Frontale
Parietalstrich: feine Linie zwischen den Scheitelschildern Frontale
Parthenogenese: Jungfernzeugung; Fortpflanzung ohne Männchen
pathologisch: krankhaft
perennierend: Systeme, z.B. Gewässer, die über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben
Pheromone: Lockstoffe; sie dienen Individuen einer Art
Pholidosis: Beschuppung; wichtige Bestimmungshilfe für den Systematiker
Photoperiode: Wechsel zwischen einer Lichtphase und einer Dunkelphase
Physiologie: Stoffwechsellehre
physiologisch: den normalen gesunden Verhältnissen entsprechend
phytophag: pflanzenfressend
Plastron: Bauchpanzer der Schildkröten
Plazenta: Mutterkuchen, Fruchtkuchen, Grundlage der Embryoernährung
plazentale Viviparie: Entwicklung und Ernährung des Fötus durch den mütterlichen Körper über eine Plazenta oder plazentaähnliches Organ
Pleurodira: Halswender; Begriff für alle Schildkrötenarten, die Kopf und Hals seitwärts unter den Vorderteil des Carapax/Plastron- panzers legen können
pleurodont: Zähne sitzen seitlich am Kiefer
Pneumonie: Lungenentzündung
p.o.: per os, oral, ins Maul geben
poikilotherm: wechselwarme Tiere; Organismen, die ihre Körpertemperatur nicht oder nur wenig bei wechselnder Außentemperatur konstant halten können
Polymorphismus:
Verschiedengestaltigkeit der Individuen einer Art
polytypische Art: eine Art, die in mehrere Unterarten gegliedert ist
polyzyklisch: mehrere Fortpflanzungsperioden im Laufe eines Jahres
Population: alle Individuen einer Art in einem bestimmten Gebiet, die eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden
Postanaldrüse: an der Afterregion befindliche Drüse, die ein meist übelriechendes Sekret absondert; dient der Abwehr von Feinden
Postanalschuppen: hinter dem Kloakenspalt befindliche Schuppen
post mortem: nach dem Tode
Postocularband: Postocularstreifen; Zeichnung (meist als Längsband), die unmittelbar hinter dem Auge beginnt
Postocularia: Hinteraugenschilder; den hinteren Augenrand berührende Schuppen
potentielle Verdunstung: maximale mögliche Verdunstung unter den gegebenen klimatischen Bedingungen
Präanalporen: seitlich am Kloakenspalt befindliche, vergrößerte Drüsen, die bei vielen Arten eine wichtige Rolle bei der Geschlechtserkennung spielen
Präanofemoralporen: Gesamtheit der Präanal- und Femoralporen
Prädator: Räuber, Freßfeind
Prädisposition: besonders ausgeprägte Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten
Präfrontalia: vordere Stirnschilder; zwischen Frontale und Internasalia gelegene, vergrößerte Schuppen
Prämaxillare: Zwischenkieferbein; vor dem Maxillare liegender Knochen des Kopfskeletts
Präocularia: Vorderaugenschilder; den vorderen Augenrand berührende Schuppen
Primärlebensraum: ursprünglicher, vom Menschen unbeeinflusster Lebensraum
prolabieren: austreten des Enddarmes
Prolaps: Darmvorfall
prophylaktisch: vorbeugend, ohne daß bereits Krankheitssymptome erkennbar sind
Prophylaxe: vorbeugende Krankheitsbehandlung
Protandrie: Proterandrie; Reifung der Samenzellen vor der Reifung der Eizellen bei gleichaltrigen Geschlechtspartnern
proteroglyth: vordere, rinnenförmige Giftzähne der Giftnattern (Elapidae) und Seeschlangen (Hydrophiidae) mit meist geschlossener Giftrinne
Ptosis: Heruntersinken des oberen Augenlides infolge einer Muskellähmung oder durch Schädigung des 3.Hirnnervs

Pfeil