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Terrarienbau, 3. Teil


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Die Front besteht aus drei Teilen: den unteren und oberen Abschlußkanten und den Schiebetüren. Die untere Frontleiste wurde eingesetzt und von innen, wie die übrigen Wände auch, mit Fliesenkleber und Fugenmörtel eingearbeitet. Während der Trocknung montierte ich unter die spätere Abdeckplatte (vorn) eine Reptisun UV-B5.0. Als Vorschaltgerät verwende ich, wie in den meisten unserer Terrarien, ein Arcadia-Gerät (außerhalb des Terrariums). Diese Geräte sind sehr zuverlässig und bieten zudem gegen Spritzwasser geschützte Lampenanschlüsse. Die Kabel wurden gekappt und durch jeweilige Bohrlöcher nach oben aus dem Terrarium herausgeführt. Dort wurden sie per Lüsterklemme wieder verbunden, die Klemmen wurden anschließend mit Schrumpfschlauch gesichert. Die Bohrlöcher der Kabeldurchführungen dichtete ich sorgfältig mit Silikon ab. Vor dem Einsetzen der Röhre wurde ein passender Lampen-Reflektor angebracht, um das Licht optimal zu nutzen.

Lüftung Für das Lüftungsgitter in der Abdeckung verwendete ich Lochblech aus Edelstahl, in der Hoffnung, die Futterinsekten würden das dann nicht zum Ausbruch nutzen ... falls doch, konnte ich über die Bleche später noch Alu-Gaze spannen. - Über diesem Gitter wurden zwei HQL-Lampen angebracht, die für Licht und Wärme sorgen würden. Der Beleuchtungstest verlief einwandfrei. Das Lüftungsblech wird nicht heiß, so daß ich, falls nötig, zwischen den Lampen noch eine Abdichtung anbringen kann, falls die nötigen Temperaturen nicht erreicht werden sollten.
Die beiden Frontteile wurden dann mit den Glasführungsprofilen versehen. Diese Arbeit übernahm mein Mann (Zweikomponentenkleber). Da dieser Kleber Epoxyd (giftig) enthält,  wurde die Klebefuge innen mit einer feinen Silikonfalz abgedichtet.

Lüftungsgitter und Lampen

 

bau32 Der gereinigte Wasserteil wurde mit Kies befüllt und die Filteranlage in Betrieb genommen. Ich ließ das Ganze dummerweise über Nacht laufen. So etwas sollten man nicht tun, denn am folgenden Tag hatte ich ein Problem ... Wasserverlust im Teich! Das Wasser hatte sich irgendwo einen Weg nach außen gebahnt ... der Teich selber war zum Test nicht vollständig befüllt gewesen, so daß ein Überlaufen ausgeschlossen war. Der Fehler lag irgendwo im  Bachlauf. 
Alle Übergänge wurden nochmals mit Silikon abgedichtet und es folgte ein erneuter Probelauf. Leider dauerte es nicht lange, und im Teil unterhalb des Berges sickerte wieder Wasser aus der Konstruktion. Ich entdeckte einen Überlauf, der nicht dicht war. Also Silikon entfernen ...  Überlauf ändern ... eine kleine Stufe einbauen ... trocknen lassen ... mit Silikon versiegeln. 

2. Probelauf

In der Wartezeit bekam das Thermo-/Hygrometer seinen Platz und die letzten Tillandsien wurden eingeklebt. Der Kies kam wieder zurück in den Teich und die Aquarienpflanzen, die ich schon vor Tagen besorgt hatte, pflanzte ich endlich ein. Die Wasserheizung und der Wasserfilter (ohne Bachlauf-Anschluß, versteht sich) liefen jetzt bereits im Dauerbetrieb. - Erneuter Test des Wasserlaufes: der Bachlauf war auch nach Stunden (beaufsichtigt!) dicht. Es bildete sich noch ein kleiner Wasseraustritt an der vorderen Ecke, der entweder durch mein Hantieren entstanden war oder durch eine undichte Stelle am Beckenrand. Um das genau festzustellen, wurde die Pumpe wieder ausgeschaltet. Wieder ließ ich alles in Ruhe durchtrocknen  und schaltete vorerst den Wasserlauf nicht mehr zu.

Front Nun folgte der große Moment: die Front wird fest eingebaut und die Scheiben eingesetzt. Mir war das ganze Terrarium noch etwas zu blau und so beklebte die gesamte Außenhaut des Beckens mit Dekor-Folie. Aus einem blauen Styroporkasten entwickelte sich ein schönes Holzterrarium im Buche-Dekor ... 
Alle elektrischen Leitungen wurden angeschlossen und die Beleuchtung per Schaltuhr auf 12 Stunden Brenndauer eingestellt. Die Kabel verlegt ich sorgfältig hinter dem Terrarium, damit nicht später, falls das Becken einmal vorgezogen wurde, eine der Rollen über ein Kabel rollen würde.
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Außen ist das Terrarium 
jetzt fast fertig

Die HQL-Leuchten starten hoch

Durch die vergangenen Wasseraustritte rechnete ich einige Tage Zeit ein, bis die mögliche Wärme im Becken erreicht werden würde (Verdunstungskälte). Am 2. Tag betrug die Lufttemperatur aber bereits 26° C an der Außenwand, mittlere Höhe und im Schattenbereich der Strahler. Die Luftfeuchtigkeit betrug jetzt 60% (ohne aktiven Wasserlauf).

Wassertest Obwohl die großen Pflanzen deutlich Durst hatten, wollte aber zu dem Zeitpunkt weder gießen noch sprühen, da der Wasserteil wieder zur Probe laufen sollte.
Der nun hoffentlich letzte Probelauf des gesamten Wasserteils lief gut! Auch nach 10 Stunden war kein Mangel zu entdecken. So brachte ich vor dem Berg die Terrarienerde ein ... das kleine Biotop wurde immer schöner !
terra37

- erneuter Probelauf des Wasserteiles -

Wasser läuft Teich Alles lief gut und es traten keine neuen Schäden auf.
Tillandsien Endlich - das Terrarium ist fertig. Die Temperaturen hatten sich jetzt auf einen Tageswert von 30° C eingespielt.
Die Luftfeuchtigkeit war noch etwas niedrig. Daher fertigte ich für das obere Lüftungsgitter eine Abdeckung an, die zwischen die Lampen gelegt wurde. So erhöhten sich die Werte und mit zusätzlichem täglichen Sprühen sollte es optimal sein. 

Becken ist fertig

Das Wasser im Teich hielt konstant 26°C, also auch so, wie es sein sollte. Genau werden die Daten sicher erst messbar werden, wenn das Becken mindestens vier Wochen läuft. 
In einigen Monaten werden wir eine elektronische Klimaregelung installieren, aber dazu dann zu gg. Zeit mehr ...

Bewohner sind da

Der größte Augenblick: die Basilisken zogen ein. Neugierig blieben sie erst einmal sitzen und schauten sich lange ihre neue Umgebung an. Dann ging es vorsichtig auf Erkundungstour. 

Der Stirnlappenbasilisk oben links hat den Platz dort in Beschlag genommen, die beiden anderen Basilisken sitzen tagsüber sehr gern oben in den Bromelien. Sie nutzen die Äste zum Klettern und sonnen, aber auch über die raueren Wände huschen sie gern nach oben. - Der Bachlauf wird von den kleinen Leguanen für Spaziergänge und zum Trinken genutzt!
Meine Bedenken hinsichtlich Futterinsekten und Flucht aus dem Lüftungsgitter haben sich bisher nicht bewahrheitet. Etwa in 1m Höhe stürzen die Insekten ab und fallen herunter an die Erde.

 

 

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© R. Kohlmeyer 2001 - 2004

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