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Terrarienbau, 2. Teil


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Bau15 Inzwischen wurde der Wasserlauf nochmals mit Fliesenkleber eingestrichen und die Rückwand wurde weitergestaltet. Der obere Bereich des Berges wurde mit Fugenmörtel eingestrichen und muß nun trocknen. Der Mörtel nimmt ganz gut Unebenheiten des Untergrundes weg und läßt sich sehr leicht verarbeiten.
Die rechte Seitenwand wurde im hinteren Bereich mit hellem Fugenmörtel eingestrichen.
Inwieweit dieser Anstrich ausreichend ist, zeigt sich erst nach dem Aushärten.
bau16 Die Folie liegt jetzt im Becken und der Teichboden wurde mit Fliesenkleber geglättet. Damit die Folie besser sitzt, muß der Boden nun erst wieder trocknen bevor die Seiten des Wasserteils bearbeitet werden können.
Der Berg beginnt zu trocknen und die unterste Schicht des Ufers ist nun auch vorbereitet. - Die Vertiefung in der Mitte des rechten Fotos soll wieder zum Bepflanzen frei bleiben.
Die nächsten Schritte werden die Seiten des Wasserbeckens und die Fortsetzung des Bachlaufes sein. Aber leider vergehen sehr viele Stunden mit der immer wieder notwendigen Trocknungszeit.
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Nebenbei habe ich schon die letzten drei Teile für den Bach vorbereitet und auch die Auflagen für den dicken Bambus sind fertig. In den Bambus habe ich drei Öffnungen gesägt, in die dann die Epiphyten gesetzt werden. Der erste kleine Blumentopf ist ebenfalls bereits in die Rückwand gebaut. Wäre der Teich nun endlich fertig, könnte man das Ende des Tunnels absehen ... 

bau19 Simon (aus dem Chat) gab mir den Tipp, lieber den Wasserteil aus Glas zu kleben, da die Fliesenkleberkonstruktionen selten wasserdicht sind. Tja, ich hatte doch die Folie drunter ... drunter, eben. Und die Seiten? Es wollte und wollte nicht halten, trotz Stufen, die ich eingebaut hatte.  Das Trocknen ging auch nur langsam (sehr langsam) voran... bau18
Wasserteil Berg mit Wasserlauf

Ich saß hier am Rechner und las ein wenig in den Mails, da kam die Idee! Warum nicht das Unterteil eines großes Rattenkäfigs nehmen? Wieso war ich nicht gleich darauf gekommen? Die Dinger standen hier 'rum (natürlich immer im Wege) und wurden nicht gebraucht ... das war's! Teil genommen, abgewaschen, Größe getestet ... es passte fast genau. Die Seiten und Übergänge meines Bauwerks waren natürlich abgerundet, das Kunststoffteil gerade, aber die Gesamtgröße war gleich. Also an die Arbeit und einpassen. Kanten mußte ich begradigen und die Stufen wegnehmen, damit die Wanne hineinpasste.

Abriss Dabei bekam ich immer mehr ein komisches Gefühl ... zuerst löste sich die Vorderseite meines Teiches ab. Klar, den hatte ich erst vor zwei Tagen angeklebt ... dann bemerkte ich hier feuchten Kleber hier ...  feuchten Kleber dort. Nun wollte ich es wissen und sägte die gesamte Vorderkante heraus. Das Teil hatte ich vor nunmehr einer Woche (!) eingebaut. Siehe da, auch hier war der Spezialkleber noch nass! Es war zwar schwer, das Styroteil zu lösen, aber was wäre passiert, hätte ich in diesen Teich Wasser gegeben?  bau22

Der Wasserteil ist entfernt

Langer Rede kurzer Sinn: ich riss den gesamten Aufbau raus und setze die große Kunststoffwanne ein. Wenigstens war der Wasserteil nun ganz sicher dicht!

Die Seiten werden neu aufgebaut und an den Berg angeglichen

Nachdem die neue Konstruktion trocken war, konnten die Terrarienwände (links und Rückwand) mit Fugenmörtel bestrichen werden, um sie gegen Feuchtigkeit zu schützen. Vorher wurde das dicke Bambusrohr nochmals eingepasst. 

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Um die Scheiben passend zu bestellen, machte ich mir nun Gedanken über die endgültige Höhe der Front-Platten oben und unten. Unten sollte eine Lüftungsfläche eingelassen werden. Bei der Stabilität der Styrofoam-Platten kein Problem. Ich sägte mit eine Platte zu - Gesamtbreite und eine Höhe von 25cm. Der Lüftungsschlitz kam auf die rechte Seite (links war ja der Wasserteil). Ich sägte die Lüftungsfläche vorsichtig aus. Das ausgesägte Mittelteil blieb dabei unbeschädigt. Dies sollte später, bei evtl. zuviel Belüftung, wieder von außen einsetzbar sein. Von innen klebte ich mit Fliesenkleber dann Fliegengaze (Metall) vor die Öffnung. 

Der Bachlauf ist fast fertig
Berg und Rückwand trocknen, 
daher die vielen 'Flecken'

Nach dem vollständigen Trocknen wurde die Kante der Platte zum Übergang der Gaze mit Silikon stabilisiert. Die Klebewulst muß dabei klein bleiben, damit das Teil zur Regulierung der Lüftung noch gut paßt.

Wasserlauf Nebenbei stellte ich den Bachlauf fertig. Das fehlende Stück (der weiße Klecks oben auf den Fotos) sollte ein kleines Auffangbecken werden, in das ich  später eine Pflanze setzen wollte, die gern 'nasse Füße' hat. Dazu sollte eine kleine Plastikschale dienen. Entsprechend dem Wasserlauf wurde ein Ausschnitt etwa 1cm über dem Boden gemacht. Die Schale wurde dann von innen mit Steinen beklebt und außen mit Kokosmatte bzw. Fugenmörtel der Umgebung angepasst.
Dann folgte der Probelauf für den Bachlauf. Es funktionierte ausgezeichnet, lediglich an einer Stelle schwappte das Wasser über die Ufer. Hier erhöhte ich die Bachkante mittels Styropor-Fliesenkleber-Stein und Fugenmörtel.
Die Heizung für den Wasserteil und der Wasserfilter bekamen ihren Platz, die elektrischen Leitungen wurden nach außen verlegt. Die Löcher für die Kabeldurchführungen dichtete ich mit Silikon ab, der nach dem Trocknen mit Fugenmörtel 'getarnt' wurde. Anschließend setzte ich den dicken Bambus ein. Auch dieser wurde zur Sicherheit nochmals mit Silikon an den Wänden befestigt.
Jetzt konnten die ersten Pflanzen eingesetzt werden. Im Bambus probierte ich zunächst aus, welche der Blumen am besten passen würde.
Linke Ecke
fast fertig Allmählich nahm die ganze Sache richtig Form an. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, ließ ich das ganze Terrarium nun für zwei Tage trocknen. Die Zeit nutzte ich zum Aufräumen und ich muß sagen, daß es kaum Abfall gegeben hatte. Natürlich wanderten größere Styro-Reste nicht in den Müll sondern wurden für spätere Terrarienbauten aufgehoben. An dieser Stelle möchte ich auch einmal erwähnen, daß Styropor beim sägen kaum 'Schmutz' macht. Es fällen nicht mehr 'Späne' an, als beim Sägen von Holz. Allerdings sind die Styro-Krümel statisch aufgeladen und man hat sie immer wieder an der Kleidung haften ...

Das Terrarium macht schon einen ganz sympathischen Eindruck, finde ich...

 

bau30 Die ursprünglich geplanten Bambusstäbe und Obstbaumzweige ließ ich weg, statt dessen brachte ich einige Zweige der Korkenzieherhasel ein. Diese Zweige machten sich prächtig in dem Terrarium! Alle Zweige wurden mit Silikon gegen Sturz und Verrutschen gesichert.
Weitere Pflanzen wurden eingesetzt und auch die Tillandsien fanden ihre Plätze. - Tillandsien sind tropische Pflanzen, die auf Bäumen leben. Man bekommt sie häufig in Gartenmärkten, bei uns allerdings nicht. 

bau31

Ich konnte aber auf der Börse in Hamm welche erstehen (viel zu teuer, wie mir Freunde versicherten ... naja, ich war trotzdem stolz...). Sie werden mit Silikon an Zweigen, Kork oder direkt auf die Wände geklebt. Dort bilden sie dann kleine Wurzeln und verzweigen sich selbst weiter. 

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© R. Kohlmeyer 2001 - 2004

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