Terrarienbau, 2. Teil
(Alle Fotos dieser Seite sind
per Mausklick vergrößerbar)
 |
Inzwischen wurde
der Wasserlauf nochmals mit Fliesenkleber eingestrichen und die
Rückwand wurde weitergestaltet. Der obere Bereich des Berges wurde mit
Fugenmörtel eingestrichen und muß nun trocknen. Der Mörtel nimmt ganz
gut Unebenheiten des Untergrundes weg und läßt sich sehr leicht
verarbeiten.
Die rechte Seitenwand wurde im hinteren Bereich mit hellem Fugenmörtel
eingestrichen. Inwieweit dieser
Anstrich ausreichend ist, zeigt sich erst nach dem Aushärten. |
 |
Die Folie liegt jetzt im
Becken und der Teichboden wurde mit Fliesenkleber geglättet. Damit die Folie
besser sitzt, muß der Boden nun erst wieder trocknen bevor die Seiten
des Wasserteils bearbeitet werden können.
Der Berg beginnt zu trocknen und die unterste Schicht des Ufers ist nun
auch vorbereitet. - Die Vertiefung in der Mitte des rechten Fotos soll
wieder zum Bepflanzen frei bleiben.
Die nächsten Schritte werden die Seiten des Wasserbeckens und die
Fortsetzung des Bachlaufes sein. Aber leider vergehen sehr viele Stunden
mit der immer wieder notwendigen Trocknungszeit. |
 |
Nebenbei habe ich schon die letzten
drei Teile für den Bach vorbereitet und auch die Auflagen für den dicken
Bambus sind fertig. In den Bambus habe ich drei Öffnungen gesägt, in die dann
die Epiphyten gesetzt werden. Der erste kleine Blumentopf ist ebenfalls bereits
in die Rückwand gebaut. Wäre der Teich nun endlich fertig, könnte man das Ende des
Tunnels absehen ...
 |
Simon (aus dem Chat) gab mir den
Tipp, lieber den Wasserteil aus Glas zu kleben, da die
Fliesenkleberkonstruktionen selten wasserdicht sind. Tja, ich hatte doch die
Folie drunter ... drunter, eben. Und die Seiten? Es wollte und wollte nicht
halten, trotz Stufen, die ich eingebaut hatte. Das Trocknen ging auch nur
langsam (sehr langsam) voran... |
 |
| Wasserteil |
|
Berg mit
Wasserlauf |
Ich saß hier am Rechner und las ein wenig in den Mails, da kam die Idee! Warum
nicht das Unterteil eines großes Rattenkäfigs nehmen? Wieso war ich nicht
gleich darauf gekommen? Die Dinger standen hier 'rum (natürlich immer im Wege)
und wurden nicht gebraucht ... das war's! Teil genommen, abgewaschen, Größe
getestet ... es passte fast genau. Die Seiten und Übergänge meines Bauwerks waren natürlich abgerundet, das
Kunststoffteil gerade, aber die Gesamtgröße war gleich. Also an die Arbeit und
einpassen. Kanten mußte ich begradigen und die Stufen wegnehmen, damit die
Wanne hineinpasste.
 |
Dabei bekam ich immer mehr ein komisches Gefühl ... zuerst löste sich die
Vorderseite meines Teiches ab. Klar, den hatte ich erst vor zwei Tagen angeklebt
... dann bemerkte ich hier feuchten Kleber hier ... feuchten Kleber dort.
Nun wollte ich es wissen und sägte die gesamte Vorderkante heraus. Das Teil
hatte ich vor nunmehr einer Woche (!) eingebaut. Siehe da, auch hier war der
Spezialkleber noch nass! Es war zwar schwer, das Styroteil zu lösen, aber was
wäre passiert, hätte ich in diesen Teich Wasser gegeben? |
 |
|
Der Wasserteil ist
entfernt |
Langer Rede kurzer
Sinn: ich riss den gesamten Aufbau raus und setze die große Kunststoffwanne
ein. Wenigstens war der Wasserteil nun ganz sicher dicht! |
Die Seiten werden neu
aufgebaut und an den Berg angeglichen |
Nachdem die neue Konstruktion
trocken war, konnten die Terrarienwände (links und Rückwand) mit Fugenmörtel
bestrichen werden, um sie gegen Feuchtigkeit zu schützen. Vorher wurde das
dicke Bambusrohr nochmals eingepasst.
 |

|
Um die Scheiben passend zu bestellen, machte ich mir nun
Gedanken über die endgültige Höhe der Front-Platten oben und unten. Unten
sollte eine Lüftungsfläche eingelassen werden. Bei der Stabilität der
Styrofoam-Platten kein Problem. Ich sägte mit eine Platte zu - Gesamtbreite und
eine Höhe von 25cm. Der Lüftungsschlitz kam auf die rechte Seite (links war ja
der Wasserteil). Ich sägte die Lüftungsfläche vorsichtig aus. Das ausgesägte
Mittelteil blieb dabei unbeschädigt. Dies sollte später, bei evtl. zuviel
Belüftung, wieder von außen einsetzbar sein. Von innen klebte ich mit
Fliesenkleber dann Fliegengaze (Metall) vor die Öffnung. |
Der Bachlauf
ist fast fertig
|
Berg
und Rückwand trocknen,
daher die vielen 'Flecken' |
Nach dem
vollständigen Trocknen wurde die Kante der Platte zum Übergang der Gaze mit
Silikon stabilisiert. Die Klebewulst muß dabei klein bleiben, damit das Teil
zur Regulierung der Lüftung noch gut paßt.
 |
Nebenbei stellte ich den Bachlauf
fertig. Das fehlende Stück (der weiße Klecks oben auf den Fotos) sollte ein
kleines Auffangbecken werden, in das ich später eine Pflanze setzen wollte, die gern
'nasse Füße' hat. Dazu sollte eine kleine Plastikschale dienen. Entsprechend
dem Wasserlauf wurde ein Ausschnitt etwa 1cm über dem Boden gemacht. Die Schale
wurde dann von innen mit Steinen beklebt und außen mit Kokosmatte bzw.
Fugenmörtel der Umgebung angepasst.
Dann folgte der Probelauf für den Bachlauf. Es funktionierte
ausgezeichnet, lediglich an einer Stelle schwappte das Wasser über die
Ufer. Hier erhöhte ich die Bachkante mittels
Styropor-Fliesenkleber-Stein und Fugenmörtel. |
Die Heizung für den Wasserteil und der
Wasserfilter bekamen ihren Platz, die elektrischen Leitungen wurden nach außen
verlegt. Die Löcher für die Kabeldurchführungen dichtete ich mit Silikon ab,
der nach dem Trocknen mit Fugenmörtel 'getarnt' wurde. Anschließend setzte ich
den dicken Bambus ein. Auch dieser wurde zur Sicherheit nochmals mit Silikon an
den Wänden befestigt.
Jetzt konnten die ersten Pflanzen eingesetzt werden. Im Bambus probierte
ich zunächst aus, welche der Blumen am besten passen würde. |
 |
 |
Allmählich nahm die ganze Sache richtig Form an. Um
bösen Überraschungen vorzubeugen, ließ ich das ganze Terrarium nun für zwei
Tage trocknen. Die Zeit nutzte ich zum Aufräumen und ich muß sagen, daß es
kaum Abfall gegeben hatte. Natürlich wanderten größere Styro-Reste
nicht in den Müll sondern wurden für spätere Terrarienbauten
aufgehoben. An dieser Stelle möchte ich auch einmal erwähnen, daß
Styropor beim sägen kaum 'Schmutz' macht. Es fällen nicht mehr
'Späne' an, als beim Sägen von Holz. Allerdings sind die Styro-Krümel
statisch aufgeladen und man hat sie immer wieder an der Kleidung haften
...
Das Terrarium macht schon einen ganz sympathischen
Eindruck, finde ich... |
 |
Die ursprünglich geplanten
Bambusstäbe und Obstbaumzweige ließ ich weg, statt dessen brachte ich
einige Zweige der Korkenzieherhasel ein. Diese Zweige machten sich
prächtig in dem Terrarium! Alle Zweige wurden mit Silikon gegen Sturz
und Verrutschen gesichert.
Weitere Pflanzen wurden eingesetzt und auch die Tillandsien fanden ihre
Plätze. - Tillandsien sind tropische Pflanzen, die auf Bäumen leben.
Man bekommt sie häufig in Gartenmärkten, bei uns allerdings
nicht. |

|
| Ich konnte aber auf
der Börse in Hamm welche erstehen (viel zu teuer, wie mir Freunde
versicherten ... naja, ich war trotzdem stolz...). Sie werden mit Silikon
an Zweigen, Kork oder direkt auf die Wände geklebt. Dort bilden sie dann
kleine Wurzeln und verzweigen sich selbst weiter. |
- hier
geht's weiter -
|
Immer
aktuell: die Gebraucht-Börse
für gebrauchte Terrarien und Zubehör
|
|
|
© R.
Kohlmeyer 2001 - 2004 |
 |