Allgemeines zu Börsen/Messen/Ausstellungen


Was erwartet den Besucher? Eine Menge an verschiedenen Reptilien, Insekten und Spinnentieren werden zu sehen sein. Man sollte seine Erwartungen aber nicht zu hoch ansetzen, denn die Artenvielfalt, die man sich evtl. vorstellt, ist nicht immer zu sehen.
Etwas verwundert bin ich persönlich immer, wie viele Leute Berge an Zubehör kaufen. Ratsam ist es wirklich, sich vorher zu informieren, wie die Preise im Laden sind. Ich habe bisher kaum einen Artikel gesehen, der auf einer Börse preiswerter ist als im Laden. Meistens sind die Zubehöre sogar deutlich teurer als im Fachhandel! Da lohnt sich die Schlepperei wirklich nicht. Allerdings gibt es auf so einer Veranstaltung manchmal Sachen, die man in seinem Zooladen nicht findet.
Was jedoch interessant sein kann, sind die Stände mit der Literatur. Auf einer Börse kann man sehr oft auch ausländische Bücher finden, die sonst schwierig zu erhalten sind.

Lohnt sich ein Besuch? Das muß jeder für sich entscheiden. Ein Besuch lohnt sicher, wenn man sich nebenher mit Gleichgesinnten trifft. Viele Besucher verknüpfen den Börsenbesuch mit einem Treffen und Gesprächen mit Bekannten und Freunden. Besonders durch das Internet ist die Welt klein geworden, und wenn man sich bereits aus unzähligen Postings bekannt ist, liegt es nahe, sich auf einer Börse wie der in Hamm zum Beispiel, zu treffen, um sich persönlich kennen zu lernen.

Kann man dort Tiere kaufen? Ja, man kann. Man sollte es sich aber gut überlegen. Wer einen guten Blick und die nötige Erfahrung hat, kann dort sicher ein Tier erwerben. Wer sich unsicher ist, sollte immer die Unterstützung erfahrener Leute in Anspruch nehmen. Zu leicht kann man im Trubel Mängel übersehen und zu Hause dann sehr enttäuscht werden.
Oft wird bereits im Vorfeld Kontakt zu den Züchtern aufgenommen und man trifft sich in Hamm zwecks Begutachtung und Übergabe des betreffenden Tieres. Selbstverständlich ist das bei den Veranstaltern nicht gern gesehen, aber ...

Was ist mit Spontankäufen? Ich denke, jeder kommt einmal in Versuchung ... So ganz frei sind wir sicher alle nicht davon, bei einem langersehnten Traum zuzuschlagen. Die beste Vorbeugemaßnahme ist, kein überschüssiges Geld mit auf die Börse zu nehmen. Ansonsten ist es wohl menschlich, auch einmal schwach zu werden. Unter den besonderen Voraussetzungen ausgewählt, kann man selbstverständlich mit einem Spontankauf sehr glücklich werden. Aber ein wenig nachdenken und vielleicht noch drei Runden um die Halle drehen - hilft manchmal auch, den Kopf wieder frei zu bekommen ...

Sollte man 'Rettungskäufe' tätigen? Die Börsenbetreiber bemühen sich sehr intensiv darum, daß die Aussteller sich an die Börsenordnung halten. Dennoch lassen sich 'schwarze Schafe' nicht immer vermeiden. Sieht man schlecht untergebrachte oder gar kranke Tiere, sollte man diese niemals kaufen! Kranke Tiere können den eigenen Bestand gefährden und außerdem erwarten einen unendliche Kosten (Tierarzt, separate Unterbringung, intensive Pflege), die leicht ins Unermessliche gehen. - Was am schlimmsten ist: man ermutigt Verkäufer, auch weiterhin schlechte Tiere anzubieten (die werden schon gekauft, irgend ein Dummer findet sich schon...). Also immer die Finger weg von nicht einwandfreien Tieren!

Wie transportiert man denn so ein Tier sicher nach Hause? Wer wirklich auf einer Börse ein Tier kaufen will, sollte sich vorher Gedanken machen. Eine vorgewärmte Styropor-Box im Kofferraum tut gute Dienste. Vom Stand selber muß man das entsprechende Verpackungsmaterial selbstverständlich auch bekommen. So gehören Jungschlangen in kleine sichere Dosen, die gut schließen und größere Exemplare transportiert man grundsätzlich im sog. Schlangensack. - Echsen werden in entsprechenden Dosen/Boxen verwahrt. Diese sollten ausreichend Platz bieten, damit das Tier ausgestreckt liegen kann, jedoch nicht zu groß, um ein unnötiges herumkriechen zu vermeiden. 
Ein Anbieter soll solche Behältnisse in ausreichender Anzahl vorrätig haben, ohne Aufpreis versteht sich! Die Schlange im Sack ist dann sicher zu deponieren. Es gibt dafür immer Sammelstellen, wo sie abgegeben und beim Verlassen der Börse dann abgeholt werden können.
Besonders im März ist darauf zu achten, daß die Tiere auf dem Weg von den Ausstellungshallen bis zum eigenen Auto keiner kalten Luft ausgesetzt werden.

 

 

eMail

© R. Kohlmeyer 2001 - 2004

Pfeil