Wollmäuse sind eine langhaarige Variante der Farbmäuse, allerdings mit einigen anderen Verhaltensweisen. Die Tiere werden etwas größer als Farbmäuse und haben ein anderes Freßverhalten. Ihnen reicht das Mäusefutter nicht aus, sie benötigen Zusätze wie Sonnenblumenkerne, Nüsse und Sämereien. Auch benötigen sie täglich Grünfutter. Gelegentlich Mehlwürmer oder auch kleine Insekten werden gern genommen. Das läßt auf einen höheren Bedarf an Eiweiß schließen.
Die Trächtigkeit beträgt wie
bei den Farbmäusen 21 Tage. Auch die Wollmauskinder werden nackt geboren.
Das Fell entwickelt sich gleich wie bei den Farbmäusen. Lediglich die
Selbständigkeit erreichen die Wollmäuse später, so daß ich meinen Nachwuchs
immer 4-5 Wochen bei den Müttern ließ.
Wollmäuse sind sehr aktiv und eigentlich ständig unterwegs. Ein Laufrad im
Käfig tut hier gute Dienste. Andererseits bauen sie noch gemütlichere Nester
als ihre Farbmausverwandten. Gern nutzen sie Heu zum Nestbau, das bei ihnen auch
nicht so leicht verschmutzt wird. Man kann ein Heunest also getrost längere
Zeit im Häuschen belassen.
Alles Weitere, wie Käfig und Ausstattung weicht von den Farbmäusen nicht ab.
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© R. Kohlmeyer 1999 - 2007 |