Sinai-Stachelmaus (Acomys
dimidiatus)
Bericht
und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht
gestattet
Die Sinai-Stachelmaus (Acomys
dimidiatus) lebt in den Savannen, Wüsten und Halbwüsten der
Sinai-Halbinsel: Israel, Jordanien, Libanon, Syrien und der Arabischen
Halbinsel.
Die Fellbarbe ist grau- bis goldbraun, der
Bauch weiß. Diese Dämmerungs- und nachtaktiven Stachelmäuse erreichen eine
Körpergröße (Kopf-Rumpflänge) von 7-15 cm und eine Schwanzlänge von 5-12
cm.
Ernährung: Sämereien, frisches Grünfutter und tierische Kost.
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Terrarienhaltung:
entweder zwei Weibchen
oder Gruppen von einem Männchen und mehreren Weibchen im Terrarium oder
umgebautem Aquarium mit mind. 60x30x30 cm (LxBxH) für zwei Tiere. Bei
Gruppenhaltung muß das Terrarium entsprechend größer sein.
Die
Einrichtung besteht aus Kleintierstreu, Wurzel, Ästen, Korkröhren und
Steinaufbauten. Heu zum Nestbau sollte man zusätzlich anbieten. Ein
Wärmestrahler (Spot) über einer Steinplatte ist empfehlenswert, da die
Stachelmäuse sehr wärmebedürftig sind. |
| Futter:
das Grundfutter ist ein Gemisch aus
handelsüblichem Hamster-, Wellensittich- und Waldvogelfutter (zu gleichen
Teilen). Die Stachelmäuse neigen zum schnellen Verfetten, daher keine
Sonnenblumenkerne, keine Nüsse und kein Papageien- und Großsittichfutter
verfüttern! - Zu den Sämereien gibt es täglich div. Gemüse und/oder Obst
(Karotte, Zucchini, Gurke, Chinakohl, Birnen, Äpfel und Trauben). Um den
Stachelmäusen genügend tierisches Eiweiß zuzuführen, bietet man
Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Schaben, Zophobas, getrocknete Garnelen
und gekochtes Ei an. - Trinkwasser muß immer zur Verfügung stehen
(Tränkflasche oder Wassernapf). |
Zucht: Die
Sinai-Stachelmäuse lassen sich relativ gut nachzüchten. Die Tragzeit beträgt
35 Tage. Es werden 1-4 Junge geboren, die nach ca. 2 Wochen (Nestflüchter)
selbstständig sind. Mit einem Alter von 3-4 Monaten tritt die Geschlechtsreife
ein.
Sinai Stachelmäuse bzw. alle Stachelmausarten sind sehr interessante Pfleglinge, bedingt durch ihr optisches Erscheinungsbild, wie auch ihr
ausgesprochen einzigartiges Sozial- und Gruppenverhalten.
Beim Erwerb, ist darauf zu achten, Tiere aus möglichst friedfertigen Stämmen zu bekommen, da einige Vertreter dieser Art, ein sehr hohes
Agressionspotential gegenüber ihrem Pfleger aufweisen!
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© R.
Kohlmeyer 2004-2007 |
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