Zunächst muß die Platzfrage geklärt sein. Eine gute Möglichkeit bietet eine freie Wand oder gar eine Nische. Wir hatten das Glück, eine Nische nutzen zu können. Wir wollten etwas bauen, was pflegeleicht und praktisch sein sollte, gleichzeitig aber auch gut aussieht.
Material: Kunststoff-beschichtete Spanplatte und beschichtete Hartfaserplatte (Schrankrückwand), auf Maß im Baumarkt zugesägt. Holzdübel, Holzleim (wasserbeständig) und Schrauben. Dachlatten oder Kantholz für das Rahmengestell. Gleitschiene für die Türen, Glas oder Plexiglas und Silikon (auf Essigsäurebasis).
Unsere Wand sieht folgendermaßen aus: Breite 200cm, Tiefe 40cm, es sind drei Reihen Boxen entständen. Jede Reihe ist in vier Boxen aufgeteilt von 2x60cm und 2x40cm. Also sind es insgesamt zwölf Boxen. Die unterste ist in etwa 80cm vom Boden, damit eine Bedienung leicht möglich ist.
Zunächst wurden die Hartfaserplatten an
die Wände gedübelt (Rückwand und die jeweiligen Mauern der Nische). Dann
wurde aus der Dachlatte ein Rahmen gefertigt, der die spätere Konstruktion
tragen sollte. Dieser Rahmen wurde fest mit der Wand verschraubt. Unter die
vordere Leiste überlegten wir, später evtl. ein Bein zu montieren.
Auf diesen Rahmen kam die erste Bodenplatte, die Kanten (außer Vorderkante) mit
Holzleim eingestrichen. Da diese Platte bei unserer Wand sehr stramm saß,
verzichteten wir auf Schrauben. Ansonsten sollte man aber zusätzlich mit
Schrauben sichern.
Nun wurden die Markierungen für die Trennwände
vorgenommen. Ich habe hier die Maße 40 - 60 - 60 - 40 cm gewollt, also wurden
in den entsprechenden Abständen die Bohrungen für die Holzdübel vorgenommen.
Die Trennwände wurden ebenfalls mit den Bohrungen versehen. Die Holzdübel, mit
Holzleim versehen, eingesetzt, die Trennwände an Unterkante und rückwärtiger
Kante ebenfalls mit Holzleim eingestrichen und eingesetzt.
Nun hatten wir eine Bodenplatte auf Gerüst ruhend, auf der drei Trennwände standen. Die zweite Bodenplatte sollte folgen. Dazu mußten aber erst die Bohrungen für die Holzdübel vorgenommen werden. Sowohl in die obere Kante der Trennwände als auch in die Bodenplatte. Dies muß sehr sorgfältig geschehen, damit alles passt. Sobald die zweite Bodenplatte eingesetzt war, sicherten wir alle Trennwände nochmals durch Schrauben, die jeweils von unten und oben gesetzt wurden.
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Auf diese Weise entstanden
auch Etage zwei und drei. Wir ließen das Ganze trocknen. Jetzt wurden
alle Innenfugen sorgfältig mit Silikon verstrichen. Es befand sich nun
ein 'offenes Regal' an der Wand. Weiter ging es mit dem Bau: um die
Fronten zu fertigen, setzten wir schmale Streifen der Spanplatten ein.
Bei unserer Wand also 200cm lang und 12cm hoch. Diese Streifen sollten
die Blenden und Türträger werden. Sie wurden vor die Boxen geschraubt, und zwar so, daß jeweils noch 2cm in die darunter liegende Reihe ragte. |
| Selbstverständlich
wurde neben Schrauben wieder Holzleim eingesetzt. Auf die Ober- und
Unterkanten der Blendleisten montierten wir die Gleitschienen für die
Türen. Jetzt kam für die Front zur Abdichtung wieder Silikon zum
Einsatz. Eine etwas mühsame Sache, da der Zugang nicht mehr so frei
ist, aber es geht. Abschließend die Türen. Wir benutzen Plexiglas, daß zwei Reihen länglicher Lüftungsschlitze aufweist. Das Plexiglas hat sich bis heute bestens bewährt. - Selbstverständlich kann man auch Glas nehmen, wenn man einen entsprechenden Lüftungsausschnitt vorsieht, der dann mit Gaze zu bespannen ist. Die Türen werden eingesetzt und die Boxenwand ist bezugsfertig. |
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© R. Kohlmeyer 1999 - 2007 |