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Eines zu Beginn: Hier geht es um Nager - Haltung und Zucht |
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Ob diese Nager dann als Liebhabertiere oder als Futtertiere Verwendung finden, |
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Die Haltung von Farbmäusen |
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Als Farbmäuse bezeichnet man die
'normalen' bekannten Mäuse, wie sie wohl jeder aus seinem Zoohandel kennt.
Dabei spielt die Farbe keine Rolle, auch eine weiße Maus ist eine Farbmaus. Die
Farbmaus erreicht eine Gesamtlänge von 15-19cm, davon entfallen ca. 8-10cm auf
den Schwanz. Sie erreicht ein Gewicht von 40-60g und erreicht ein Alter von 3
Jahren. |
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| Geschichtliches: vermutlich sind Mäuse seit mehr als 6000 Jahren bekannt. Sie wurden seit jeher sowohl gehasst als Schädlinge und gleichzeitig mystifiziert. Zu Zeiten Alexander des Großen züchtete man weiße Mäuse in Tempeln, weil man die Tiere verehrte und in China versprachen sich die Priester mit Hilfe von weißen Mäusen besondere Fähigkeiten zu Weissagungen. In Japan widmete man sich der Zucht von gescheckten Tierchen. Später begann man in Amerika mit der Mäusezucht, die sich dann nach Europa ausbreitete. | ||
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| So, damit genug der Geschichte, widmen wir uns den Tieren - deren Haltung. Bevor man sich eine Maus anschafft (das heißt, ein Einzeltier sollte man nie halten, Mäuse leben im Sippenverband), geht es um den richtigen Käfig. Für die Liebhaberhaltung hält der Handel spezielle Käfige bereit, die etwa die Maße von 42cm x 27 cm x 18 cm (LxBxH) aufweisen. Wenn Du die Auswahl haben solltest, wähle einen Käfig mit mehr Höhe, Mäuse klettern gern. Diese Käfige bestehen aus einer Art Kunststoffwanne und einem Drahtgitter-Oberteil. Die beiden Käfigteile werden miteinander durch Hakenlaschen verbunden. Es ist unbedingt darauf zu achten, daß der Abstand der Gitterstäbe zueinander nicht mehr als 5-6 mm beträgt, damit die Mäuse und deren Jungtiere nicht entwischen können. |
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| Die Unterbringung kann durchaus auch in einem ausrangierten Aquarium erfolgen. Es muß nur eine gute Luftzirkulation gewährleistet sein. Deshalb bastelt man sich eine Abdeckung mit Drahtgeflecht oder Fliegengaze (Metall). Diese Abdeckung sollte zu verriegeln sein, damit sich die kleinen Freunde nicht auf und davon machen. Der Käfig muß an einem ruhigen, zugfreien Ort stehen. Die Tiere sollten keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, also den Käfig bitte nicht auf die Fensterbank stellen. Die Luftfeuchtigkeit darf nicht sehr hoch sein in dem Aufstellungsraum (weder Küche noch Bad). Mäuse vertragen keine Feuchtigkeit! Richtig liegt man, wenn man sich selbst in dem Raum wohl fühlt. | |
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Die
Einstreu
besteht
aus der handelsüblicher Kleintierstreu. Eine Schicht von 2-3 cm
aufgelockerter Streu wird in den Käfig eingebracht. - Möglich ist es
auch, die Biostreu aus gepresstem Stroh zu verwenden. Diese Streu ist
etwas teurer, aber für den 'kleinen' Bedarf durchaus eine Überlegung
wert. Weiter wird ein Schlafhäuschen bereit gestellt. Gute Erfahrungen habe ich mit den einfachen Hamsterhäuschen aus Holz gemacht. Sie haben eine Größe von etwa 10cm x 11cm x 11cm. Keine Angst vor Holz - bei richtiger Fütterung werden die Häuschen nicht zernagt. Ich habe diese Schlafzimmer bereits seit drei Jahren im Dauer-Einsatz. |
| Auch die
Pflege von Holzgegenständen ist unproblematisch. Man spült alle
Teile einmal wöchentlich unter sehr heißem Wasser ab (wenn's sein muß mit Bürste scheuern), ohne Zusatz
irgendwelcher Spülmittel. Dann läßt man sie kurz trocknen und stellt
sie wieder zurück in den Käfig.
Ein Laufrad steht
bei mir in jedem Käfig und in jeder Box. Farbmäuse genießen es, zu bestimmten
Tageszeiten zu rennen. Von den Geschichten abgeklemmter Gliedmaßen oder
Schwänze kann ich keine bestätigen. Bei mir ist so etwas bisher noch nicht
vorgekommen. Auch eine angebliche Manie zum Laufen konnte ich nie feststellen. Damit wäre der Käfig fertig. Wer mag, kann selbstverständlich auch noch diverses Kletter- und Spielgerät einbringen. Man sollte allerdings Holzgegenstände bevorzugt einsetzen. Ich habe zwar auch einige Häuschen aus Kunststoff, die verwende ich aber beispielsweise nur in Aufzuchtkäfigen. Mir ist das Risiko zu hoch, daß meine erwachsenen Tiere etwas von dem Kunststoff verschlucken könnten. Die Jungtiere nagen noch nicht so stark). Da kann man das verantworten. |
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Ein
Futter- und Wassernapf
oder eine Tränkflasche sind selbstverständlich. Wähle einen
nicht zu kleinen, flachen Futternapf. Sehr gut geeignet sind
Blumentopf-Untersetzer aus Ton (innen lasiert). Genau wie die
Holzsachen, lassen sich diese Untersetzer leicht mit heißem Wasser
reinigen. Der Futternapf sollte so bemessen sein, daß eine Tagesration
hineinpasst. Wassernäpfe setze ich ein in Boxen ohne Gitterstäbe. Dort stelle ich sie auf die Schlafhäuschen. So bleibt das Wasser frei von Streu und Schmutz. Bei den Gitterkäfigen verwende ich Tränkflaschen, die von außen am Käfig befestigt werden. Die Tränkflaschen sind eine saubere und zweckmäßige Sache. Aber bitte keine Flaschen aus Glas und / oder mit Glas-Trinkröhrchen kaufen. Die Nager würden sie schnell zerbeißen - die Folgen brauche ich hier nicht aufzuzeigen. |
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Für
Futtertierhaltung
gilt im Prinzip alles gesagte, nur in etwas
anderen Dimensionen. Die Haltung in den beschriebenen Käfigen wird vermutlich schnell unpraktisch. Was dann? Vorab: ich gehöre nicht zu den Verfechtern der sog. Makrolohn-Boxen - bin aber auch nicht strikt dagegen. Für eine Dauerhaltung halte ich diese Dinger allerdings für ungeeignet. (Für Leser, die Macrohlohn-Wannen nicht kennen: es handelt sich um Kunststoff-Wannen (Makrolohn) in entsprechender Größe - je nach Tierart -, die mit einer Abdeckung aus Stahlgitter versehen ist. Durch ein besonderes Schließpatent sind die Wannen absolut sicher verschließbar. Der Nachteil: In das Abdeckgitter ist halbseitig eine große Vertiefung eingelassen zur Aufnahme von Futter und Tränkflasche. |
| Durch
die dadurch entstehende Verkleinerung der Box fällt praktisch die halbe
Fläche weg. Ein Klettern ist den Tieren kaum möglich und wenn man dann
auch noch ein Schlafhaus bieten möchte, bleibt kein Platz mehr. ein
weiterer Nachteil bei neueren Boxen ist der, daß diese aus farblosem
Material bestehen. Die Tiere haben keine Möglichkeit, sich
zurückzuziehen. - Die Macrohlohn-Wannen werden hauptsächlich in der
Laborhaltung verwandt. Was einem bleibt, ist der Selbstbau. Ein Platz sollte sich finden. Wir haben uns vor Jahren eine Wand gebaut, ähnlich einer Aquarienwand im Zoohandel. Eine genaue Beschreibung ist unter 'Käfigbau' zu finden. Was Einrichtung und Einstreu betrifft, mache ich keinen Unterschied zwischen einer Haltung von zwei Tieren und einer Haltung von 50 Tieren. Bei mir haben alle Tiere ein Schlafzimmer, Klettermöglichkeiten, Platz zum spielen und ein Laufrad. Zu Beginn war das ein kostspieliges Unterfangen, aber nach und nach habe ich die Sachen angeschafft und dann ging es. Wie bereits erwähnt: ersetzen muß man bei Mäusen kaum einmal etwas von der Einrichtung. |
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Futter:
Was füttert man nun am besten? Zunächst stellt sich die Frage nach dem
Nährstoff- und Vitaminbedarf
der Tiere. Die Futterzusammensetzung muß auf das
Tier abgestimmt sein. Bitte geben sie kein übliches Nagerfutter, im besonderen
kein Rattenfutter. Das Rattenfutter enthält einen hohen Anteil Gerste und
Fischmehl. Fischmehl kann u. U. Salmonellen beherbergen. Diese sind für Mäuse
sehr gefährlich. Außerdem wird Fischeiweiß bei der Verdauung zu sehr übel
riechenden Substanzen abgebaut. Wie schon weiter oben erwähnt, ist dies
der Grund, weshalb manche Mäuse extrem stinken und manche fast geruchlos sind. |
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Was benötigt eine Maus? Hier alle Bestandteile des Bedarfs aufzuführen, wäre zu umfangreich. Im Rattenfutter ist viel Gerste enthalten, Mäuse benötigen aber eher Hafer. Also kommen schon einmal Haferkörner und Haferflocken in Betracht. Haferflocken zum Beispiel vermindern auch wieder den Geruch des Mäuseurins. Am besten ist es, wenn man ein spezielles Pressfutter füttert, daß für Mäuse hergestellt wird. Dann kann man nichts falsch machen. Zusätzlich kann man Gemüse und Obst anbieten, was aber nicht von allen Mäusen gern genommen wird. Von Zeit zu Zeit ein Kolbenhirse und 4-5 Sonnenblumenkerne die Woche sind eine willkommene Abwechslung. |
| Eines noch: gib Deinen Mäusen kein Heu! Heu beherbergt oft Eier von div.
Ungeziefer, was zwar in der Regel nichts macht, aber die Mäuschen schleppen Heu
in ihre Schlafnester, urinieren darauf und schon ist die beste Brutstätte für
Milben und sonstiges geschaffen. Außerdem fängt das feuchte Heu innerhalb
kürzester Zeit übelst an zu riechen. - Stroh hingegen ist bedenkenlos in
kleinen Mengen nutzbar. Es saugt Feuchtigkeit besser auf und stinkt nicht.
Allerdings sollte es kein Stroh frisch vom Feld oder aus Bauer-Nachbars Scheune
sein. Auch hierin ist zuviel, was wir nicht wollen... Stroh kauft man in
gereinigtem Zustand am besten im Zoofachhandel. Nicht zu vergessen ist Wasser! Das es täglich frisch bereitstehen muß, dürfte selbstverständlich sein. Eine gelegentliche Zugabe von Vitamin-Präparaten hat sich beim Zuchteinsatz sehr bewährt. Aber Vorsicht bitte bei Tränkflaschen! Die Vitaminmittel sind meist ölhaltig. Die Tränkflaschen verschmieren so heftig, daß auch die beste Flaschenbürste machtlos ist. Also immer im Napf reichen! |
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| Krankheiten:
die äußeren Anzeichen wurden bereits beschrieben. Hier noch mal kurz
zusammengefasst: raues Fell, matte Augen, krummer Rücken. Das sind häufig
Anzeichen des Älterwerdens oder von Mangelernährung. |
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