Der Präriehund (Cynomys sp.)


Präriehund

Die Präriehunde leben in Nordamerika und sind eng mir den Zieseln und Murmeltieren verwandt. Sie leben auf dem Grasland (Prärie). Da sie bellende Laute abgeben, erhielten sie ihren Namen, zusammengesetzt aus Lebensraum und "Hundegebell".

Die Tiere sind ca. 35cm groß, die Männchen sind etwas größer als die Weibchen. Das Fell ist hellbraun. Die Schwarzschwanz- und Mexikanischen Präriehunde haben einen Schwanz mit schwarzer Spitze, Weißschwanz-, Gunnison- und Utah-Präriehunde mit weißer Spitze.

Präriehunde sind tagaktive, in Kolonien lebende Erdhörnchen.

Nahrung: Gräser und andere Pflanzen. Die Pflanzen in der Umgebung der Baue werden kurz gehalten, um einen Rundumblick für die Tiere zu gewährleisten.
Zu den Erdbauen, die etwa 5m unter der Erde liegen, führen lange, schmale Gänge (bis 300m). Die Nester sind mit Gräsern ausgepolstert. Die ausgegrabene Erde wird um die 2-3 Eingänge angehäuft, um die Baue vor Wasser zu schützen. Nachts und zur Winterruhe ziehen sich die Präriehunde in ihre Erdbaue zurück.

Es sind fünf Arten der Präriehunde bekannt:

  • Der Schwarzschwanz-Präriehund (Cynomys ludovicianus) ist von Saskatchewan über die USA bis Chihuahua verbreitet.
  • Der Mexikanische Präriehund (Cynomys mexicanus) lebt in Coahuila und San Luis Potosí.
  • Der Weißschwanz-Präriehund (Cynomys leucurus) kommt in Wyoming und Colorado vor.
  • Der Gunnisons Präriehund (Cynomys gunnisoni) stammt aus Utah, Colorado, Arizona und New Mexico
  • Der Utah-Präriehund (Cynomys parvidens) kommt nur in Utah vor

Präriehunde waren bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr stark verbreitet. Sie ernährten sich von den Getreide- und Gemüsefeldern der Siedler, so dass sie als Bedrohung der Landwirtschaft angesehen wurden. Man begann seitens der Regierung, die Tiere gezielt zu vergiften. Das hatte zur Folge, das die Präriehunde gebietsweise fast ausgerottet wurden.
Daraufhin wurde ein Schutzprogramm erlassen. Seit 1996 gilt der Utah-Präriehund nicht mehr als vom Aussterben bedroht. Der Mexikanische Präriehund hingegen steht bis heute auf der Liste der bedrohten Tiere.

Heute werden Präriehunde in den USA zunehmend als Heimtiere gehalten. Allerdings ist eine artgerechte Haltung kaum möglich.

Präriehunde gelten als Überträger von Krankheiten. Dies wurde allerdings bisher nicht wissenschaftlich belegt.
Es hat aber im Jahre 2003 eine Übertragung der Pest gegeben. Durch entlaufene Hamsterratten war der Pesterreger auf die Präriehunde übertragen worden und konnte sich so ausbreiten.


Quelle und Foto: Wikipedia u.a.
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© R. Kohlmeyer 02/2007

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