Erdhörnchen

Das ostafrikanische
Schlichtborstenhörnchen
(Xerus rutilus)

Bericht und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht gestattet


Schlichtborstenhörnchen

Herkunft: Nordöstlicher Sudan bis NO-Tansania 

Beschreibung: Borstenhörnchen haben ein auffällig straffes und starres Haarkleid. Die Fellfarbe variiert von  braungrau bis gelbgrau mit "Einstreuungen", die besonders am Schwanz zu sehen sind.

Die Kopf-Rumpflänge beträgt etwa 19cm, der Schwanz ist meist länger als die Kopf-Rumpflänge.
Diese Hörnchen sind morgens und abends aktiv.

Ernährung: Div. Sämereien, Knollen, Wurzeln, Eier und tierische Kost.

Eigene Erfahrungen: Ich halte diese Art nur paarweise, da sie im Gegensatz zu anderen Xerus-Unterarten Einzelgänger sind.

Zur Haltung dienen Volieren, die 3 Quadratmeter nicht unterschreiten sollen, wobei eine Höhe von 2m nicht unbedingt erforderlich ist, da sie sich überwiegend im bodennahen Bereich aufhalten. 
Als Einstreu reiche ich ausreichend Heu.
Die Einrichtung besteht aus Korkstücken, Wurzeln, Ästen und Nistkästen. Nistkästen werden aber nur bedingt angenommen. 

Das Futter besteht aus Papageienfutter und Zirbelnüssen. Futter muss immer ausreichend zur Verfügung stehen. Des weiteren werden täglich Äpfel, Bananen, Kiwis und Karotten angeboten. Einmal die Woche bekommen sie eine Hand voll Heuschrecken, da die Aufnahme von Ei und Mehlwürmern von meinen Tieren verweigert wird. 
Den Flüssigkeitsbedarf scheinen die Schlichtborstenhörnchen überwiegend über das Futter zu decken, da sie kaum Wasser aus den Nippeltränken aufnehmen..

Die Zucht scheint nicht saisonbedingt zu sein. Nach einer Tragzeit von rund 45 Tagen werden 2-6 nackte, blinde Junge geboren. Nach der Geburt trenne ich das Männchen vom Weibchen, da die Mütter bei der Jungenaufzucht oft recht aggressiv auf die Anwesenheit der Männchen reagieren. Die Jungen sind nach etwa 50 Tagen selbständig und können dann von der Mutter getrennt werden.

Laut Fachliteratur können Schlichtborstenhörnchen bis zu 7 Jahre alt werden. Da ich diese Art noch nicht so lange halte, kann ich dies nicht bestätigen. Die Tiere haben ein sehr ruhiges Wesen. Bei Gefahr flüchten sie nicht sondern ducken sich tief auf den Boden, um so von Feinden übersehen zu werden. Diese Eigenschaft macht sie zu guten Pfleglingen, die leicht zahm werden. Leider werden sie noch wenig gezüchtet und auch selten importiert .

 

 

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© R. Kohlmeyer 2006 - 2007

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