Das Rotschenkelhörnchen (Funisciurus pyrrhopus)

Bericht und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht gestattet


Herkunft: Gambia bis Uganda und Nord-Angola.
Sie bewohnen Palmenwälder, Savannen und Laubwälder. Sie kommen bis in Höhen von 2175m vor.

Beschreibung: Die Rotschenkelhörnchen haben ein weiches, dichtes Fell. Die Farbe reicht von schwarzgrau bis rot. Der Bauch ist weiß abgegrenzt.

Die Kopf-Rumpflänge beträgt bis zu 18cm, der Schwanz ist 15cm lang. Typisch für alle Funisciurus-Arten ist der am Rücken fest anliegende Schwanz.
Diese Hörnchen sind tagaktiv. Die Hauptaktivität liegt in den Morgen- und Abendstunen.

Unterart: Funisciurus carruthersi
Ernährung: Samen, Nüsse, Früchte, Insekten, Eier, junge Vögel und Eidechsen.

Eigene Erfahrungen: Ich halte meine Tiere paarweise oder in kleinen Gruppen von 1,2 bis 1,3. Die Grundfläche des Käfigs sollte das Mindestmaß von 3 m² nicht unterschreiten, bei einer Deckenhöhe von 2 Metern.
Als Bodengrund verwende ich 20 mm Gitter, da es von der Hygiene her am besten ist (Kot und Schmutz fallen nach unten durch).
Die Einrichtung besteht aus Ästen, Wurzeln und handels- üblichen Nistkästen für Großsittiche. Als Astmaterial verwendet man am besten ungespritzte Weiden und Obstbaumzweige. Man sollte darauf achten, das mehr Nistkästen als Tiere in der Voliere sind, damit sie sich bei Streitigkeiten aus dem Weg gehen können. Als Nistmaterial gebe ich den Tieren ab und zu einige Hände voll Heu.

Das Grundfutter besteht aus Papageienfutter und Zirbelnüssen. Futter steht den Tieren immer reichlich zur Verfügung. Des weiteren ist die tägliche Gabe von Obst von sehr großer Bedeutung, da es sonst bei den Tieren zu Mangelerscheinungen kommt, welche sich in Krämpfen und Taumel der Tiere äußern.
Zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs gebe ich in erster Linie Äpfel, Bananen, Kiwis, Ananas, Pfirsiche und Karotten. Einmal die Woche reiche ich den Tieren Wanderheuschrecken und gekochtes Ei, wobei das erste so gerne gefressen wird, das sie in diesem Moment jegliche Scheu ablegen. 

Das Wasser wird aus handelüblichen Nippeltränken gereicht, wobei ich es oftmals mit ungesüßten Obstsäften anreichere, da dieses von den Tieren besonders gern genommen wird.

Zucht: In ihrer natürlichen Heimat liegt die Paarungszeit während der Regenzeit, wobei sie aber in Gefangenschaft das ganze Jahr über zu beobachten ist und es bis zu 2 Würfen im Jahr kommen kann.
Die Paarungsbereitschaft äußert sich durch lautes Gepfeife beider Geschlechter, das durch ein heftiges jagen des Weibchens unterstützt wird. Nach erfolgreicher Paarung kommen nach etwa 52 Tagen 2-3 blinde und nackte Junge zur Welt. 
Nach ca. 3 Wochen verlassen die Jungen zum ersten mal das Nest und nach weitern 3 Wochen sind sie selbständig.

Rotschenkelhörnchen können in Gefangenschaft bis zu 10 Jahren werden. Die einzelnen Charaktere der Hörnchen sind sehr verschieden. Manche werden niemals zahm und ergreifen sofort die Flucht, während andere Tiere so zahm werden können, wie man es von Streifenhörnchen kennt.
 

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© R. Kohlmeyer 2006 - 2007

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