Lampropeltis ruthveni ist erst seit 1982
als eigene Art anerkannt (Garstka),
vorher wurde sie als L. triangulum arcifera geführt.
Die Art kommt in Bereichen Mexikos vor. Dort
bewohnt sie felsige, baumbestandene Hochebenen. Sie wird mit einer Länge von
90cm angegeben, die Eltern meiner Tiere sind größer (130cm).
| Diese schöne Königsnatter zeichnet sich durch ein klares Streifenmuster in der Abfolge rot-schwarz-weiß-scharz-rot , mit einem leuchtenden weißen Band aus. Die weiße Zeichnung kann etwas ins gelblich-ockerfarbene abweichen. Der Kopf ist bei dieser Art deutlich breiter als der Körper. L. ruthveni gilt als ruhige und gut zu pflegende Vertreterin, was ich nur bestätigen kann. | ||
| Wir halten zur Zeit
ein Pärchen Lampropeltis
ruthveni, geb. 08/1999.
Unsere Tiere kamen in einem Alter von sechs Monaten direkt vom Züchter zu uns. Das erste Lebensjahr zog ich sie getrennt in kleinen Terrarien von jeweils 50x60cm auf. Das hatte auch den Vorteil, daß ich die Jungtiere zum Füttern nicht trennen mußte. Im Nachhinein war das eine gute Lösung, da L. ruthveni als Jungtiere extrem schnell sind und einem leicht entwischen können. Die Terrarien sind mit Repti-Bark als Substrat ausgestattet. Kletteräste und Korkstücke bieten sichere Verstecke. Die Temperatur lag tagsüber um 29°C, nachts ca. 7° weniger. |
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Am liebsten liegen beide Nattern unter größeren Steinen. Um hier keine Unfälle zu riskieren, legte ich einen Stein direkt an die Rückwand - hier verbirgt sich das Männchen gern. Im anderen Terrarium wurden drei flache Steine versetzt übereinander gelegt, hier wohnt das Weibchen. |
Das Weibchen wurde im Versteck gestört und versucht zu fliehen |
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Gefüttert wurden die Schlangen einmal wöchentlich mit Babymäusen. Es wurden sowohl tote als auch lebende Nager gefressen. Probleme gab es mit der Futteraufnahme nie. Da diese Art relativ langsam wächst (nach einem Jahr ca. 60cm lang), werden sie auch jetzt noch mit kleinen Mäusen gefüttert, allerdings inzwischen mit behaarten Nagern. Davon nehmen die ruthvenis, je nach Hunger, zwei bis drei Stück.
Frisches Trinkwasser muß immer vorhanden sein, die Tiere trinken relativ häufig. Die Luftfeuchtigkeit liegt um 60%, meistens leicht drüber. Um dies zu erreichen, wird zweimal wöchentlich mit lauwarmem Wasser im Terrarium gesprüht. Das Substrat speichert einen Teil des Wassers, so daß die Feuchtigkeitswerte stets gut gehalten wurden.
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Im Oktober bezogen die beiden Königsnattern ein gemeinsames, etwas größeres Terrarium. Beim Umsetzen fand sich endlich die Möglichkeit, die Schlangen in ganzer Größe zu fotografieren. |
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Das Männchen |
Das Weibchen |
Es
gab keinerlei Probleme mit der Vergesellschaftung der Tiere. Zum Füttern werden
sie getrennt, damit kein Futterneid entsteht.
Die Tagestemperatur im neuen Terrarium liegt um 27°C, ansonsten hat sich an den
Haltungsbedingungen selbst nichts verändert.
- Fortsetzung folgt -