Python molurus bivittatus - Burma Python
oder auch: dunkler Tigerpython
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Tigerpythons leben im Bereich
Indien, Indonesien, Pakistan, Nepal. Sie bevorzugen feuchte Biotope und halten
sich überwiegend in der Nähe von Wasserstellen oder Bächen auf. P. m.
bivittatus lebt im oder am Regenwald, wo er sich meist auf Bäumen, die
über Wasserflächen ragen, aufhält. Bei Gefahr lässt er sich ins Wasser
fallen und schwimmt eilig in ein sicheres Versteck. Tigerpythons suchen sich
sowohl Ruheplätze auf Bäumen im dichten Blätterwerk, als auch am Boden in
Laub oder Pflanzen.
Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv. Die bevorzugte Nahrung sind kleine
und mittlere Säugetiere und Wasservögel. Größere Säugetiere (Wildschweine,
Hirsche usw.) werden nicht gezielt erbeutet.
Die Zeichnung des Dunklen Tigerpythons ist hellgrau/-braun mit
dunkelbraunem, speerspitzenähnlichen Muster mit großen Flecken. Die Bauchseite
ist meist cremeweiß. Männchen bleiben kleiner als die Weibchen. Bei den
meisten Männchen sind die Aftersporne kräftig ausgebildet, so dass eine
Geschlechtserkennung in der Regel gut möglich ist.
Als Substrat kann man ein
Sand-Erde-Gemisch, Rindenmulch, Repti-Bark oder Kleintierstreu (gefällt mir
nicht, da schwer auf Schimmel zu überprüfen im großen Becken) verwenden. Ein
kräftiger, verzweigter Kletterast und ein Höhle als Versteck gehören ins
Terrarium. Wichtig ist natürlich ein sehr großer Wasserteil (die Hälfte der
Bodenfläche wird empfohlen). Bei einem Terrarium für einen adulten Tigerpython
ist zu überlegen, den Boden zu betonieren (Heizung ist dann sehr wichtig) und
einen Wasserteil fest zu installieren. Ein direkter Wasserzu- und -ablauf muß
ebenfalls vorhanden sein. Große Pflanzen kann man einsetzen, allerdings werden
sie recht schnell von den kräftigen Tieren zerdrückt.
Heizung: Der Wasserteil muß 24-26°C warm sein, die Lufttemperaturen
sollen zwischen 26 und 32°C in unterschiedlichen Zonen liegen (s.o.), nachts
etwa 5 Grad weniger. Beim Wasserteil lohnt eine Überlegung, die Wohnungsheizung
anzuschließen. Ansonsten muß man auf Heizkabel zurückgreifen. Das
Terrarienklima wird mittels HQL-Lampen mit 125-250W und Spot-Strahlern
erreicht.
Zur Beleuchtung werden HQL-Strahler oder mehrere
Tageslicht-Leuchtstofflampen verwendet. Sind echte Pflanzen im Terrarium, muß
ihnen spez. Pflanzen-Licht geboten werden. Die Beleuchtungsdauer beträgt 12-14
Stunden, im Winter 10 Stunden.
Die Luftfeuchtigkeit soll tagsüber bei 60-75% liegen, nachts bei etwa
90%. Die Tageswerte ergeben sich durch das vorhandene Wasserbecken in der Regel
von allein, zum Abend hin setzt man dann eine Beregnungsanlage ein.
Der Burma-Python wird häufig in Terrarien nachgezogen. Die
Tiere sind mit einer Größe von etwa 260cm (4-5 Jahre) geschlechtsreif. Nach
erfolgreicher Paarung dauert die Trächtigkeit 2,5 bis 3 Monate. Dann werden
etwa 30 Eier abgelegt. Das Weibchen bebrütet ihr Gelege. Während dieser Zeit
nimmt sie kein Futter auf und verlässt das Gelege nur, um zu trinken. Nach ca.
60 Tagen schlüpfen die Jungschlangen, die beim Schlupf 60-70cm lang sind.