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Lampropeltis getula unterscheidet man zur Zeit
in 7 Unterarten: L. g. califoniae (Kalifornische Königsnatter), L.
g.floridana (Florida - Königsnatter), L. g. getula (Östliche
Königsnatter), L. g. holbrooki (Gesprenkelte Königsnatter), L. g.
nigra (Schwarze Königsnatter) und L. g. nigrita (Schwarze
Mexiko-Königsnatter).
Das Verbreitungsgebiet der L. getula erstreckt sich von Arizona bis
Nord-Mexiko und vom 41. bis zum 43.
Breitengrad der USA. Die Biotope sind sehr unterschiedlich, auch die
Höhenlagen, in denen man die Tiere antreffen kann, reichen von
Küstenregionen bis hinein in Höhenlagen von 1950m.
Die Königsnattern erreichen Längen von 100-150cm, je nach Unterart. Alle Arten der L. getula sind Schlangenfresser (ophiophag). Das heißt, sie erjagen und fressen Schlangen, auch Giftschlangen (Klapperschlangen). Gegen Bisse von Giftschlangen scheinen sie immun zu sein. Man hat allerdings festgestellt, daß sie zwar die Giftschlangen ihrer Heimatregion unbeschadet erbeuten können, es ist jedoch nicht möglich, daß eine Königsnatter eine asiatische Kobra unbeschadet töten kann. Das Kobragift vertragen die amerikanischen Schlangen nicht.
Die dämmerungs- und nachtaktiven Schlangen der
Getula-Arten gelten als gut zu pflegende Terrarientiere, die allerdings
häufig recht beißfreudig sein können. Aufgrund des geschilderten
Kannibalismus ist es ratsam, die Tiere (auch Jungtiere) einzeln zu
halten.
Diese Königsnattern werden von Schlangenzüchtern gern gehalten, da sie die
schlechten Tiere einer Zucht, die es zu eliminieren gilt, fressen. Evtl.
erklärt dieser Nutzen auch, daß es besonders von den Getula-Arten bereits
verschieden Farbzuchten gibt. So sind albinotische und melanistische Tiere häufig
anzutreffen.
Haltung: selbstverständlich muß man
für jede der Arten die genauen Klima- und Lebensbedingungen
herausfinden.
Man kann grob von einer Terrariengröße von 50x60cm pro Tier ausgehen. Die
Beleuchtung sollte 12-14 Stunden täglich nicht unterschreiten.
Neben Schlangen gehen Getulas auch an Mäuse, so daß sie auch im Terrarium zu
ernähren sind.
Ab Oktober gehen die Tiere in eine mehrmonatige Winterruhe. Im Frühjahr kommt
es zur Verpaarung. Die meist 5-10 Eier umfassenden Gelege sind unbedingt
aus dem Terrarium zu entfernen, da sie sonst gefressen werden. Nach der
Überführung in der Inkubator schlüpfen die Jungtiere im Schnitt nach 60-72
Tagen.
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© Renate Kohlmeyer 10/2000 |