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Die Anakonda gehört zu den größten Riesenschlagen der Welt. Die grüne Anakonda soll Längen bis 9m erreichen, die gelbe Art bleibt deutlich kleiner.
Die gelbe Anakonda (Eunectes notaeus) ist in den südlichen Landesteilen
Amerikas zu Hause: in
Argentinien, Bolivien und Paraguay. Anakondas leben im und am Wasser. Hier erbeuten sie
neben Fischen auch Echsen, Vögel und Nager. Die Beutetiere werden blitzschnell gepackt
und mit dem vorderen Körperteil gewürgt. Die gelbe Anakonda ist, wie die grüne, eine
ausgezeichnete Schwimmerin.
Unterscheidung der beiden Arten: Die grüne Anakonda (Eunectes murinus) wird erheblich größer als die gelbe (Eunectes notaeus) Art. Eunectes murinus hat eine braun-olivgrüne Oberseite die große schwarze Flecken trägt. Eunectes notaeus hingegen trägt ein leuchtend gelbes Schuppenkleid, mit einem unregelmäßigen Fleckenmuster.
Eunectes notaeus ist als Terrarienpflegling geeignet.
Unsere zwei Exemplare (adult) beispielsweise sind mit 2,20m und 2,30m noch gut
zu händeln und beide zeichnen sich durch einen ruhigen Charakter aus.
Wir besitzen die Tiere eher zufällig als gewollt, sind allerdings
zwischenzeitlich von dem Pärchen sehr angetan. Sie bewohnen zur Zeit noch ein Terrarium
von 170cm Länge. Das Becken läßt sich in der Mitte trennen, was für Reinigungsarbeiten
sehr praktisch ist. Der Boden ist halbseitig mit einer Heizmatte belegt, auf der eine
große Wasserwanne steht. So ist das Wasser immer gemütlich warm.
Die zweite
Terrarienhälfte kann mittels im Boden verlegtem Heizkabel zusätzlich beheizt werden. Der
Boden ist mit Styropor belegt, darauf ist eine Schicht Moos, die immer feucht gehalten
wird. Das Moos hält dem Gewicht der Anakondas gut stand. Steine und ein kräftiger
Kletterast sind vorhanden, letzterer wird aber nur zum drüberkriechen genutzt, nicht als
Ruheplatz (ist vermutlich auch zu klein).
Als Beleuchtung und zusätzliche Wärmequelle
dienen zwei 150cm lange Leuchtstoffröhren, von denen meist aber nur eine eingeschaltet
ist, da es sonst zu warm werden würde.
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Die beiden Anakondas verbringen die meiste Zeit des Tages
im Wasser. Während der übrigen Zeit liegen sie auf dem Moos, oft eng beieinander.
Aufgefallen ist uns, daß sie sich anscheinend gegenseitig bewachen, wenn sich eines der
Tiere in der Häutungsphase befindet. - Auch scheinen sich die beiden Tiere sehr zu
mögen, denn sie sind fast immer gemeinsam unterwegs. Futterneidisch sind sie nicht, so daß wir sie gemeinsam im Terrarium füttern können. Ansonsten sind sie sehr friedlich - obwohl wir sie nicht aus dem Terrarium nehmen. Da das Becken aber in einer Anlage integriert ist und auf dem Boden steht, läuft auch schon 'mal unser kleiner Hund vorbei oder eine unserer Baby-Katzen legt sich vor das Terrarium zum Schlafen. Es stört die Schlangen nicht. |
| So ein Lachs wäre schon
eine gute Mahlzeit für eine Anakonda ... |
Ende Oktober/Anfang November haben sich unsere Gelben gepaart. Die Paarungen fanden im Wasser statt und waren gut zu beobachten. Nun sind wir gespannt, ob es zu Nachwuchs kommt. Jetzt, im Dezember, scheint es so, als würde das Weibchen an Leibesfülle zunehmen, aber wer weiß, wie lange sie trächtig sein wird - die Literatur geht da stark an Meinungen auseinander: von 60 - 170 Tagen reichen die Angaben.
Das neue Terrarium ist mit einer dünnen Schicht
Erde eingestreut, darauf wieder mit Moos belegt. Dieser Boden läßt sich gut
feucht halten und den beiden Schlangen gefällt es. Da das Terrarium aus Glas
gebaut ist und einen Bruchschaden hatte, haben wir es von innen mit einer
Schicht Styropor beklebt. Das Styropor wurde anschließend mit Fliesenkleber
überzogen und dekoriert und lackiert. Diese Wandverkleidung schützt auch vor
Wärmeverlusten. Da das Becken auf dem Terrarium der Bartagamen steht,
konnten wir auf eine Heizung vollkommen verzichten und die aufsteigende Wärme
des unteren Terrariums wird bestens genutzt. Als Beleuchtung dient eine
Tageslichtröhre, die die Länge des Beckens hat. Versteckplätze und ein
großer, dicker Kletterast sind ebenfalls vorhanden.
Die Schlangen sind sowohl während des Tages als auch nachts unterwegs.
Zwischendurch ruhen sie in ihren künstlichen Höhlen. Gebadet wird gern und
ausgiebig. Ob es in diesem Winter zu einer erfolgreichen Paarung kommt, werden
wir abwarten müssen, die Voraussetzungen sollten zumindest stimmen.
| Inzwischen ist unser Bestand um drei Jungtiere gewachsen. Als wir die Anakondas übernahmen, waren sie gerade aus der Winterruhe erwacht. Somit war es die beste Zeit zum Umzug in ein neues Becken. - Das Terrarium (130x80x200cm LxBxH) ist mit vielen Kletterästen und einem mittelgroßen Baum ausgestattet. An der Rückwand sind einige künstliche Ranken angebracht und es steht ein Gummibaum drin, der sich in dem feucht-warmem Klima eigentlich erholen sollte. Einige Korkröhren in unterschiedlichen Stärken und Korkrindenstücke sind als Verstecke vorhanden. Natürlich fehlt ein entsprechendes Wasserbecken nicht. - Als Substrat verwenden wir, wie bei den adulten Anakondas auch, eine dicke Moosschicht. Das Moos hat sich bisher bestens bewährt. Es speichert eine gute Grundfeuchtigkeit und sieht zudem noch sehr schön und natürlich aus. | ||
| Diese drei,
vermutlich ein Männchen und zwei Weibchen, sind vom Temperament etwas
anders als die Großen. Das wird sich mit zunehmendem Alter ganz sicher
noch ändern. Zur Zeit liegen das Männchen und das größere Weibchen gern unter der Moosschicht, die den Terrarien-Boden bedeckt. Meistens sind sie vollständig verschwunden, manchmal schauen jedoch die Nasen hervor. Wenn sie abends heraus kriechen, suchen sie das Wasserbecken zu einem ausgiebigen Bad auf. |
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Das größere Weibchen |
Das Männchen |
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Die beiden sind noch etwas misstrauisch und man muß beim Hantieren im Terrarium aufpassen, daß sie nicht zuschnappen. Es wäre zwar nicht sonderlich schlimm, aber wer läßt sich schon gern beißen ... ?
| Das kleinere Weibchen ist
bereits sehr zutraulich und absolut friedlich. Es ist recht aktiv,
klettert sehr gern und sonnt sich auf dem Boden. Es versteckt sich nur
selten. Diese junge Anakonda war schon immer aktiver als die anderen. Es
war auch gute zwei Wochen früher aus der Winterruhe erwacht, als die
beiden anderen.
Ich kann nur sagen: Anakondas sind wahre Majestäten! |
Futterprobleme hat es mit diesen Anakondas bisher nicht gegeben. Willig jagen und fressen sie ihre Mäuse. Zur Zeit begnügen sie sich noch mit jeweils 1-3 Mäusen. Die Menge wird sich sicher erhöhen, sobald die drei Schlangen die Winterruhe völlig 'überwunden' haben.