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Königspython - Python regius II


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Themen zum Königspython

Herkunft Vorkommen Faszination Faszination Königspython, 'Ballsnake'
Maße Maße des Königspython Start Ist er ein Einsteigertier?
Terrarium Terrarium Farbzucht Farbzuchten
Futter Futter Erfahrung Erfahrungen
Kauf Kauf  Geschlecht Zucht: Geschlechter
Wildfang Wildfang, Farmzucht, Nachzucht Paarung Zucht: Paarung
Händler Händler, Online-Shop, Börse/Messe, Privatzüchter Zeitigg. Zucht: Zeitigung
Meldung Meldung, CITES usw. Nachzucht Nachzuchten

Der Königspython, eine faszinierende Majestät

Jeder will ihn, jeder ist gefesselt von diesem Tier.  Was ist an dieser Schlange so faszinierend? Sicher hat jeder seine eigenen Träume und  Schwärmereien bei dem Gedanken an einen Python regius. Sind es die Augen? Der Kopf? Das Gemüt? Die Zeichnung? Die geringe Größe? In einem Forum las ich einmal: ich will diese blau-gelbe Schlange. Auf den Hinweis, ein Königspython hätte keine solche Farben, wurde die Schreiberin etwas ungehalten. Nun, so abwegig war die Beschreibung ja auch nicht. Es gibt sehr wohl Exemplare, die blau-gelb/gold wirken. Abhängig ist das von dem Lichteinfall und es gibt durchaus Fotos, auf denen die P. regius in blau-gold erscheinen... ja, auch die Farben sind schön.

Bock klettert

Was fasziniert uns selbst an dieser Art? Nun, mein Mann und ich sind uns einig: ganz sicher ist es der ausgeprägte Kopf und die Augen. Die eigenwillige Art bei gleichzeitiger hoher Sensibilität ist irgendwo auch ein Thema.
In der englischen Sprache heißt der Königspython Ballsnake. Auch diese Bezeichnung weist eine typische Charakteristik auf. Der Python rollt sich bei Gefahr zusammen wie ein Ball. Den Kopf versteckt er dabei in der Mitte dieses Balles, so daß er gut geschützt ist. Feinde haben es so schwerer, ihm etwas anzuhaben. 

Männchen, adult

Muß man einen aufgerollten Königspython einmal 'entrollen' (zum Beispiel bei einem Tierarztbesuch), muß dies sehr langsam und vorsichtig geschehen. Man wickelt ihn dabei quasi von außen nach innen auseinander. Dabei spürt man, wie die Anspannung in den Körperwindungen langsam nachlässt. Tiere, die lange eingewöhnt sind, verlieren im Terrarium häufig diese Eigenschaft.

Ist der Königspython ein Einsteigertier?

Wie gesagt, jeder will einen ... aber kann auch jeder einen Königspython bedenkenlos halten? Ich denke, nein. Man muß zunächst bedenken, daß dieser Python wirklich sehr sensibel auf jede Veränderung reagiert. Wie alle Riesenschlangen mag er es nicht, wenn sich seine Umgebung verändert. Er benötigt Wochen und Monate, um sich einzugewöhnen.
Ferner mag ein Königspython nicht angefasst werden. Gerade aber das möchte ein Einsteiger. Er möchte sein Tier sehen und er möchte es auf den Arm nehmen und auch mal ihm fernsehen ... (Zitat). 
Ein weiterer Punkt ist die häufige Futterverweigerung dieser Art. Es heißt oft, daß dies nur auf Wildfänge zutrifft, aber unsere eigenen Erfahrungen sind andere. Jeder Königspython kann aus unerklärlichen Gründen für lange Zeit das Fressen einstellen. Wenn sich dieses Verweigern über Monate hinzieht, wird auch ein erfahrener Halter schon einmal nervös. Ein Einsteiger ist, auch wenn er um diesem Umstand weiß, schnell am Ende seiner Nerven. Er weiß nicht, ob es ein normales Verweigern ist oder ob das Tier evtl. an einer Krankheit leidet. Immer wieder kommt es durch die Unsicherheit dazu, daß die Halter ihre Tiere dann unentwegt aus dem Terrarium nehmen, um zu schauen, ob sie Veränderungen feststellen. Das wieder führt zu Stress für die Schlange, die dann in der Tat auch in Krankheiten ausarten können. Leider kommt es dadurch auch immer wieder zu Todesfällen. 
Wie bereits erwähnt, sind auch die Kenntnisse über die richtige Haltung nicht umfangreich genug. Sehr häufig wird die Meinung vertreten, daß P. regius ein Tropenterrarium benötigt. Die Tiere werden in feucht-warmem Klima gehalten und man wundert sich, wieso sie krank werden und sterben. Da die Königspythons nicht sonderlich hoch im Preis sind, denken viele Halter sich nicht viel dabei und holen sich eine neue ...
Dies sollen keine Vorwürfe sein! Ich möchte nur einige Punkte aufführen die vielleicht verdeutlichen, daß es für einen selber besser wäre, mit einer anderen Schlange den Einstieg in die Materie zu wagen. Es gibt Arten, die Haltungsfehler und häufigeres Händeln nicht gleich mit Krankheit und Tot quittieren.

Farbzuchten

Speziell in den USA werden unzählige Farbvarianten des Königspythons gezüchtet. Das geht vom Albino (der in seltenen Fällen auch in der Natur vorkommt) über diverse gelbe Zeichnungen über gestreifte Tiere bis hin zu den sogenannten Pie-balled weiße Tiere mit 'Flecken' der Originalzeichnung). Diese Tiere sind ganz sicher Geschmackssache. Zugegeben, die Albinos gefallen mir auch, aber mit Preisen von 10-12.000 DM waren sie nie ein Thema. Heute werden Albinos zwar günstiger angeboten, aber nun ist das Interesse nicht mehr vorhanden.
Wer sich über die Farbzuchten informieren möchte, dem empfehle ich die Seite Ralph-Davis-Reptiles
aus den USA.  Dort gibt es viele interessante Fotos.

Nachts klettern

Erfahrungen

Wenn ich jetzt von unseren Königspythons schreiben würde, wäre es unfair, denn sie gehören meinem Mann (ja, wir trennen da schon, wem welche Tiere gehören). Ich berichte aber jetzt von unseren Erfahrungen, denn wir versorgen die Riesenschlangen gemeinsam  und die gemeinsamen Beobachtungen machen einfach Spaß. Was uns zu diesen Schlangen zog, habe ich ja schon erwähnt. Inzwischen besitzt mein Mann eine Zuchtgruppe von 1,3 und einige Nachwuchstiere, die hoffentlich im Laufe der kommenden Jahre ebenfalls Nachzuchten bringen werden. Wir besitzen WF, FZ aus schlechten Bedingungen, FZ aus guten Bedingungen und NZ von sehr guten Züchtern. Also ist ein Einblick in alle Herkunftsarten gegeben. 

Zucht

Bock klettert Geschlechter: Zur Zucht benötigt man selbstverständlich ein Männchen und ein Weibchen. Die Geschlechter lassen sich an äußeren Merkmalen nicht feststellen. P. regius verfügt zwar über Aftersporne, aber diese lassen aufgrund ihrer Länge nicht sicher auf die Geschlechter schließen (anders als beispielsweise bei der Anakonda. Anakondas kann man an den kräftigeren und längeren Afterspornen der Männchen unterscheiden.). Bock auf Ast

Will man die Geschlechter sicher feststellen, bleibt nur das Sondieren. Das sollte man nur von einer sehr erfahrenen Person durchführen lassen, wenn es denn sein muß. Ich kann aus eigener Erfahrung nur dazu raten, dazu einen vertrauensvollen Züchter aufzusuchen. Sollte man einen Tierarzt auswählen, ist es sehr empfehlenswert, einen reptilienkundigen Veterinär zu wählen. Wir selbst besitzen einen Kornnattern-Bock (Elaphe guttata), der von einem Tierarzt beim Sondieren sterilisiert wurde...

 

Paarung und Haeutung

Im Oktober verweigerte das Männchen das Futter. Paarungszeit? Er wurde zu dem ersten Weibchen gesetzt und sofort begann der Python, das Weibchen zu suchen. Die erster Paarung ließ nicht lange auf sich warten. Nach drei Wochen wurde das Männchen zu dem zweiten Weibchen gesetzt, dann wieder zur ersten. Nach weiterem Wechsel bekam auch das dritte Weibchen Herrenbesuch. - Während der Paarungszeit haben die Weibchen ihre Futteraufnahme nicht eingestellt. Das Männchen frisst seit Beginn nicht mehr. Während der Paarungen sind die Königspythons anscheinend durch nichts zu stören. Selbst bei der Häutung lassen sie nicht voneinander ...

Das Weibchen steckt mitten in der Häutung, aber die Paarung wird 
nicht unterbrochen...

Die beiden ersten Weibchen sind bereits sichtbar tragend. Der Leibesumfang hat zugenommen und die Eier zeichnen sich bereits leicht ab. Die Weibchen haben auch ihr Verhalten verändert. Sie sind ruhiger und liegen auch tagsüber nicht mehr so häufig im Versteck. Allerdings versuchen sie zu schnappen, nähert man sich ihnen mit der Hand.
Die Weibchen nehmen jetzt, wo sie offensichtlich trächtig sind, maximal eine Ratte pro Mahlzeit auf.  -  Oft sieht man sie jetzt frei und ausgestreckt mit oft nur ein bis zwei Körperwindungen liegen. Immer häufiger suchen sie die wärmsten Plätze auf. - Nun bleibt nur abzuwarten, ob die Eier, die wir im Februar erwarten, auch befruchtet sein werden.

Paarung 21.10.

nochmals die Paarung 

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Literaturhinweis: Andreas Kirschner/Hermann Seufer Der Königspython
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© R. Kohlmeyer 1999 - 2004

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