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Diese zu den Schlankboas zählenden Schlangen
unterteilen sich in mehrere Unterarten. Die bekanntesten sind die Braune Regenbogenboa
(Epicrates
cenchria maurus) und die Rote Regenbogenboa (Epicrates cenchria cenchria).
Ich möchte mich hier auf die Rote Regebogenboa konzentrieren, da ich diese Schlangen selber
halte.
Kauf: Meine Tiere stammen von einem
Züchter. Wie unten zu lesen ist, bin ich äußerst glücklich mit meinen drei
Schlangen, so daß ich hier wirklich nur raten kann: kauft bei einem Züchter.
Schaut Euch dort die Terrarien an - und wenn Ihr so viel Glück habt, wie ich es
hatte, bekommt Ihr Schlangen, die nur Freude bereiten! (Wer Interesse hat, ich
gebe die Anschrift 'meines' Züchters gern weiter. Schreibt mir einfach.) Und
noch was dazu: der Züchter ist immer ansprechbar, wenn doch einmal eine Frage
auftaucht und natürlich auch dann, wenn man sein Glück einmal mitteilen
möchte ;-)
Da die Tiere dem Artenschutz unterliegen (WA II), sind sie bei der zuständigen
Behörde zu melden.
Haltung: Epicrates c. cenchria benötigt
ein geräumiges Terrarium, das Temperaturen von 26-27°C, nachts etwa 5°
Absenkung und eine Luftfeuchtigkeit von 70-80 % bieten sollte. Für adulte
Schlangen richtet man das Terrarium entsprechend der Regenwaldzone ein. Ein
Kletterast sollte vorhanden sein, auch wenn die Tiere ihn eher selten nutzen.
Bepflanzung ist machbar, aber nicht zwingend erforderlich. Eine schützende
Unterschlupfmöglichkeit sollte unbedingt vorhanden sein. Das Wassergefäß soll
groß und flach sein, da Regenbogenboas gern baden.
Zu beachten ist bei dieser Art: die meisten Epicrates lieben keine Wärme 'von
unten'. Man muß also die Temperaturen mittels entsprechender Strahlungswärme
einhalten. Heizkabel und -matten im Boden sind tunlichst zu vermeiden! So sagt
die Literatur. Ich konnte das in meinem Glasterrarium nicht erreichen und war
gezwungen, eine Heizmatte unter dem Becken zu installieren. Von anderen
langjährig erfolgreichen Züchtern erfuhr ich dann, daß diese Züchter auch
Heizmatten oder Heizkabel verwenden. Also bestätigt sich hier wieder einmal,
daß es sehr unterschiedliche Erfahrungen in der Haltung gibt.
Die Jungtiere werden am besten in einfachen Boxen aufgezogen, später wechseln
sie dann in größere Becken, in denen die oben beschriebenen Verhältnisse
herrschen. Jungtiere benötigen etwas höhere Temperaturen, also etwa 29-31°C.
Ernährung: Im Terrarium lassen sich die roten Regenbogenboas gut mit
Mäusen und jungen Ratten ernähren. Auf ausreichende Vitaminzufuhr (am besten
über das Futtertier) ist zu achten.
Erfahrungen: Eher durch Zufall entdeckte
ich einen Züchter, der Jungtiere abzugeben hatte. Und es waren genau
die Tiere, die ich mir schon so lange wünschte! Sie sind wunderschön, absolut
friedlich, aber neugierig und aktiv.
So besitze ich nun 1,2 Rote Regenbogenboas, bildschöne Tiere. Nachdem sie sich
erst ein paar Tage in Ruhe einlebten, unternahm ich den ersten
Fütterversuch. Es klappte absolut problemlos. Auch mit den Häutungen haben die
kleinen Boas keine Probleme.
Die Entwicklung der Tiere macht allerbeste Fortschritte. Sie sind problemlos in
der Fütterung, häuten sich regelmäßig ohne Fetzen und sind nach wie vor
absolut friedlich. Abends kommen sie aus ihren Verstecken und erfreuen den
Betrachter mit ihrer Schönheit. An dieser Stelle ein
Dank an den Züchter, der durch die Pflege, die sorgfältige Aufzucht und den
Umgang mit den Tieren erheblich zu deren Gesundheit und sauberem Wesen
beigetragen hat - DANKE Heinz !!!
Hier nun neue Fotos. Die Tiere sind jetzt etwa 70cm lang und wachsen weiter ...