| Familie: | Colubridae | Nattern |
| Unterfamilie: | Colubrinae | eigentlich Nattern |
| Art: | Drymarchon | Indigoschlange |
| Die Indigonatter ist ein Art (Drymarchon corais) mit acht bekannten Unterarten: | |
D. corais corais (Nominatform) mit bis zu 3m Länge die Größte der Art; Farbe:
Oberseite hellbraun oder gelblich, Unterseite heller - Herkunft:
Venezuela bis Argentinien und Trinidad und Tobago |
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D. corais couperi, adult |
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D. corais rubidus (Rotschwanz-Indigonatter), Farbe:
schwarz, Unterseite und Schwanz rot - Herkunft: Mexiko bis SW-Guatemala
cremefarben bis weiß) D. corais unicolor (Braune Indigonatter), Farbe: einfarbig hellbraun - Herkunft: Pazifikküste Mexikos bis Nicaragua und NW-Costa-Rica |
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Indigonattern sind die größten Nattern Nordamerikas und in ihren
Heimatgebieten streng geschützt.
Sie bewohnen überwiegend Kiefer- und Eichenwälder,
wurden aber auch schon in anderen Regionen (sandigen, mit Palmen bewachsenen
Gebieten) gefunden. D. corais wurden an Meeresküsten bis zu Höhen von
2000m gefunden. Die für die Terrarienhaltung interessante D. corais couperi
lebt in Höhen bis 450m NN.
Da Indigonattern nahe verwandt sind mit den Bullennattern (Pituophis),
werden sie häufig auch als Blaue
Bullennattern bezeichnet. Das Verhalten dieser beiden Arten ist sehr ähnlich.
Wie die Bullennatter, hält sich auch die Indigonatter gern in Nagerbauten oder
in den Erdbauten der Gopherschildkröten (Gopherus polyphemus) auf. Daher werden beide Arten bei der
Bevölkerung häufig als Gopherschlange (Gophersnake) bezeichnet. Das
Abwehrverhalten der Arten ist ebenfalls gleich: sie richten ihren Vorderkörper
auf und zischen laut. Unterstützt wird diese Drohhaltung durch ein lautes
Schwanzrasseln. Entgegen anderen Schlangen häutet die Indigonatter auch
die Zungenspitze.
Drymarchon ist eine tagaktive
Schlange, die sich in Bodennähe aufhält, aber auch gern etwas klettert. Ihre
Körperform ist im Querschnitt eher dreieckig als oval (wie bei den meisten
Schlangen sonst). Sie ernährt sich in ihrer Heimat überwiegend von Fröschen,
Echsen, jungen Schildkröten, anderen Schlangen (einschließlich Giftschlangen),
Kleinsäugern und Vögeln. Sie ist keine Würgeschlange! Sie packt ihre Beute
und tötet sie durch festes Drücken gegen den Boden oder einen Stein.
Indigonattern sind ovipar, also eierlegend. Mit drei Jahren sind die Schlangen
geschlechtsreif. Die Verpaarungen finden im
Spätherbst statt. Die "Verzögerte Befruchtung" (Amphigonia retardata)
ist möglich. - Die Gelegegröße umfasst bis zu 12 Eier.
Für die Terrarienhaltung dürfte die Drymarchon corais couperi die interessanteste Art sein. Mehr dazu auf den folgenden Seiten.
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