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| Die Wasseragamen zählen zu den ältesten, im Terrarium gehaltenen Tieren. Hier spielen ganz besonders zwei Arten eine Rolle: die grüne Wasseragame (Physignatus cocincinus) und die australische Wasseragame (Physignatus lesueurii). Ich lasse die anderen Arten hier ganz bewußt weg, da bisher weder die Zugehörigkeit zur Art wissenschaftlich sicher bestimmt ist, noch deren Haltung für die meisten Terrarianer zur Zeit in Frage kommt. | ![]() |
Die grüne Wasseragame lebt in Südostasien (Südchina bis
Vietnam), die australische, wie der Name schon sagt, in Australien (östlicher Teil). Die
Wasseragamen erreichen eine Gesamtlänge von 70-100cm, wobei 2/3 auf den Schwanz
entfallen. Sie leben immer in der Nähe von Gewässern in Wäldern oder Felslandschaften.
Sie können gut schwimmen, tauchen und klettern.
Nahrung in der Natur: Kleinnager und Insekten, einfach alles, was sie bewältigen können, gelegentlich
auch Grünfutter.
Wasseragamen sind ruhige Terrarienbewohner. Die
meiste Zeit des Tages verbringen sie mit beobachten. Immer wieder zwischendurch
suchen sie das Wasser auf, um ein Bad zu nehmen. Gegen Abend begeben sie sich
auf ihre Schlafplätze und warten geduldig, bis das Licht erlischt.
Bei der Fütterung merkt man aber schnell, wie flink die Tiere sein können.
Gibt es etwas Leckeres, kommen sie auch schon mal quer durchs Terrarium
geschossen, um ihren Brocken abzuholen. Auch bei der Insektenjagd ist alle Ruhe
vergessen. Gezielt springen sie auch aus größerer Entfernung auf das Opfer zu
und packen es. - Eingewöhnte Tiere fressen problemlos aus der Hand.
| Terrarientiere sind sehr gut mit
mittelgroßen Mäusen zu ernähren. Dazu empfiehlt sich schon aus Kostengründen
eine eigene kleine Nagerzucht. Wie man diese am besten aufbaut und unterhält,
ist auf der
Nagerseite nachzulesen.
Nachzucht im Terrarium ist
sehr gut möglich. |
| Die australische Wasseragame
(Physignatus lesueurii) wird unter etwa den gleichen
Bedingungen gehalten. Der Platzbedarf ist evtl. etwas geringer, da diese Art nicht ganz so
ungestüm ist, wie die Grüne. Ich persönlich bin absolut fasziniert von dieser Art, obwohl ich keine besitze. Die Farbenpracht der ausgewachsenen Tiere hat mich total gefesselt. Gern hätte ich welche gehalten, aber es kam leider nie dazu. |
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Haltung: Im Großen und Ganzen ist die Haltung wie die der grünen Wasseragamen. Die Australische Wasseragame ist aber etwas bodenständiger und benötigt im Terrarium Aufbauten aus Baumstümpfen oder großen Steinen. Diese Art ist insgesamt etwas kleiner (KRL etwa 45 cm) als die Grüne und relativ verträglich, sowohl gegenüber der eigenen Art als auch gegenüber dem Pfleger. Kleine Kämpfe kommen jedoch vor, auch muß man immer damit rechnen, daß sie zubeißen, nimmt man sie aus dem Terrarium. | |
| Ein sehr
schönes Tier - Das Foto wurde von Ines zur Verfügung gestellt, DANKE! |
Futter: Insekten, Krabben, Fisch, Jungvögel, Kleinsäuger, Fleisch und Früchte. Zucht: es werden 8-18 Eier in Erdhöhlen abgelegt. Von Nachzuchten im Terrarium wird berichtet, aber man findet sie nicht so häufig im Angebot. |
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Daher ist es
sicher ratsam, sich frühzeitig mit einem Züchter in Verbindung zu
setzen und rechtzeitig Jungtiere zu reservieren. Eine Möglichkeit dazu
bietet unsere
Halterliste.
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| Literaturtipp: | H. Werning 'Wasseragamen' |