FAQ Antworten auf häufige Fragen
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Im Herbst eines jeden Jahres wird die Winterruhe eingeleitet. Die Tiere sollten wenigstens für sechs Wochen eine Ruhephase erhalten. Wichtig in dieser Zeit ist, daß immer Frischwasser zu Verfügung steht. Ist die Temperatur nicht 'tief' genug, muß auch etwas gefüttert werden. Winterruhe hat nichts mit Winterschlaf zu tun. Das darf man nicht verwechseln. Tiere im Winterschlaf bringen ihren Kreislauf auf einen tiefen Ruhepunkt und verbringen den Winter in einer Art Tiefschlaf. Tiere in Winterruhe überbrücken lediglich die kühlere Jahreszeit mit gedämpftem Kreislauf. Sie sind weniger aktiv und benötigen daher kaum, kommen aber nicht immer ohne Futter aus!
In diesem Jahr war das Wetter bisher etwas launisch, so war der Sommer relativ kalt, der Herbst ist wieder verhältnismäßig mild. Die Terrarienbewohner spüren das und sind zum Teil bereits seit August auf eine Ruhephase eingestellt, einige Tiere haben sich da schon zurückgezogen und werden jetzt, Anfang Oktober, bereits wieder aktiv. - Unsere Tiere zeigten diese Anzeichen zwar nicht, aber auch wir werden die Winterruhe etwas früher als sonst einleiten.
04.10.: der zusätzliche
Wärmestrahler wird abgeschaltet (die per Thermostat geregelte Heizung bleibt
noch unverändert).
06.10.: die Beleuchtungsdauer wird ab heute täglich um 15 Minuten
verkürzt. - Bis zum 25.10. werden es also 5 Stunden weniger sein.
Wir werden anschließend das gesamte Licht ausschalten. Da im Terrarienraum auch
Terrarien stehen, deren Bewohner keine Winterruhe einlegen, bleibt tagsüber
auch weiterhin ein kleiner Rest an Licht im Raum. - In dieser Zeit wird bei uns
ein Platz für den Wassernapf gewählt, der unmittelbar hinter der
Scheibenöffnung liegt, damit die Tiere später nicht durch unnötiges Hantieren
im Terrarium gestört werden. Der Wassernapf wird weiterhin täglich gereinigt
und mit frischem Wasser gefüllt.
Die Temperaturen in unserem großen Terrarium in dem die Adulttiere
leben, lagen so um 18°C am Tage. Wie erwähnt, war aufgrund des milden Wetters
nicht mehr (weniger) erreichbar. Nachts konnte ich im Durchschnitt Werte von
15°C messen.
Im Terrarium der Jungtiere war es etwas anders, denn dies hat einen für die
Winterruhe günstigeren Standort und besteht zudem aus Vollglas.
Vollglasterrarien sind zum Zweck der Temperaturregelung einfach besser geeignet,
da Glas die Wärme besser freigibt (also schlechter isoliert). Hinzu kommt der
Standort in der Nähe der Fenster. Das dort lebende Männchen, zog sich Mitte Oktober zurück und kam während der folgenden Wochen nur
zum Trinken hervor.
In anderen Wintern planen wir eine Ruhephase von
mindestens sechs Wochen, länger wäre besser. (Hier im Norden setzt der Winter
meist erst im Januar ein, aber normalerweise ist es ab Dezember bereits sehr
kalt.) Hierbei kommt es wieder darauf an, inwieweit die Tiere sich
umstellen. Kommen sie relativ früh (schon während der Einleitung) in Ruhe oder
erst, wenn das gesamte Licht erloschen ist? An diesem Verhalten wird die Zeit
der Winterruhe angepasst. Auch das Ende der Ruhezeit bestimmen die Bartagamen
mit. Meistens werden sie nach einer gewissen Zeit von allein wieder aktiv, dann
wird die Ruhephase langsam ausgeleitet.
Das heißt, Anfang bis Mitte Dezember (evtl. auch später) werden wir die
Beleuchtung wieder einschalten. Zunächst acht Stunden, dann wieder täglich um
15 Minuten auf 14 Stunden steigern. Bezüglich der Heizung bleiben weiterhin die
Außentemperaturen zu berücksichtigen. Da muß man durch entsprechende
Messungen sehen, wo der Bedarf liegen wird.
Zum Ende des Monats Dezember (oder im Januar) wird die Winterruhe voraussichtlich abgeschlossen sein.
Man sollte sich da aber immer an den Tieren orientieren. Schlafen sie länger,
läßt man sie gewähren, zeigen sie sich früher in Aktivität, muß man die
Winterruhe beenden.
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© R. Kohlmeyer 1999 - 2001 |