FAQ 


Verhalten


Meine Tiere sitzen träge im Becken

Im Normalfall sitzen die Bartagamen morgens zum Aufwärmen auf einem Stein oder auf einem Ast. hier tanken sie Wärme und bringen ihren Körper auf Temperatur. Dann versuchen sie, etwas Fressbares zu finden. Nach dem Fressen begeben sie sich meist wieder zum Ausruhen auf ihre Plätze und dösen in den Tag. Zwischendurch kommen die zum Trinken oder Baden oder zum Laufen auf die Erde.
Kommt einem das Verhalten der eigenen Tiere etwas 'komisch' vor, stellt sich zuerst die Frage, ob die Temperatur im Terrarium ausreichend hoch ist. Bei zu niedriger Temperatur werden die Bartagamen ruhig und träge. Als nächstes muß man schauen, ab alle Tiere diese Trägheit aufweisen oder nur ein einzelnes. Bei einem Einzeltier kann man davon ausgehen, daß dieses von den anderen unterdrückt wird. Abhilfe schafft man nur durch ein Umsetzen dieser Bartagame in ein Extrabecken. 
sasabings
Trifft das Verhalten auf alle Tiere zu und stimmt die Temperatur, kann es eine Krankheit sein, die sich abzeichnet. Man sollte nicht zu lange warten mit dem Besuch bei einem Tierarzt.

 

Die Tiere beißen sich

Das ist wohl die häufigste Frage, die gestellt wird. Was mache ich jetzt, meine Bartagamen beißen sich plötzlich ... Die Ursache liegt immer daran, daß man zwei oder mehr Böcke in einem Terrarium hält. 
Männchen sind untereinander aggressiv, ein Männchen geht aber nie auf ein Weibchen los ... Die Aggressionen der Männchen zeigen sich meistens sehr früh - andere Männchen werden weggejagt, wenn das nicht nützt, werden sie gebissen oder gar getötet.
Jetzt kommen Argumente wie: bei mir leben zwei Männchen bereits seit Jahren in ein und demselben Terrarium! Es geht ganz friedlich zu. Glaube ich Euch!!! Ich habe das selbst erlebt. Aber als das dominante Männchen verstarb, entwickelte sich der andere zum Tyrannen. Er ließ keinen anderen Bock mehr ins Terrarium! Woran liegt es, daß sich die zwei Böcke vertragen haben? Ich weiß es nicht, aber ich bin dabei es zu ergründen. Vorstellbar wäre, daß der bis dahin Unterlegene sich derart zurückgehalten hat, daß der Dominante ihn akzeptierte.

Wenn sich die Bartagamen anfangen zu beißen, kann man sicher sein, daß die beiden Kontrahenten Männchen sind !

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Die Bartagamen bedrohen sich ständig

Auch das Drohen der Tiere weist auf die Haltung zweier Männchen hin. Auch in diesem Fall muß eines der Tiere in einem separaten Terrarium gehalten werden.

Wie erkenne ich einen bevorstehenden Kampf?

Bedrohung

Auch wenn es sehr eindrucksvoll ist, würde ich es nicht darauf ankommen lassen, und absichtlich zwei Böcke kämpfen lassen. Die Tiere werden zuerst die Bärte spreizen und diese tiefschwarz färben, wobei ich beobachtet habe, daß der 'Platzhirsch' eine noch intensivere Färbung zeigt. Die Agamen beginnen mit dem Kopf zu nicken und ihre Körper flach und weit auszubreiten. Dadurch wirken sie optisch größer. Der nächste Schritt ist dann, daß sie sich in Kreisen umeinander bewegen. Dabei werden die flachen, breiten Körper seitlich aufgestellt, damit der Gegner die Größe sehen kann. Das ganze sieht, wie gesagt eindrucksvoll aus - aber da der nächste Schritt der Angriff ist, sollte man so etwas nicht provozieren! Dies ist auch der Moment, wo man unbedingt eingreifen soll und eines der Tiere umgehend aus dem Becken entfernen muß, will man Schäden vermeiden. 

Hier könnte es gleich zu Aggressionen kommen

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Einer meiner Bärte ist immer dunkel gefärbt

Zwei Gründe können hierfür den Ausschlag geben: 
a) es kann ein Männchen sein, daß von den anderen unterdrückt wird oder 
b) es ist ein kleineres oder schwächeres Tier, das dann ebenfalls unterdrückt wird. 
In beiden Fällen zeigt das unterdrückte Tier sein Unbehagen durch die dunkle Körperfärbung an. Diese Bartagame steht unter erheblichem Streß. Wir müssen auch hier wieder schnell reagieren und dieses Tier extra setzen. - Diese Situation triff auch sehr häufig bei Schlüpflingen auf. Die jungen Bartagamen schlüpfen teilweise bereits in unterschiedlichen Größen. Sie dürfen dann nicht in den gleichen Behältern aufgezogen werden. Bei späterer unterschiedlicher Entwicklung ist immer dieser Faktor Färbung ein Signal.

Dunkel gefärbte Tiere haben immer Probleme und müssen zunächst separiert werden.

 

Separat Füttern

Bartagamen, die nicht gemeinsam zum Futter stürmen, habe ich persönlich noch nicht gesehen, aber es scheint sie zu geben. Auch hier liegt wieder das Problem vor, daß man ahnungsloser Halter von mehr als einem Bock ist. Wieder spielt die Unterdrückung des Geschlechtsgenossen eine wichtige Rolle!
Wieder muß ich sagen, einer der Böcke muß weichen, denn es kann kein Dauerzustand werden, eines der Tiere täglich in einem eigenen Terrarium füttern zu müssen. Die Agamen sollen sich ihr Futter auch erarbeiten (jagen). Das ist zu festen Zeiten, die der Halter vorgibt, nicht möglich.

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Verhalten und Geschlecht

Weist ein bestimmtes Verhalten auf ein bestimmtes Geschlecht hin? Ganz einfache Antwort: JA - aber nur bei adulten Tieren. Jungtiere weisen meist noch alle Verhaltensspektren auf, obwohl auch hier bereits Rangordnungskämpfe zu beobachten sind.

Alle bereits genannten Verhaltensmuster gelten für männliche Tiere. Es ist also durchaus möglich, anhand des Verhaltens die Männchen zu erkennen. Grundvoraussetzung dazu ist aber immer der Vergleich, also immer die Haltung mehrerer Tiere. Einzeln gehaltene Tiere werden diese Verhaltensmuster niemals zeigen.
Wie ist es denn nun bei den Weibchen?

Paar
Hier ein spezielles Verhalten zu beschreiben ist schwer. Sicher wird man dann sicher sein ein Weibchen zu besitzen, wenn dieses eines Tages beginnt, im Terrarium zu graben und einen Eiablageplatz zu suchen. Aber vorher mit Sicherheit auf ein Weibchen zu wetten, würde ich nicht wagen ...

 

Die Tiere verstecken sich

Wenn sich die Bartagamen überwiegend versteckt im Terrarium aufhalten, deutet dies auf einen Mißstand hin. Man muß schnellstens reagieren, denn die Bartagamen leiden sehr unter dem Streß! 

Meistens ist die Temperatur zu gering. Man sollte daher als erstes die Temperaturen prüfen und ggf. erhöhen.

Sind nicht alle sondern nur einzelne Tiere nie (oder selten) zu sehen, hat man mit unterdrückten Tieren zu tun. Hier muß ebenfalls umgehend Abhilfe geschaffen werden! Also den Besatz prüfen: sind zwei oder mehr Männchen vergesellschaftet worden? Lösung: überzählige Männchen aus dem Terrarium entfernen. 
Ist eines der Tiere zu dominant? Hat man evtl. die Kletteräste doch zu sehr auf Rangordnung ausgerichtet, also zu steil gebaut? Lösung: Kletteräste flacher anordnen, so daß keine Spitzen der Äste hervorstehen.
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HILFE, bei meiner Bartagame quellen die Augen heraus

Keine Aufregung, dem Tier fehlt nichts! Es steht unmittelbar vor der Häutung. Echsen spannen dann den Körper an. Dadurch reißt die Haut am Kopf ein. Durch diese Anspannung hat es für Sekunden den Anschein, als würden die Augen aus dem Kopf quellen. Es ist aber ein ganz normaler Vorgang!


Meine Bartagamen graben das Terrarium um

Florians Bartagame

Dieser Hilferuf kommt sehr häufig. Warum tun die Agamen das? Es gibt verschiedene Gründe. Zuerst sollte die allgemeine Temperatur geprüft werden. Ist es zu warm im Terrarium, suchen die Bartagamen im Sand Schutz vor der Wärme. Andersherum kann es zu kühl sein, dann suchen die Agamen im Sand nach Restwärme.


Genauso gut kann es sich um ein Weibchen handeln, das auf der Suche nach einem Eiablageplatz im Terrarium gräbt. Dann scharren die Weibchen ähnlich wie Hunde und wühlen mitunter das gesamte Substrat um.
Zum Herbst/Winter kann vermehrtes Graben darauf hindeuten, daß die Tiere nach Überwinterungsplätzen suchen. Gern überwintern sie unter irgendwelchen Einrichtungsgegenständen und vergraben sich dort noch zusätzlich, damit sie absolut geschützt sind.

 

© R.Kohlmeyer 2001 - 2004

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