Meine Tiere sitzen träge im Becken
Die Tiere beißen sich
Das ist wohl die häufigste Frage,
die gestellt wird. Was mache ich jetzt, meine Bartagamen beißen sich plötzlich
... Die Ursache liegt immer daran, daß man zwei oder mehr Böcke in
einem Terrarium hält.
Männchen sind untereinander aggressiv,
ein Männchen geht aber nie auf ein Weibchen los ... Die Aggressionen der Männchen zeigen sich meistens sehr früh - andere
Männchen werden weggejagt, wenn das nicht nützt, werden sie gebissen oder
gar getötet.
Jetzt kommen Argumente wie: bei mir leben zwei Männchen bereits seit Jahren
in ein und demselben Terrarium! Es geht ganz friedlich zu. Glaube ich
Euch!!! Ich habe das selbst erlebt. Aber als das dominante Männchen
verstarb, entwickelte sich der andere zum Tyrannen. Er ließ keinen anderen
Bock mehr ins Terrarium! Woran liegt es, daß sich die zwei Böcke vertragen
haben? Ich weiß es nicht, aber ich bin dabei es zu ergründen. Vorstellbar
wäre, daß der bis dahin Unterlegene sich derart zurückgehalten hat, daß
der Dominante ihn akzeptierte.
Wenn sich die Bartagamen anfangen zu beißen, kann man sicher sein, daß die beiden Kontrahenten Männchen sind !
Die Bartagamen bedrohen sich ständig
Auch das Drohen der Tiere weist auf die Haltung zweier Männchen hin. Auch in diesem Fall muß eines der Tiere in einem separaten Terrarium gehalten werden.
Wie erkenne ich einen bevorstehenden Kampf?
| Auch wenn es sehr eindrucksvoll ist, würde ich es nicht darauf ankommen lassen, und absichtlich zwei Böcke kämpfen lassen. Die Tiere werden zuerst die Bärte spreizen und diese tiefschwarz färben, wobei ich beobachtet habe, daß der 'Platzhirsch' eine noch intensivere Färbung zeigt. Die Agamen beginnen mit dem Kopf zu nicken und ihre Körper flach und weit auszubreiten. Dadurch wirken sie optisch größer. Der nächste Schritt ist dann, daß sie sich in Kreisen umeinander bewegen. Dabei werden die flachen, breiten Körper seitlich aufgestellt, damit der Gegner die Größe sehen kann. Das ganze sieht, wie gesagt eindrucksvoll aus - aber da der nächste Schritt der Angriff ist, sollte man so etwas nicht provozieren! Dies ist auch der Moment, wo man unbedingt eingreifen soll und eines der Tiere umgehend aus dem Becken entfernen muß, will man Schäden vermeiden. | |
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Hier könnte es gleich zu Aggressionen kommen |
Einer meiner Bärte ist immer dunkel gefärbt
Zwei Gründe können hierfür den Ausschlag
geben:
a) es kann ein Männchen sein, daß von den anderen unterdrückt wird
oder
b) es ist ein kleineres oder schwächeres Tier,
das dann ebenfalls unterdrückt wird.
In beiden Fällen zeigt das unterdrückte Tier sein Unbehagen durch die dunkle
Körperfärbung an. Diese Bartagame steht unter erheblichem Streß. Wir müssen
auch hier wieder schnell reagieren und dieses Tier extra setzen. - Diese Situation
triff auch sehr häufig bei Schlüpflingen auf. Die jungen Bartagamen schlüpfen
teilweise bereits in unterschiedlichen Größen. Sie dürfen dann nicht in den
gleichen Behältern aufgezogen werden. Bei späterer unterschiedlicher
Entwicklung ist immer dieser Faktor Färbung ein Signal.
Dunkel gefärbte Tiere haben immer Probleme und müssen zunächst separiert werden.
Separat Füttern
Bartagamen, die nicht gemeinsam zum
Futter stürmen, habe ich persönlich noch nicht gesehen, aber es scheint sie zu
geben. Auch hier liegt wieder das Problem vor, daß man ahnungsloser Halter von
mehr als einem Bock ist. Wieder spielt die Unterdrückung des
Geschlechtsgenossen eine wichtige Rolle!
Wieder muß ich sagen, einer der Böcke muß weichen, denn es kann kein
Dauerzustand werden, eines der Tiere täglich in einem eigenen Terrarium
füttern zu müssen. Die Agamen sollen sich ihr Futter auch erarbeiten (jagen).
Das ist zu festen Zeiten, die der Halter vorgibt, nicht möglich.
Verhalten und Geschlecht
Die Tiere verstecken sich
Wenn sich die Bartagamen überwiegend versteckt im Terrarium aufhalten, deutet dies auf einen Mißstand hin. Man muß schnellstens reagieren, denn die Bartagamen leiden sehr unter dem Streß!
Meistens ist die Temperatur zu gering. Man sollte daher als erstes die Temperaturen prüfen und ggf. erhöhen.
Sind nicht alle sondern nur einzelne Tiere nie
(oder selten) zu sehen, hat man mit unterdrückten Tieren zu tun. Hier
muß ebenfalls umgehend Abhilfe geschaffen werden! Also den Besatz prüfen: sind
zwei oder mehr Männchen vergesellschaftet worden? Lösung: überzählige
Männchen aus dem Terrarium entfernen.
Ist eines der Tiere zu dominant? Hat man evtl. die Kletteräste doch zu sehr auf
Rangordnung ausgerichtet, also zu steil gebaut? Lösung:
Kletteräste flacher anordnen, so daß keine Spitzen der Äste hervorstehen.
HILFE, bei meiner Bartagame quellen die Augen heraus
Keine Aufregung, dem Tier fehlt nichts! Es steht unmittelbar vor der Häutung. Echsen spannen dann den Körper an. Dadurch reißt die Haut am Kopf ein. Durch diese Anspannung hat es für Sekunden den Anschein, als würden die Augen aus dem Kopf quellen. Es ist aber ein ganz normaler Vorgang!
Meine Bartagamen graben das Terrarium um