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Nordafrika,
Arabien bis Vorderindien
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Man unterscheidet die Uromastyx (Dornschwanzagamen) in 16
Unterarten (T.Willms 2001) U.
acanthinura (Nordafrikanische D.), U. aegyptia (Ägyptische D), U.
asmussi (Iranische D.), U. alfredschmidti (Schmidt's D.), U.
benti (Jemen-D.), U. dispar (Südsaharische D.),
U. geyri (Geyrs D.), U. hardwickii (Indische D.), U.
leptieni (Leptien's D.), U. loricata (Irakische D.), U. macfadyeni
(Macfaden's D.), U. occidentalis (Westsaharische D.),
U. ocellata
(Geschmückte
D.), U. ornata
(Bunte D.), U. princeps (Somalische D.) und
U. thomasi (Osman-D.) mit Untergruppen.
Diese Systematik ist die zur Zeit gültige, sie wird sich aber ganz sicher in
Kürze wieder ändern ... wer die U. maliensis vermisst: die zählen nun
als Unterart der U. dispar ...
Die tagaktiven Tiere sind bodenbewohnend, in Gebieten mit
starker Sonneneinstrahlung. Sie leben auf festen, steinigen Böden und meiden
reinen Sand. Sie graben sich hier ihre Wohnhöhlen, in die sie bei Gefahr immer
schnell verschwinden.
Die Ernährung ist pflanzlich und tierisch, letzteres aber nur in geringem
Maße. Bevorzugt werden Blätter, Blüten und Samen. Bei Jungtieren ist der
Anteil an tierischer Kost noch höher.
Da die Dornschwanzagamen in extremen Temperaturschwankungen leben, können sie
diesen Unterschied auf verschiedene Weise ausgleichen. Zum einen ist es ihnen
möglich, durch 'Aufblasen' des Körpers eine größere Oberfläche zu erlangen,
was der besseren Aufwärmung dient. Weiter können sie sich farblich sehr gut
anpassen. Morgens sind manche Arten daher fast schwarz. während sie nach der
Auswärmphase ein buntes Schuppenkleid tragen.
Der Wasserhaushalt wird u.a. dadurch reguliert, daß bei manchen Arten ein Flüssigkeitsanteil
dem Blut entzogen wird, bei anderen wird der Flüssigkeitsanteil aus dem Urinat entzogen.
Uromastyx verfügen zudem über Nasaldrüsen zur Osmoseregulation (Regelung des
Salzhaushaltes). Die mit den Pflanzen aufgenommenen Salze können ohne
Wasserverlust so wieder ausgeschieden werden.
Zu den natürlichen Feinden zählen Greifvögel, Warane und andere Echsen,
Sandfuchs und Skorpione und Walzenspinnen (Jungtiere). Auch der Mensch ist ein
Feind der Uromastyx. Den Tieren wird eine medizinische Heilkraft zugesprochen.
Die Bevölkerung der Heimatregionen handelt die Tiere (oder Teile) selbst in
Apotheken. - Da die Uromastyx auch Touristen zum Kauf angeboten werden (lebend
und Häute), sind die Schutzbestimmungen sehr streng. Dies muß man beim Erwerb
von Uromastyx berücksichtigen. Für Nachzuchten aus Deutschland (EU) genügt
zur Zeit ein Herkunftsnachweis, für Wildfänge ist nach wie vor eine gültige
CITES erforderlich (aber bitte nicht auf Wildfänge zurückgreifen!). Meine Dornschwänze hatten ein anderes Schicksal: wir haben über den Kauf einer
gebrauchten Terrarienanlage nachgedacht. Der Besitzer wollte sein Hobby, seine
Leidenschaft, seine Sucht (was denn nun eigentlich?) aufgeben.
Terrarienhaltung: Das man keine Wildfänge erwerben soll, wurde bereits erwähnt. Am besten bedient wird man sicher bei einem Züchter. Mitunter werden Dornschwanzagamen auch im Handel angeboten. Die Haltungsbedingungen sollte man sich genau ansehen, da Uromastyx häufig unter Parasiten leiden (ist aber nicht immer gegeben). Wie alle Neulinge, kommen die Dornschwanzagamen auch zunächst in ein Quarantänebecken, in dem sie die Möglichkeit erhalten, sich in Ruhe einzuleben.
Das Terrarium selbst muß
entsprechend der lebhaften Aktivitäten der Uromastyx groß genug sein. Die
Größe variiert allerdings von Art zu Art (bei kleinen Arten ab 1qm, bei
größeren ab 2qm). Daher empfiehlt es sich, sich vor dem Kauf über die
jeweilige Art zu informieren.
Das Bodensubstrat muß grabfähig sein, aber kein feiner Sand. Die Tiere wollen
sich ihre Wohnhöhlen selbst anlegen. Korkrinde und -äste eignen sich gut zum
Klettern und als Unterschlupf. Auch Steine, Steinhöhlen und -platten sind gut zur
Gestaltung geeignet. Es ist wichtig, daß Sichtbarrieren geschaffen werden,
damit sich die Tiere zurückziehen können.
An Licht darf nicht gespart werden. HQI-Lampen haben sich bewährt, neben
UV-Röhren oder -strahlern und Tageslichtröhren.
Die Temperaturen sollten ein Gefälle im Terrarium haben von 28-45°C, nachts
zwischen18 und 20°C.
Das Feuchtigkeitsbedürfnis ist wieder von Art zu Art unterschiedlich. Generell
ist ein 2-3 maliges Sprühen/Woche aber nötig. Besonders bei der Häutung ist
auf eine leichte Luftfeuchtigkeit zu achten.
Adulte männliche Dornschwanzagamen sind grundsätzlich territorial und dulden keinen Geschlechtsgenossen in ihrem Gebiet. Das ist bei der Terrarienbesetzung zu beachten. Bewährt hat sich die paarweise Haltung oder ein Männchen mit zwei Weibchen. - Es kommt durchaus vor, daß sich auch Weibchen nicht mit ihren Artgenossen vertragen. Ratsam ist es daher, immer ein Reserve-Terrarium zur Verfügung zu haben, um im Notfall ein Tier zu separieren. Fotos zur Geschlechterunterscheidung gibt es auf der Seite der U. ornata.
Ernährung: im Terrarium
verwöhnt man die Uromastyx mit Grünzeug jeglicher Art (alles ausprobieren),
Löwenzahn, Kräuter und Trockenfutter (Linsen, Weizen, Mais, Hanf, Hirse, Mangobohnen, Reis, Erbsen, Sonnenblumenkerne). Es ist ratsam, immer auf
Abwechslung zu achten. - Als tierische Nahrung haben sich Schaben, Grillen und
Wanderheuschrecken gut bewährt.
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Meine Dornschwanzagamen Es sind zwei Uromastyx acanthinura, zu deutsch:
veränderliche oder Nordafrikanische Dornschwanz- agame. Wie kommt man zu Dornschwanzagamen? Man kommt drauf, wenn's
Modetiere sind, die überall im Handel
angeboten werden. MAN ! Ich/wir nicht. Ehrlich gesagt, wir haben noch nie Modetiere gekauft.
Es war eher Zufall, das wir an Tiere gerieten, die auch gleichzeitig gerade Modetiere waren... |
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das Weibchen mit fünf Jahren |
Viele der Tiere waren bereits vergeben. Die beiden Dornschwänze hatte er u.a. noch im Besitz, weil er sie evtl. behalten wollte. Nun, das Männchen verkaufte er dann doch an einen Interessenten. Das Weibchen war noch da als wir kamen. - So kam sowohl die Terrarienanlage als auch das Tier im in unseren Besitz.
Mausi, so heißt sie, ist eine
5-jährige Uro-Dame aus
Mali. Sie hat ein richtiges Puppengesicht und ist frech und durch nichts zu beeindrucken.
Sie lebt zunächst übergangsweise bei den Bartagamen im Terrarium. Zuerst hatte ich
Befürchtungen, weil die Bärte doch ein ganzes Stück größer sind. Die Bedenken sollten
sich schnell zerschlagen, Mausi weiß sich zu verteidigen! Es regelte sich so, daß erst
Mausi frißt und dann die Bartagamen... Sie bestimmt, wo's lang geht.
Glücklich war ich aber nicht über die Zusammensetzung, so daß ich mich
beeilte, das Terrarium für die Uromastyx fertigzustellen. Mausi lebte
dann eine Weile allein in ihrem neuen Becken.
Es fehlte nun noch ein passender Mann zum Glück. Da sollte ich dann feststellen, daß die
Dornschwänze zur Zeit Modetiere sind . . . wenn man überhaupt einmal irgendwie von einem
Tier hörte das zum Verkauf stand, dann zu einem utopischen Preis! - Nach langer Suche
hatte ich im November 99 DIE Chance! Ein Bock von zwei Jahren war zu haben. Mein Wunsch
nach einem älteren Tier war eh längst Vergangenheit, ich wäre froh, wenigstens
überhaupt ein gesundes Tier zu bekommen. - Nun, kurz gesagt: es klappte. Der Kleine ist
jetzt hier, aber noch allein, er soll sich zunächst richtig einleben. Dann werde ich die
freche Mausi dazu setzen.
Die Tiere kommen sehr gut miteinander aus. Die meiste Zeit des Tages verbringen sie damit, unterm Strahler (in der Sonne) zu dösen oder Futter zu suchen. Allerdings herrscht rege Aufregung, sollten bei der Fütterung zunächst andere Terrarien bedient werden. Die beiden Dornschwanzagamen möchten immer zuerst ihre Heimchen bekommen. Sie kratzen dann wild an der Scheibe oder springen von den Plattformen auf die Korkröhren und zurück... Inzwischen fressen sie auch wieder gern Getreide, Hirse und Sonnenblumenkerne. Wasser wird nicht täglich aufgenommen habe ich den Eindruck. Allerdings scheinen sie an manchen Tagen regelrecht 'ausgetrocknet' zu sein, dann haben sie starken Durst.
Im Januar 2000 stelle ich fest, daß das Weibchen
einen kräftigen Körperumfang hat. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie
bereits trächtig ist, denn das Männchen kann noch nicht geschlechtsreif sein.
Entweder ist sie einfach zufrieden (dann können sich die Dornschwänze ja etwas
'aufblasen').
Der Körperumfang ändert sich im Körperverhältnis nicht. Ich gehe somit davon
aus, daß sich die Tiere ganz einfach wohl fühlen. Das Terrarium hat eine aus
Bauschaum (auf den Fotos gut zu erkennen) hergestellte Rückwand. Obwohl die nie
daran kratzen, gefällt es mir nicht so gut. Es sieht irgendwie 'künstlich'
aus. Ich werde bei nächster Gelegenheit eine Beschichtung mit 'Fliesenkleber'
vornehmen.
Die Uromastyx bezogen ein anderes Terrarium, wo sie bis jetzt leben.
Tolle Eindrücke aus der Heimat der Uromastyx findet man hier: Ingrids Welt