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Das Agamenportrait
Chinesische Bergagame Japalura
splendida
BARBOUR & DUNN, 1919
Herkunft:
Südwestchina
Größe: ca. 30- 35 cm
Temperatur: Tag 25-28°C, Nacht 12-17°C
Luftfeuchtigkeit: ca. 55- 90%
Futter: animalisch (tierische Kost). Insekten
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Das Verbreitungsgebiet der Chinesischen Bergagame
Japalura splendida ist Südwest-China. Es dehnt sich östlich bis zur
Provinz von Hunan, nördlich bis Henan und Gansu aus (ZHAO & ADLER 1993).
Der Ort, von dem das Exemplar stammte, anhand dessen diese Spezies
beschrieben wurde, ist die Schlucht des Yangtse-Flusses. Sie befindet
sich in Zentralchina in der Nähe von Tchang (BARBOUR & DUNN, 1919).
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Das Klima im Verbreitungsgebiet kann als ausgesprochen feucht
bezeichnet werden. Der Winter vom Dezember bis Februar ist durch stabile
trocken-kalte Witterungsverhältnisse mit ca. 5°C gekennzeichnet. Die
Niederschläge beschränken sich auf ein Minimum. Frühling und Herbst sind
mit durchschnittlichen Temperaturen von 10 bis 20°C nur kurze
Übergangsjahreszeiten. Die Regenfälle sind in dieser Zeit ungefähr
doppelt so ergiebig wie zur selben Zeit in Mitteleuropa. Von Juni bis
September werden 20 bis 25°C mit Spitzentemperaturen bis zu 30°C
erreicht. Starke Niederschläge beginnen im Mai. Diese Regenzeit kann bis
September anhalten.
Das Geschlecht
von Japalura splendida ist einfach zu
unterscheiden, denn die Art verfügt über einen ausgeprägten
Geschlechtsdimorphismus. Die oft zitierten Präanal- und Femoralporen,
wie bei anderen Echsen, sind nicht vorhanden.
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Fortpflanzung
Außer in der kurzen Winterperiode paart
sich diese Art im Jahr mehrmals. Ein Weibchen kann in einem Jahr bis zu
acht Gelegen mit durchschnittlich 5-12 Eiern heranreifen lassen.
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Inkubation Die Inkubation der Eier erfolgt in Vermikulite
gebettet, bei einer Temperatur von 27°C und einer relativen
Luftfeuchtigkeit von 95% Die Zeitigungsdauer variiert zwischen 42 und
maximal 60 Tagen.
Eine 1.1 Haltung und eine paarweise
Aufzucht ist dringend zu raten.
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Haltung: Das Terrarium sollte die Größe von 100cm x 60cm x
100cm (Länge x Breite x Höhe) nicht wesentlich unterschreiten. Als
Bodengrund empfiehlt sich ein Feuchtigkeit speicherndes Material, wie
z.B. ein Kokos-Humus -Sand-Erde-Gemisch. Alle Flächen des Terrariums
sind zu gestalten, denn freies Glas wird als Hindernis nicht erkannt.
Eine schöne Rückwand, Kletteräste und Pflanzen sind notwendig, wobei den
lebenden Pflanzen ein unschätzbarer Vorzug einzuräumen ist. Sie bieten
den Tieren ausreichend Versteckmöglichkeiten, also Sicherheit.
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Weiter ist bekannt, dass lebende Pflanzen das Mikroklima im
Terrarium positiv beeinflussen und die notwendige Feuchtigkeit
vor allem über eine reiche Bepflanzung geregelt werden kann.
Außerdem muss ein Wasserfall vorhanden sein, da Japalura splendida stehendes Wasser nicht als dieses erkennen
können. |
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Bergagamen sind tagaktiv und brauchen im Terrarium einen
geregelten Tag-/Nachtrhythmus, das bedeutet ca. 12-14 Std. Tageslicht.
Mit Hilfe der Beleuchtung ist eine Grundtemperatur am Tag von 27-28°C zu
sichern, wobei es innerhalb des Terrariums unterschiedlich
Temperaturbereiche geben muss. Ein so genannter Spotstrahler ist nur
solange zu betreiben, bis die Grundtemperatur erreicht ist und sollte
lokal einen Sonnenplatz von 35°C bieten. UV-Licht ist für die Tiere zur
Bildung von Vitamin D3, welches z.B. für den Knochenaufbau benötigt wird
lebensnotwendig.
Entsprechend dem Klima im Verbreitungsgebiet muss es im
Raum und somit im Terrarium zu einer deutlichen Nachtabsenkung der
Temperatur kommen. Im Bodenbereich sind ca.12-17°C zu anzustreben.
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Literaturverweis
LAUE, E. (2007):
Die Chinesische Bergagame,
Vivaria-Verlag
Die Informationen in dem Buch sind um vieles ausführlicher als dieser
Artikel
BARBOUR, T. & DUNN, E. R. (1919):
Two new Chinese Japaluras.
Proceedings of the New England Zoological Club 7: 15-19
ZHAO, ER-MI /
ADLER, K. (1993): Herpetology of China
-Huangshan (286-305)
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Die Autorin dieses Beitrages hat zu den Bergagamen
ein Buch veröffentlicht. Ihr findet es in meiner Bücherliste -
hier -
Dazu gibt es eine Homepage der Autorin, dort gibt es weitere wichtige
Informationen: www.bergagamen.de
Liebe Esther, ich
danke Dir an dieser Stelle aufrichtig für die, für diese Seite zur
Verfügung gestellten Daten und für die vielen wunderschönen Fotos! Ich
wünsche Dir weiterhin viel Freude an Deinen Agamen und allen Lesern, die
nun Mut zur Haltung dieser interessanten Tiere bekommen haben, recht
viel Spaß an diesen Pfleglingen. |