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Von Cape Bridgewater aus führte unser Weg nun gen Norden und somit langsam aber sicher in wärmere Gefilde. Nachdem wir Victoria verlassen hatten, führte uns der Hwy in South Australia an Kingston SE vorbei durch den Coorong NP nach Salt Creek. Im Coorong NP findet sich ein salzhaltiger Binnensee, dessen Salzgehalt dreimal so hoch wie der des Meeres ist. An diesem Binnensee findet sich die größte Pelikankolonie der einzigen in Australien beheimateten Pelikanart, dem Brillenpelikan (Australian Pelican, Pelecanus conspicillatus). Insgesamt sind im NP rund 240 verschiedene Arten Vögel registriert. Über den Lakes Nature Trail, einem Naturlehrpfad, erhält man in rund zwei Stunden einen guten Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Parks.
| Über Adelaide fuhren wir in das im Copper Triangle (einem Kupfer-Bergbaugebiet)
gelegene Kadina. In Kadina können verschiedene stillgelegte Bergwerke besichtigt
werden. Bei unserer Abfahrt aus Kadina erhielten wir ein Abschiedsgeschenk: eine Tannenzapfenechse (Sleepy Lizard oder Shingleback, Tiliqua (Trachydosaurus) rugosus), die gerade dabei war den Hwy zu überqueren und dabei tapfer jedes vorbeifahrende Auto androhte. |
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Tannenzapfenechse oder
Shingle-Back (Tiliqua (Trachydosaurus) rugosus) auf dem
Randstreifen des Hwy, Kadina, SA |
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Über Port Pierie fuhren wir nach Port Augusta weiter, um von dort über den Pichi Richi Pass zu dem in den Flinders Ranges NP gelegenen Wilpena zu fahren. Die Flinders Ranges stellen eine der ältesten Landschaften der Erde dar. Das Gebiet wurde bereits vor 12000 Jahren von den Aborigines besiedelt. Die Ureinwohner gewannen in den Flinders Ranges den für ihre Kunst und Mythologie wichtigen Farbstoff Ocker. Hier wurden wir das erste mal mit Temperaturen von über 40 °C bedacht, die allerdings durch die für Europäer vergleichsweise geringe relative Luftfeuchtigkeit gut verträglich sind. Auf dem Weg nach Wilpena sahen wir einen mehrere hundert Tiere umfassenden Schwarm Gelbhaubenkakadus (Sulphur-Crested Cakatoo, Cacatua g. galerita), in dem auch einzelne Rosakakadus (Galah, Elophus r. roseicapillus) mitflogen. |
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| Im Schwarm
fliegende Gelbhaubenkakadus (Cacatua g.galerita), Flinders Ranges NP, SA (Foto: P.M. Müller) |
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Kurze Zeit darauf überquerten
unmittelbar vor unserem Auto vier Emus (Dromaius novaehollandie)
die Straße. Die Emus ließen sich durch uns nicht weiter stören. Selbst als
wir anhielten und unseren Camper verließen, erweckten sie nicht den
Eindruck, als ob unsere Anwesenheit sie stören würde. Uns keines Blickes
würdigend setzten sie ihren Weg fort.
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| Trocken
liegendes Flußbett im Gebiet des Flinders Range NP, SA (Foto: P.M. Müller) |
In Wilpena fanden wir nochmals Rosakakadus in größerer Anzahl vor. Insgesamt
sind Galahs in diesem Teil Australiens weit verbreitet und sehr häufig
anzutreffen. Stellenweise treten diese hübschen Kakadus so gehäuft auf, daß sie
von den australischen Farmern abgeschossen oder mit riesigen Netzen gefangen
werden, da die Farmer Angst um ihre Saat haben. Für uns war es immer ein
besonderes Erlebnis, unseren Camper für die Nacht unter dem Schlafbaum eines
Kakaduschwarms abzustellen und abends den Geräuschen der Vögel zu lauschen.
Auch Greifvögel sind oft anzutreffen. Hierbei handelt es sich überwiegend um
Wanderfalken (Peregrine Falcon, Falco peregrinus), Graubartfalken (Australian
Kestrel, Falco cenchroides) und Keilschwanzadler (Wedge-Tailed Eagle, Aquila
audax).
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Von Wilpena fuhren wir nach Port Augusta zurück, wo wir nach der obligatorischen
Suche nach Reptilien bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein an der
Fitzgerald Bay den Sonnenuntergang genossen. In der Region von Port Augusta
können mit ein bißchen Glück Agamen der Gattungen Ctenophorus, Moloch, Pogona,
Tympanocryptis, Warane der Art Varanus gouldii und Skinke der Gattungen
Ctenotus, Cyclodomorphus, Eremiascincus, Hemiergis, Lerista, Menetia, Morethia
und Tiliqua sowie nach Einbruch der Dämmerung Geckos der Gattungen Heteronotia,
Diplodactylus, Rhynchoedura und Underwoodisaurus entdeckt werden.
Von Port Augusta ging es über Woomera und Glendabo nach
Coober Pedy. Unterwegs
besuchten wir unser erstes Roadhaus, eine Art Tankstelle mit integriertem Pub
sowie einem kleinen Lädchen. Je weiter wir nun in das Outback vordrangen, desto häufiger sahen wir auch Warane, die sich auf dem Asphalt des Hwy sonnten. Sie ließen sich nicht von vorbeifahrenden Autos stören. Sobald jedoch ein Auto anhielt, rannten die Warane davon. |
| Ctenosaurus
leonhardii auf einem Rest Area am Stuart Hwy zwischen Tent Hill und Lake Gardener, SA (Foto: P.M. Müller) |
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| Salzsee, Lake Gardener, Stuart Hwy, SA (Foto: P.M. Müller) | |
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| Sukkulenten am Stuart Hwy, SA (Foto: P.M. Müller) |
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| Rest Area am Stuart Hwy, SA (Foto: P.M. Müller) | Der Autor in zweckmäßiger Outback-Bekleidung |
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Pflanzenbewuchs, Rest Area, Stuart Hwy, SA (Foto: P.M. Müller) |
Kürbis -- eine typische
Nahrung der Kakadus, Stuart Hwy, SA (Foto: P.M. Müller) |
Taubagame (Tympanocryptis
sp.), Rest Area, Stuart Hwy, SA (Foto: P.M. Müller) |
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© P.M.Müller und R.Kohlmeyer 03-04/2005 |