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Kopieren, auch auszugsweise, nicht gestattet
In Healsville befindet sich das Healsville Wildlife Sanctuary. Dieser Zoo
beherbergt einen großen Querschnitt durch die australische Fauna. Gezeigt werden
viele Vögel (Leihervögel, Kakadus, Emus, Eulen und Greifvögel), Säugetiere
(Tasmanischer Teufel, Känguruhs, Wallabies, Dingos, Koalas, Schnabeltiere,
Wombat) und einige wenige Reptilien wie u.a. Östliche Bartagamen (Eastern
Bearded Dragons, Pogona barbata) und Wasseragamen (Water Dragons, Physignathus
lesueurii) in einem herrlichen Aquaterrarium.
Von Healsville führte unsere Reise nach Phillip Island, eine unmittelbar der Küste vorgelagerte Insel. Hier wollten wir die Penguin Parade besuchen, um die dort lebenden Elfenpinguine (Fairy Penguins, Eudyptula minor) bei ihren Nistplätzen zu beobachten.
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Zuerst statteten wir jedoch dem im Zentrum der Insel gelegene
Koala Conservation
Centre einen Besuch ab. In der großen, urwüchsigen und natürlich belassenen
Parkanlage leben mehrere Koalas (Phascolarctes cinereus), die mit ein wenig
Glück und unter Zuhilfenahme der von Rangern aufgestellten Hinweisschilder in
den Kronen der Eukalyptusbäume entdeckt werden können. Im Herzen der Anlage befindet sich ein großzügiges, abgegrenztes Areal, in dem sich 5 Koalas aufhalten. In diesem Bereich führt ein Holzsteg die Besucher in mehrere Meter Höhe, von wo die Koalas aus der Nähe betrachtet werden können. Teilweise ruhen die Koalas, die rund 19 Stunden des Tages mit Schlafen und die restliche Zeit mit dem Fressen von Eukalyptus- blättern verbringen, in unmittelbarer Nähe des Holzsteges. Das Koala Conservation Centre ist aber kein Streichelzoo und somit hat ein Berühren der Tiere tunlichst zu unterbleiben, zumal auch verletze Tiere aufgenommen werden, die später wieder in die Freiheit entlassen werden sollen und für die sich eine zu große Gewöhnung an den Menschen später nachteilig auswirken würde. |
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Koalas (Phascolarctes
cinereus), |
Frühzeitig vor der Dämmerung suchten wir den Summerland Beach auf. Hier wurden
zwei große Tribünen in die Dünen am Strand gebaut, von denen aus die Penguin
Parade beobachtet werden kann. Mit Einsetzen der Dämmerung sammeln sich in der
Brandung des Meeres größere, teilweise über 100 Tiere zählende Gruppen, der
lediglich zwischen 30 und 35 cm großen Elfenpinguine, um im Schutz der Gruppe
ihre in den Dünen gelegene Nisthöhlen aufzusuchen. Im August suchen die Fairy
Penguins ihre alten Nistplätze (Erdhöhlen und Felsspalten) auf, oder graben in
dem sandigen Boden neue Brutstätten. Nach der Ablage von ein bis zwei Eiern
zwischen September und November schlüpfen nach 35 Tagen Brut die ersten
Jungtiere, die in den ersten Lebenswochen permanent von einem Elternvogel
betreut werden, während der andere für die Nahrungsbeschaffung zuständig ist.
Das einmalige Schauspiel der Strandüberquerung leidet allerdings stark unter den
vielen Touristen, die trotz aller Hinweise und häufiger Ermahnungen durch die
anwesenden Ranger nicht ruhig sitzen bleiben und das Blitzlichtverbot
ignorieren. Es ist sehr traurig zu sehen, wenn einzelne Tiere durch diese
Störungen mitten auf dem Strand stehen bleiben, hierdurch den Schutz der Gruppe
verlieren und verängstigt wieder zurück ins Meer laufen. Der Jungvogel wird an
diesem Abend unter Umständen nicht mehr gefüttert.
Bei der nächtlichen Rückfahrt ist, wie übrigens überall in Australien, Vorsicht
geboten, da oftmals Känguruhs bei Dunkelheit unterwegs sind, die von den
Autoscheinwerfern geblendet, reglos auf der Straße verharren.
| Von Phillip Island aus ging die Fahrt weiter auf der der Küste folgenden Great
Ocean Road in den zwischen Princetown und Petersborough gelegenen Port Campbell
NP, der 35 km lang, aber lediglich etwa 300 m breit ist.
Die Great Ocean Road folgt - für australische Verhältnisse extrem kurvenreich - der Küstenlinie und bietet wunderschöne Blicke auf den flaschengrünen bis tiefblauen Indischen Ozean. Die Küstenlinie wird hier während des ganzen Jahres von Sturmfronten aus der Antarktis überzogen. Dichter Nebel, Dauerregen und starker Wind sind häufig anzutreffen. Durch diese Witterungsbedingungen hat dieser Küstenstreifen auch den Beinamen „Shipwreck Coast“ erhalten. Im Port Campbell NP liegen bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Twelve Apostels (12 große, der Küste vorgelagerte, verwitterte, der See trotzende Felsnadeln) und |
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Parkanlage des Herrenhauses
Werribee Park Mansion, |
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| Blick auf die Küste in
Richtung 'Twelve Apostels' vom Discovery Walk, Port Campbell, VIC (Foto: P.M. Müller) |
Typische Flora
des Küstenstreifens im Port Campbell NP, Loch Ard Gorge, VIC (Foto: P.M. Müller) |
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The London Bridge (eine ehemalige Landzunge, die wie eine Brücke mit zwei Bögen ins Meer reichte, bis der dem Land zugewandte Bogen Anfang des 20. Jahrhunderts einbrach) und dem Loch Ard Gorge (eine von der Brandung ausgehöhlte Schlucht). Bei Loch Ard befindet sich etwas landeinwärts gelegen ein Blow Hole. Es handelt sich hierbei um eine Öffnung im Erdboden die über ein unterirdisches, rund 100 m langes Kanalsystem mit dem Indischen Ozean verbunden ist. Durch die Brandung wird Wasser durch die Kanäle gedrückt, das laut brodelnd aus der Öffnung heraus schießt. Neben diesen bekannten Sehenswürdigkeiten wird der NP vielerorts von Fußwegen, sogenannten Walks, durchzogen, die eine Erkundung der Natur ermöglichen. Diese Walks sind übrigens meist nur schmale Fußwege, die so angelegt wurden, daß die Touristen einerseits sicher geführt werden und andererseits die Natur nur wenig beschnitten wird. Die Vegetation wird von Banksien, Akazien und Gräsern geprägt. Im Nationalpark sind rund 580 Pflanzenarten nachgewiesen, von denen 25 Arten zu den Orchideen gehören. |
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| Loch Ard Gorge, Port Campbell NP, VIC (Foto: P.M. Müller) |
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Weiter der Great Ocean Road und später dem Princess Hwy folgend fuhren wir über
Portland in das etwas abseits liegende Cape Bridgewater.
Bei Cape Bridgewater
findet sich der Shelly Beach, ein fast weißer Strand, der über und über mit
Muscheln bedeckt ist, so daß jeder Fußtritt auf dem Strand vom leisen Knacken
der Muschelschalen begleitet wird. Es sollen hier auch schon über 30 cm große
Muscheln gefunden worden sein. |
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Petrified Forest, umgebender
Bewuchs, |
"Versteinerte" Bäume,
Petrified Forest, |
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Sukkulenten im Petrified
Forest, Cape Bridgewater, VIC |
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© P.M.Müller und R.Kohlmeyer 03-04/2005 |